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RE: Das 1´ste Jahr - Tec - 02.11.2024

Moin Stephan,

so wie Thorsten schon schreibt, ist die Elektronik bei den Heizstäben oben unter dem Temperaturpoti gekapselt. Wasserdicht ist die Kapselung nicht zwingend. Die sind alle etwas anders aufgebaut.
Die Heizstäbe haben „nur“ L und N weil die durch ihren Aufbau selbst geschützt sind. Also Glas und Kunststoff ummantelt sind und deshalb nicht leitend. So ein Heizstab ist halt ein sehr einfacher Aufbau. Ähnlich eines Tauchsieder.

Sollte in oder an dem Tank wo der Heizstab sitzt irgend welche leitende Teile (Metallrahmen usw.) verbaut sein, ist das was Thorsten schreibt sehr sinnvoll. Dann ist der Anschluss an dem Potentialausgleich schon fast ratsam! Wenn keine leitende Teile vorhanden sind, ist der Anschluss nicht nötig.
Wenn du da Hilfe brauchst sag Bescheid.


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 02.11.2024

Hallo Zusammen,

der Schaltschrank für den ganzen Kabelsalat inkl. Zeitschaltuhren ist schon vor Ort und ich werde in kurzer Frist den Stahlkorb der GW-APimGW erden. Ich tue bei Strom immer nur doooooff. Die Chinesen bauen halt preiswert und wenn die Import-Regeln solche Geräte zulassen werden solche Geräte Container-Schiff weise importiert.

Es ist übrigens noch eine Aufgabe zur AP ToDo hinu gekommen. Ein Arbeitskollege hat mir besagten Schaltschrank mit 12 Hutschienen-Steckdosen gebaut und meine Aufgabe ist es jetzt die Kabel der diversen elektrischen Geräte mittels Quetschverbindern und Schrumpfschläuchen zu verlängern damit die ganzen Stecker und Zeitschaltuhren Wasser geschützt in den Schaltschrank wandern. Den ersten Kurzen in einer 4´fach Verlängerungssteckdose hatte ich schon. Obwohl das ganze GW überall Belüftungsschlitze hat ist es beim aktuellen Wetter eine Tropfsteinhöhle und das wird mit abnehmenden Temp. schlimmer werden. Abgesehen davon geht mir der ganze Kabelsalat tierisch auf die Nerven und ich möchte schicke Kabelstränge haben die möglichst unauffällig, besser noch und wenn möglich versteckt sind.

Jetzt bitte wieder AP-Themen die irgendwas mit Pflanzen oder Fischen zu tun haben. Strom ist notwendig, aber so eine langweiliges Thema.

Danke und Gruß
Stephan


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 10.11.2024

Hallo Zusammen,

wisst Ihr was wirklich doof ist? Ich kann nicht mehr über Selbstgespräche meckern und anfangen hier im Forum Posts zu schreiben :-( das wäre irgendwie sinn-entleert.

     
Bild 1

Auf dem ersten Bild seht Ihr die fertige Installation des Anzucht-Gewächshaus [AN-GW] inkl. des neuen Pflanzenlichts mit Vollspektrum-Licht. Seit heute ist sowohl die Beleuchtung als auch die Heizmatte in Betrieb. Über die weissen Schnüre kann ich die Lampe je nach Pflanzengröße heben oder senken was vorerst nicht erforderlich sein wird. Bei außreichender Vergrößerung des Bild könnt Ihr ebenfalls das Kabel des Thermosensors sehen der die Heizmatte unter dem kleinen AN-GW auf 19°C halten wird. Sobald die Samen gekeimt sind werde ich die Temp. sofort auf ca. 10°C absenken. Selbstverständlich um Energie zu sparen.

   
Bild 2

Auf Bild 2 ist erkennbar das wir bereits PakChoi geerntet haben. War natürlich nicht vorgesehen, aber die 3 herlichen Tage der letzten Woche mit vollen 8,2h Sonnenschein haben den PakChoi motiviert in die Blüte zu treiben. Das mickrigste Pflänzchen mit gerade mal 10cm Wuchshöhe stand in voller Blüte und bei genauer Betrachtung hatte 50% der Pflanzen angefangen Knospen zu treiben. Diese Pflanzen sind soeben in die Spaghetti-Sahnesoße mit selber gepulten Krabben aus dem letzten Büsum-Urlaub gewandert und waren obwohl sehr wenig Gemüse, sehr lecker. Bei den restlichen Pflanzen war noch nichts zu erkennen, wir fürchten aber das es nochmals eine PakChoi spar Portion geben wird. Na egal. Die 9 Pötchen in dem kleinen Anzucht-GW sind bereits neu bestückt und bis die Pflänzchen gekeimt sind sollte die Sonnenscheindauer < 8h sein und die Tageslänge selbst bei herlichstem Sonnenschein nicht mehr ausreichen die Nachsaat in die Blüte zu treiben.
In den Kokos-Quellbällchen, ebenfalls in dem kleinen AN-GW, habe ich Mini-Sonnenblumen mit einer max. Wuchshöhe von 60cm und Mini-Mais mit einer Wuchshöhe von max. 1,5m gesäht. Diese Mini-Pflanzen sind Starkzehrer und sobald die gekeimt sind wandern die sofort in die Gewächshaus-APimGewächshaus [GW-APimGW]. Ich glaube nicht das dabei eine Ernte zusammenkommt und einziges Ziel ist es die Wasserwerte der Fische zu verbessern.Im rechten Bereich des großen AN-GW habe ich vorhin Feldsalat gesät, der müsste eigentlich problemlos keimen und mit der Abwärme der Heizmatte zurechtkommen.
Übrigens haben sich in der GW-APimGW schon die ersten Tomaten aus Früchten von diesem Jahr breit gemacht, auch die werden die Wasserwerte positiv beeinflußen.

Was sonst so passiert ist in diesem Sommer:

Einer der fragwürdigen Erfolge der vergangenen Saison war die überreichliche Ernte von Tomatillo. Seit 2019 habe ich es immer nur geschafft einige wenige Früchte so gerade eben zur Nach-Reife zu bringen um Samen für die nächste Saison zu haben. Dieses Jahr habe ich 2kg geerntet um festzustellen das Tomatillo keinen Geschmack haben, jedenfalls keinen der mir zusagt. Ich bin seit diesem Herbst felsenfest davon überzeug das die Mexikaner mit voller Absicht die "Salsa Verde" mit scharfen Pepperoni würzen da sie den Geschmack von Tomatillo ebenfalls nicht mögen. Das Ende vom Lied war das von den 2kg Tomatillo 1,5kg, mangels interessiertem Abnehmer, auf den Kompost gewandert sind.

Das die Ernte ein Erfolg geworden ist, ist den Plexiglasscheiben zu zuschreiben. Das neue GW hat bei allen Pflanzen zu großen Erntemengen geführt. Wir hatten 2 Snack- u. 1 Salat-Gurke in den AP-Anlagen und konnten reichlichst Gurken verschenken. Im Vergleich haben die beiden Snackgurken-Pflanzen vergleichbare Erntemengen erbracht. Einziger Unterschied war der Zeitpunkt der Ernte. Beide Pflanzen habe ich zur selben Zeit gesät und ausgepflanzt, eine in die GW-APimGW, die zweite in die Kalt-AP und mit einer Verzögerung von ca. 3 Wochen hat die Snackgurke in der Kalt-AP ebenfalls beachtliche Erntemengen geliefert, obwohl diese Pflanze weniger Sonnenschein, durch die Abschattung unseres Hauses, abbekommen hat. Das GW steht an der Westseite des Haus und entsprechend bekommt diese Ecke des GW erst ab ca. 11:00Uhr Sonne.

In der selben Ecke des GW hatte wir Mini-Wassermelonen und Mini-Physalies (auch genannt Andenbeer o. Erdkirsche). Beide Pflanzensorten sind Sonnenanbeter und ich werde mir für beide einen besser Platz im GW suchen müssen um Früchte mit süßerem Geschmack zu bekommen. Lasst Euch nicht täuschen, obwohl die Pflanzen beide Mini im Namen tragen wir eine Melone locker 4m lang und die Physalies 1,5m hoch.

Ein absoluter Erfolg waren die Drunter-Tomaten, insbesondere die schwarz-rote Sorte hat bei einer Wuchshöhe von 60cm viele und riesen Tomaten mit sehr gutem Geschmack gebracht. Die zweite Drunter-Tomate mit kleinen roten Früchten ist nach der ersten Verkostung nur noch in der Soße gelandet. Bei den Ochsenherz-Tomaten werden wir im kommenden Jahr die Erdkultur wieder einführen. Ochsenherz aus der AP sind ziemlich geschmacklos, es waren reichlich und große Tomaten an den Pflanzen die viel Soße gebracht haben, aber mehr auch nicht. Unsere absolut leckeren Katastrophen Tomate, eine grün-rote Sorte, hat ebenfalls gut getragen. Die Katastrophen bei dieser Sorte: Die Pflanze setzt erst sehr spät an, die Pflanze setzt nicht besonders gut an und ist die Erste die im Herbst Mehltau bekommt.

Und für heute das letzte Thema: Der Strombedarf!!!

Die neue GW-APimGW verbraucht im Winter aktuell mehr Strom/Tag als die alte GW-AP in ihrem billig GW-Häuschen. So ein Mist! Das Wetter vom 06.11.24 war mehrfach mit alten Daten vergleichbar und es gibt keinen Zweifel das wir bei den aktuellen Temperaturen im Winter ca. 1 kWh/Tag mehr verbrauchen und das Potential nach oben ist wahrscheinlich gewaltig. Wir sparen zwar deutlich Strom im Sommer, da ist die GW-APimGW durch das Plexiglas GW sehr deutlich im Vorteil, aber ich habe die GW-APimGW ungeplanter maßen, gestern am Samstag, wie in den letzten Wintern zusätzlich komplett mit einer Malerplane umhausen. Das hat in der alten GW-AP im Winter, genau wie bei der neuen GW-APimGW im letzten Winter, ca. 1 kWh/Tag gebracht. Zusätzlich werde ich noch die Höhe des Hydrokulturgranulat im Ebbe-Flut um 5cm verstärken um auch dort den Wärmeverlust zu reduzieren. Sprachs, fuhr in den Baumarkt und vergaß das Granulat ;-(     Ärgern kann ich mich aber so richtig. All der Aufwand um festzustellen das die alte GW-AP mit 22cm Isolation nur sehr schwer zu schlagen ist.
Der erhöhte Strombedarf scheint nur bei Temperaturen unter 5°C zu zuschlagen, keine Ahnung welche Logik dahinter steckt. Mal ganz davon abgesehen das mich ein lieber Kollege darauf aufmerksam gemacht hat das das neue System mal so eben das doppelte Wasservolumen hat. War in der alten GW-AP max. 1.000l, im Winter nur 600l und in der neuen GW-APimGW zirkulieren permanent ca. 1.200l, das wird natürlich ebenfalls einen Einfluß haben.

Bei einer heute zusätzlich eingebrachten Isolation musste ich feststellen das 150l Wasser fehlten und somit kann ich den morgigen Strombedarf aufgrund der Zugabe von kaltem Brunnenwasser erstmal nicht für Vergleiche heranziehen und werde bis Di. warten müssen.

Gruß
Stephan

PS. Ein Frage treibt mich noch um. Wenn ich den Krebstank mit ca. 300l Wasser bereits jetzt in die GW-APimGW einbaue, das Volumen der GW-APimGW bleibt dabei gleich, habe ich 300l mehr Wasser die die Wärme speichern. Und jetzt die Frage: Wird dadurch der Strombedarf, gesenkt, bleibt er gleich oder steigt er?


RE: Das 1´ste Jahr - ghost155x - 12.11.2024

Was vielleicht noch interessant wäre ist die Sonnenstunden über den Tag mit zu betrachten und nicht nur die Temperatur. Irgendwo muss die Wärme zum speichern ja her kommen und da bleiben, wenn es kostenlos sein soll, ja eigentlich nur 2 Möglichkeiten. Entweder UV Licht (Sonne) oder warme Temperaturen im Gewächshaus (die oberhalb der System Temperatur liegen). Sollte beides keine Energie liefern übernimmt die Heizung ja den Job und dann würde Wärme speichern eigentlich zwangsläufig nur mit Verlusten (Stromverbrauch) einher gehen. Eine gute Isolierung reduziert die Verluste zwar aber komplett wird sie das nicht verhindern können. In dem Zusammenhang wäre es eigentlich mal ganz interessant zu schauen ob es einen Unterschied macht wenn bei irgendeiner Temperatur die Sonne scheint (UV Licht liefert) oder nicht.
Schönen Gruß
Thorsten


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 12.11.2024

Hallo Thorsten,

besten Dank für die Antwort und den Hinweis. Wenn ich auf Archivdaten zurück greife habe ich die verfügbaren Sonnenstunden berücksichtigt. Ein weiterer Aspekt dem ich bei den Vergleichen ebenfalls Berücksichtigung schenke sind die Tag und Nacht Temp. Beispiel. Durchschnittliche +5°C am Tag ergeben sich bei Tag/Nacht mit +7,5°C/+2,5°C oder +11°C/-1°C und beide Kombi sind absolut realistisch und beeinflußen den Strombedarf.

Der Grund warum ich das Fragezeichen auf der Stirn habe ist der Folgende: Der Krebstank kommt in das isolierte Volumen der GW-AP und dort sind so oder so die 23°C. Damit Du eine Idee bekommst einfach dem Link https://aquaponik-forum.de/Thread-Das-1%C2%B4ste-Jahr?page=14 folgen und in Antwort #200 das 2´te Bild anschauen und / oder noch besser die Bilder in https://aquaponik-forum.de/Thread-Das-1%C2%B4ste-Jahr?page=13 #189 und oder #194. Der rechte Bereich ist der bereits umhauster und verügbare Leerraum in den der Krebstank kommt, ich ersetze somit 300l Luft mit 300l Wasser bei gleichbleibenden 23°C innerhalb des umbauten Volumen. Der Krebstank wird zusätzlich die Wärme-Zirkulation (die Wärmeverluste der Wasseroberfläche) vom Sumpftank begrenzen. Krebse sind Kletterkünster und die sollen keine Chance zum Ausbrechen haben. Du hast recht ich habe durch den Krebstank ca. 1m2 mehr Wasser-Oberffläche, aber die warme Luft steigt vom Sumpf-Tank nur bis unter den Krebstank und vom Krebstank nur bis unter das Ebbe-Flut und spielt in beiden Fällen Bodenheizung für die darüber liegende Systemkomponente.

Mal wieder ein wenig zu früh für eine abschließende Aussage, aber die Folie über der GW-APimGW und eine Abdeckung aus Stegplatten über dem Sumpftank (siehe #189 rechtes Foto) haben den Strombedarf bereits erkennbar gesenkt.

Gruß
Stephan


RE: Das 1´ste Jahr - ghost155x - 13.11.2024

Ok da sind wir dann sofort an dem Punkt wo (ich glaube es heißt) Thermodynamik zur Hexerei wird 😅.
Wie gesagt ich bin nicht vom Fach und kann nur meine Vermutung äußern, da gibt es so viele Aspekte die das in verschiedene Richtungen beeinflussen. Ich bin überrascht das du was von Sonne geschrieben hast, hier ist es seit Wochen einfach nur grau. Das könnte meine Vermutung das die Sonne sowieso keine Energie liefert natürlich etwas unterwandern 😅. Naja nur mal kurz damit wir nicht aneinander vorbei reden. Dein eingegrabener IBC den du als Fußbodenheizung verwendest wird tagsüber mit Solarstrom beheizt und gibt die Wärme dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder an die Umgebung ab. Er speichert also die Energie für einen späteren Zeitpunkt. Die Aquaponic Anlage macht das im Sommer ja auch und erwärmt sich tagsüber und gibt die Wärme in der Nacht wieder ab. Um so mehr Masse (Wasser und Substrat) dann im System ist um so länger dauert es bis sich die Temperatur der Umgebung anpasst. Das gilt ja in beide Richtungen und wenn es ewig dauert bis es sich erwärmt wird es auch lange brauchen bis es wieder abkühlt. Aktuell wird die Sonne aber wohl irgenwo zwischen wenig und gar keine zusätzliche Energie liefern. Dann wird genau genommen eigentlich auch nichts mehr gespeichert. Deine Heizung springt halt an wenn die Temperatur sinkt und hält das System auf Temperatur. Dann bedeutet mehr Masse aber auch das die Heizung mehr erwärmen und auf Temperatur halten muss. Wenn du jetzt soviel Masse im System hättest das du die Heizung nur tagsüber mit Solarstrom betreiben kannst und die Temperatur trotzdem nachts stabil bleibt wäre speichern ja wieder sinnvoll. Ich denke das dieser Speicher Gedanke Aktuell einfach falsch ist. Du brauchst 23 Grad und deine Heizung liefert die dann auch bei Bedarf. Eigentlich geht es aktuell nur drum die Verluste möglichst weit zu reduzieren, also Isolierung usw.
Ich denke in dem Zusammenhang halt nicht das der Krebstank den Verbrauch (aktuell) senken wird (im Sommer schon). Vom Gefühl her würde ich auf etwas höheren Verbrauch tippen. Luft leitet ja auch deutlich schlechter Wärme als Wasser und eigentlich isoliert die vorhandene Luft ja auch das System. Wieviel Einfluss das aber haben wird wenn du 300L Luft durch Wasser ersetzt kann ich nicht mal schätzen 😅. Da ist wirklich, für mich, alles denkbar 😅.
Schönen Gruß
Thorsten


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 13.11.2024

Hallo Thorsten,

genau wie Du geschrieben hast, der Wärmespeicher ist auf dem absteigenden Temperatur Ast. Für die aktuelle Fragestellung habe ich den nur am Rand bis gar nicht berücksichtigt und der dümpelt im Moment irgendwo bei 14°C herum.
Ich bin mir sicher das Du mit Deiner Vermutung zur Trägheit des Systems der GW-APimGW Recht hast. Bei mehr Masse langsameres abkühlen der GW-APimGW und "falls Sonne" scheint langsameres aufheizen und ohne Sonne höhere Stromkosten.

Ich fürchte das ist ein Fall für "Versuch macht klug!" und wir beiden können rätseln bis der Arzt kommt :-( Ich hatte gehofft hier ist ein Forumsmitglied das mehr Ahnung von Thermodynamik hat und mir, wenn schon nicht öffentlich, per PN ein Licht in diesen Nebel bringt.

Gruß
Stephan


RE: Das 1´ste Jahr - ghost155x - 13.11.2024

Da bist du mir zuvor gekommen, ich wollte meinen Beitrag eigentlich noch editieren. Mir ist heute noch ein, wie ich finde, echt guter Vergleich eingefallen.
Jetzt mal Thermodynamik hin oder her aber man kann das eigentlich ganz gut mit einem Akku vergleichen. Wenn ich jetzt mal mein Balkonkraftwerk mit 880w/P als Beispiel nehme passt das eigentlich recht gut. Das hat heute 96wh produziert bei einem Verbrauch von bisher 2,33 Kwh 😅. Naja es senkt halt die Kosten (ein wenig 🤣) aber für einen Akku reicht es einfach nicht. Da ist die Größe des Akkus eigentlich völlig egal. Das ist eigentlich das gleiche Problem wie bei dir (aktuell) wenn mal die Sonne scheint wird die Heizung mal eine Weile nicht anspringen und dadurch Kosten senken. Es reicht aber einfach nicht um davon etwas zu Speichern. Genau genommen hängt die Anlage als Verbraucher an der Steckdose und wenn mal die Sonne scheint verbraucht sie halt einfach weniger. Im Sommer würde ein Akku wohl Sinn machen und das deine Anlage dann gut läuft hast du ja schon bewiesen. Aktuell ist aber einfach die Energie Quelle das eigentliche Problem. Es steht halt einfach keine Energie zum speichern zur Verfügung. Das deine Fußbodenheizung nur bei 14 Grad läuft hat ja den gleichen Hintergrund.
Schönen Gruß
Thorsten


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 15.11.2024

Hallo Thorsten,

nach dem ich dem Wünsch-Dir-was Teil meines Hirns das Denken verboten habe und den Teil des Hirns aktiviert habe der behauptet für Physik zuständig zu sein bin ich zu der Tatsache gekommen das Du Recht hast. Im aller besten Fall werden die 300l Wasser keine zusätzlichen Kosten verursachen, aber in keinem Fall Kosten sparen.

Deine Überlegungen mit meinen Worten ausgedrückt: Die Isolation der GW-AP von der GW-APimGW ist der entscheidende Punkt oder anders herum ausgedrückt die Wärmeverluste über die Außenhülle der GW-AP verursachen die Kosten. Wie Du bereits geschrieben hast werden wir im besten Fall keinen Unterschied merken da es völlig egal ist welche Masse an Wasser in dem isoliertem Raum des GW ist. Der Wärmeverlust über die Außenhülle des GW führt beim aktuellen Wetter zu einem Energiebedarf von 6kWh/Tag. Laut meiner Berechnung ergibt das bei 1300l Wasser 4°C/Tag an Wärmeverlust und bei 1600l wären es 3,25°C und in beiden Fällen benötige ich die selbe Menge Strom um das Wasser wieder auf 23°C zu bringen. Das System wird einfach träger und die Wirkung auf die Wassertemperatur verlangsamt sich.
Das schöne an dieser Überlegung ist, ich werde genau das Praktizieren was ich mir vorgenommen hatte: "Die Füße stillhalten und mit Begeisterung Selbstgespräche führen!" Doof ist nur das Du antwortest und meine Selbstgespräche keine mehr sind und Du zu allem Überfluß auch noch recht hast ;-)

Ich lenke dann mal ganz geschickt vom Thema ab :-)

Das AN-GW ist seit 2 Tagen Gegenstand meiner Neugierde und ich habe den Strombedarf gemessen. Mit der Heizmatte die laut Anzeige 20 Watt zieht und der Lampe mit 20 Watt komme ich auf 350Watt/Tag, die Lampe läuft für 6h und somit läuft die Heizmatte, um die 19°C zu halten, aktuell 6h35min/Tag.

Eine Pflichtübung die Morgen oder am Sonntag ihren Anfang nimmt, ich werde das neue 510l Regenfaß leer ziehen das aktuell noch mit unserem Brunnenwasser gefüllt ist. Ziel ist es den für nächste Woche angesagten Regen aufzufangen und sobald ich ca. 400l beisammen habe kommt die Großreinigung des Sumpftanks in der GW-AP um mal wieder optimale Wasserwerte zu bekommen.
Nach der Reinigung wird die GW-APimGW, so das Wetter mitspielt, nur noch mit Regenwasser aufgefüllt und das schöne daran ist: "Ich muss nur noch einen Schlauch in das Regenfaß geben, ansaugen und los gehts. Bis vor 2 Wochen musste ich das Regenwasser immer aus einem anderen Faß holen und bin wie ein Verwirrter mit der Gießkanne im Garten hin und her gelaufen. Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei.  Bilder kommen dann die Tage.  

Gruß
Stephan


RE: Das 1´ste Jahr - ghost155x - 16.11.2024

Irgendwie ist es doof alt zu werden. Früher habe ich mich einfach gefreut wenn ich recht hatte. Heute sehe ich in dem Zusammenhang immer gleich die Nachteile. Wenn der Tank fertig wäre würde es auch keine Verzögerung geben. Nicht das du mich wieder warten lässt, wie bei deinen Wachteln 😉😅. Seit der Geflügel Ausstellung finde ich das total doof das ich keine habe, nicht das ich mir noch selber welche hole 🙈😅.
Das mit den Selbstgesprächen ist halt so eine Sache. Tec hatte letztens auch schon was in der Richtung geschrieben. Ich habe mir ja ursprünglich mal deinen ganzen Beitrag durchgelesen und fand das, zum lesen, sehr angenehm das da wenig Gespräche vorhanden waren (ich weiß nicht ob ich es mir sonst komplett durchgelesen hätte). Insgesamt ist es aber wirklich frustrierend wenn für die Arbeit die man sich dafür macht kein Feedback kommt. Ich habe halt keine Aquaponic Anlage werde wohl auch (hoffentlich 😅) nie eine haben. Da kann ich halt zu vielen Themen einfach nichts sagen. Wenn es mal um technische oder allgemeine Dinge geht äußere ich mich ja auch gerne. Insgesamt ist es halt halt recht wenig zu dem ich mich äußern kann und unter jeden Beitrag "gut gemacht " schreiben ist irgendwie auch doof 😅.
Ich denke auch das die Dinge die aktuell den Verbrauch senken können wirklich nicht mit einem "Speicher" zu tun haben. Da sind eher so Sachen wie Verluste reduzieren oder andere Energie Quellen nutzen das eigentliche Thema. Ich denke das 300L zusätzlich nicht den "Kohl fett" machen werden und wahrscheinlich bis zum Frühjahr keine 10 Euro extra kosten (wenn überhaupt). Da halte ich deine Berechnungen für durchaus plausibel.
Puh bei dem Wort "ansaugen" kommen gleich eine ganze Menge unschöner Erinnerungen hoch 🙈🤣. Du weißt ja das ich ein großer Freund von Schwerkraft und Schwimmerventilen bin. Gibt es da nicht eine Möglichkeit die Regentonne dauerhaft mit dem System zu verbinden? Das würde den fiesen Teil mit dem ansaugen überflüssig machen und das System immer sofort füllen wenn Wasser vorhanden ist 😉.
Schönen Gruß
Thorsten


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 16.11.2024

Hallo Thorsten,

wie bereits geschrieben, in 2024: "Füße stillhalten!" Das die Anlage gepflegt werden will versteht sich von selber, schließlich soll es Fisch den Tillies gut gehn und das fällt in die Kategorie Hobby. Nicht in diese Kategorie fällt die Möglichkeit die Isolation nach weiter zu verbessern denn das ist, wie Du kurz vor mir festgestellt hast, die einzige Methode weitere Einsparungen zu erzielen. Theoretisch könnte ich die Folie über und um die GW-AP noch Doppellagig ausführen. Ich habe das Holzständerwerk des provisorischen GW des letzten Jahres stehen lassen und es wäre denkbar eine zweite Lage Folie unter den Dachlatten zu spannen, die unten im Bild sichtbare Folie liegt auf den Latten. Sollten wir dauerhaft über der 10kW Marke liegen werde ich vielleicht darüber nachdenken. Übrigens ist der Wärmespeicher in der letzten Woche mangels Sonne von 14°C auf aktuell 12°C abgesunken.

Für den Augenblick bin ich mit dem Erreichten zufrieden. Die neue GW-AP zieht bei doppeltem Wasservolumen vergleichbare Energie wie die alte GW-AP.

Das Faß läuft aktuell leer, anschließend noch mit der Gießkanne ein wenig mehr Wasser herausnehmen und der Schneeregen darf kommen:

   

Der weniger schöne Teil an der Aktion mit dem Faß, der Aushub liegt noch in der Einfahrt, aber kein Problem, im Garten liegen auch noch 2 Anhängerladungen Grünschnitt von den Hecken und die Großreinigungsaktion zum Entsorgen der ganzen Baureste vom GW steht auch noch an.

Im Hintergrund könnt Ihr das Folienmonster, die GW-APimGW erkennen. Neu ist die gesamte Front-Verkleidung inkl. der 1cm Stegplatten. Auch erkennbar ist die Tatsache das ich den Schaltschrank noch nicht installiert habe, aber das gesamt Chaos, das noch beseitigt werden will, sieht man zum Glück nicht. 

Seit letzter Woche sind im AN-GW von den 9 PakChoi die ersten 6 gekeimt. Beim Feldsalat, den Mini- Sonnenblumen u. Mais dauert es scheinbar noch. Abgesehen davon darf man mir nicht alles glauben, die gestern genannten 6,5h Laufzeit der Heizmatte sind Blödsinn, es sind 11,5h.

Gruß
Stephan


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 17.11.2024

Hallo Zusammen,

der Regen ist gekommen und mit dem Regen der Wind und das hat da zu geführt das das Wasser überall gelandet ist, aber nicht im Fass. Das Wasserfass war leer und jetzt nur nicht mehr ganz leer. Es muss eine Ablaufhilfe an den Wasserseier und soll ich Euch was sagen. Ich habe die Füsse stillgehalten. Mit 30% Trefferquote dauert es einfach nur ein wenig länger ;-)

Gruß
Stephan


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 22.11.2024

Hallo Zusammen,

die Trefferquote des Wasserspeiers ist entweder besser als vermutet oder es hat 70% mehr geregnet als ich wahrgenommen habe. Egal, das Fass ist voll und die Großreinigung kann beginnen. Zur Kontrolle des Nutzens werde ich nur den Leitwert messen und hier bekannt geben.
Morgen wird entweder der Grünschnitt oder bei Regen die gesammelten Reste vom GW-Bau entsorgt und theoretisch müsste ich auch noch Holz sägen, bin aber zu der Erkenntnis gelangt das ich das übernächste Woche auch noch verschieben kann.

Im AN-GW ist wie erwartet, nach knappen 14 Tagen, der erste Feldsalat gekeimt, nur die Sonnenblumen und der Mais lassen sich noch bitten. Die nicht in die Blüte geschossenen PakChoi wachsen so vor sich hin. Bei der PakChoi Nachsaat sind einige Töpfchen bzw. Samen nicht gekommen. Für diese Töpchen ist heute schossfester PakChoi-Samen eingetrudelt. Ist zwar ein F1, aber egal. Der bisher gesäte PakChoi war ein Baby PakChoi mit 20-30cm und 30 Tagen bis zur Ernte, der neu soll innerhalb von 60 Tagen bis 50cm hoch werden. Wird natürlich im AN-GW länger dauern, aber 20cm lange Blätter sind immer noch besser als diese pinseligen, in die Blüte geschossenen 10cm Pimfomanen-Pflanzen.

Bei den Drunter-Tomaten hätte ich fast die Samenernte verpasst und musste Tomatenstücke aus dem Kochtopf fischen. Ich habe zwar noch Samen vom letzten Jahr, aber auch hier ist mal wieder die grün-rote Tomate das Leuchtfeuer der doofen Eigenschaften.

Die Wärmematte zieht bei den aktuellen Temperaturen 380W und tuckert somit ca. 19h/Tag. Der Strombedarf für die AP ist je nach Wetter mit 5-9kWh/Tag vollständig vergleichbar mit der alten GW-AP und im Anbetracht der Tatsache das das Wasservolumen verdoppelt ist bin ich zu der Erkenntnis gelangt das die Isolation sehr gut ist und ich zufrieden sein darf. 

Morgen ist die letzte, die Ufo-Pepperoni Ernte und das Verschenken angesagt. Die Pepperoni haben vermutlich einen Wert von 4-6 auf der Scoville-Skala, in jedem Fall viel zu scharf und nicht für unseren Verzehr geeignet. Könnte sein das auch noch 1-2 Snack-Paprika dazu kommen und theoretisch könnte ich auch Orangen-Minze und Zitronenverbene ernten, muss aber nicht sein da wir im Sommer reichlichst eingefahren haben.

Die Minie-Tillies benötigen noch ca. 3-4 Wochen und können dann von der Baby-Station in die KITA umziehen. Schon faszinierend wie schnell die größer werden. Die Halbstarken- und die 500g Tillies fressen seit der Umstellung auf 23°C hervorragend und es macht deutlich mehr Spaß in den Tank zu schauen wenn die nicht auf 21°C slow-motion sind. Echt erstaunlich wie sich die 2°C Temp-Erhöhung bemerkbar gemacht haben, es ist wieder so das der Schwanz den Fisch wedelt und das ist echt witzig.

Sobald die Großreinigung durch ist gibts neue Infos.

Gruß
Stephan

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RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 24.11.2024

Hallo Zusammen,

es gibt Ideen die sind "Gut" und es gibt Menschen die die gute Idee versemmeln. Heute war ich so ein Semmel. Wie angekündigt habe ich die Groß-Reinigung des Pumpensumpfs in Angriff genommen. Wasser abpumpen, mit dem Kehrblech den ganzen Schlamm aus dem Pumpensumpf geholt und ich war echt erstaunt wie vermehrungsfreudig die "Kleinen Sumpfschnecken" in unserem Pumpensumpf sind.

   
Das ist nur ein Bruchteil der Gehäuse. Ich habe den Schlamm samt Gehäusen im Garten verteilt um diversen Stellen zu düngen. In jedem Fall werde ich keine Muschelschalen mehr benötigen, das erledigen die Schneckengehäuse.

   
Als ich dieses Foto vom 500l Regenfass geschossen habe war meine Welt noch in Ordnung. Wie Ihr an dem Feuchtigkeitrand erkennen könnt war das Fass ordentlich voll und als es, wie dargestellt leer war, war der Pumpensumf voll.

Die Temperatur des 4°C kalten Regenwassers habe ich mit 4x10l kochendem Leitungswasser angehoben und bin auf ca. 19°C gekommen. Wie Ihr wisst fehlt mir der 2´te 500Watt Heizstab und selbstverständlich wollte ich keine Tillies on the rocks. In der Zeit die nötig war das Wasser zum Kochen zu bringen habe ich als erstes mal die Paprika geerntet.

     

Und im Anschluß die Ufo Pepperoni einer Kontrolle unterzogen.

   

Das Ergebniss war die sofortige Ernte der reifen Ufos. Ein Ufo war im Überlauf des Ebbe-Flut gelandet und hat dort so ziemlich seine Konsistens verloren. Wäre es unser Ziel gewesen heute Tillies zu essen hätten wir die wahrscheinlich nicht pfeffern müssen bevor wir die in den Backofen geschoben hätten. 6-7 weitere Ufos lagen auf dem Granulat und zwei weitere waren ebenfalls kurz vor der Bruchlandung auf dem Planeten AP. Final warten jetzt 12 schicke Ufos darauf verschenkt zu werden.

Ihr müsst noch ein wenig lesen bis zur versemmelten Idee.

Im Zuge dieser ganzen Aktion habe ich auch mal einen Blick in die Babystation geworfen und kann berichten das es dort in der letzten Zeit keine Ausfälle gegeben hat.

   

Die kleinen Paddelmänner sind schon ordentlich gewachsen und es ist erkennbar welche von den Minie-Tillies beim Eintreffen in unserer AP einen Vorsprung von ca. 2 Wochen hatten.

Der Leitwert des Wassers in der AP war 765µS/cm und deutlich niedriger als ich erwartet hatte. Der Leitwert des Regenwassers im Fass war 105µS/cm und höher als ich gedacht hatte. Grund: Als ich das Fass vorletzte Woche vor dem Regen geleert hatte, habe ich ca. 100l (vergleichbar der auf dem Foto sichtbaren Menge) im Fass belassen und das war unser Brunnenwasser von der Erstbefüllung. Der Leitwert des Brunnenwassers ist 620µS/cm die 105 sind somit die Mischung.

Und jetzt nähern wir uns der versemmelten Idee. 

Bei der Reinigung des Pumpen-Sumpf war für meinen Geschmack viel zuviel Schlamm im Pumpensumpf. Ebenfalls nicht so ganz toll, wenn ich neue Pflanzen in die Hydrokultur des Ebbe-Flut setze ist mir das Granulat aktuell nach 1 Jahr Laufzeit ebenfalls zu matschig. Mit dem Filtersystem im alten Ebbe-Flut hatte ich nach 2 Jahren nur 5cm auf dem Boden des IBC. Aktuell ist das ganze Granulat matschig und ich bezweifele das diese, in den USA bevorzugte Methode, das Ebbe-Flut als Filter zu verwenden und auf einen vorgeschalteten Grobfilter zu verzichten so richtig sinnig ist. Angeblich reicht eine Reinigung des Granulats alle 5 Jahre. Ich möchte nicht wissen wie das bei der Reinigung richt und was den Fischen in den Jahren zugemutet wird.
Um diesem ungefiltertem Zustand ein Ende zu setzen habe ich die "Gut" Idee vom Forumsmitglied "elagricultor" umgesetzt und das Bein einer Strumpfhose an das Ende des Rücklaufs in den Pumpensumpf gepackt. Ziel ist die Grobfilterung des Wassers und ich bin mir sicher das es funktioniert. Voll total gar nicht schlau war meine Methode die Strumpfhose zu befestigen. Ich habe ein 90° Stück in das Bein der Strumpfhose gepackt, den Stoff in den 90° Winkel gekrempelt und diese Konstruktion auf das Rücklaufrohr gesteckt mit dem Ziel eine stabile Befestigung des Strumpfbeins zu erreichen. So eine Strumpfhose ist extrem dehnbar und wenn da erstmal eine Ladung von 2-3 kg Fisch-Ka... drin ist hat die wahrscheinlich ein ordentliches Gewicht und damit die nicht vom Rohr rutscht fand ich die Idee mit der Klemmverbindung "Gut"!
Selbstverständlich habe ich einen Test gemacht, die Pumpe angeworfen und gewartet bis der Fischtank in das Rohr übergelaufen ist und das Ganze ca. 1h ohne Auffälligkeiten beobachtet.
Nach dieser Stunde habe ich mir überlegt das ich das System für den Nachmittag als Konstant-Flow betreiben könnte um bereits  nach dem geplanten Geburstagsbesuch" der 3h dauern sollte, den neuen Leitwert des Systems messen zu können. Gesagt getan! GW-APimGW wieder verriegelt und Richtung Buttercremtorte abgedüst.
Als wir wieder zu Hause waren wollte ich noch kurz die Tillie füttern bevor es zu dunkel wurde. Beim Füttern habe ich mich über den sehr hohen Wasserstand im Fischtank gewundert und die schmatzenden Geräusche der Pumpe im Sumpf hörten sich in keinster Weise gesund an. Waren sie auch nicht, denn der Pumpensumpf war leer und die Schmatzgeräusche beruhten auf der tatsache das die Pumpe Luft gezogen hat.
Das erste Auffüllen des Pumpensumpf war leicht, Schlauch in das 500l Regenfass gesteckt, angesaugt und nach 5min. war das Fass leer und der Pumpensumpf voll. Das zweite Auffüllen habe ich wieder mit guter alter Laufarbeit erledigt und unser 200l Regenfass auf der anderen Seite des Gartens mit der Gießkanne geleert. Wieder 4x 10l Wasser zum Kochen gebracht um das neue Regenwasser ebenfalls wieder auf 19°C zu bringen. In jedem Fall war die Reinigungsaktion heute sehr umfangreich und ich weis ungeplanter Weise das das Regenwasser aus dem 200l Fass einen Leitwert von 24µS/cm hat.

Was war passiert? 

Das in den 90° Winkel gekrempelte Ende der Strumphose hatte sich mit Fisch-Ka.... vollgesogen und einmal mehr ist bewiesen das Fisch-Ka... alles verkleppt und das sogar bei einer Wassersäule von höher 1m in dem Rohr. Dadurch hat es einen Rückstau gegeben und der Fischtank ist übergelaufen. Erschwerend war die Idee das System für den Nachmittag als Konstant-Flow zu betreiben da so deutlich mehr Wasser überlaufen konnte. Glück im Unglück war die Verfügbarkeit der 200l Regenwassers.

Wie immer im Leben soll man(n) nicht nur das negative sehen. 

Der Positive Nebeneffekt ist der Umstand das der 600l Wärmespeicher unter der GW-APimGW von heute morgen 10°C auf heute Abend 15,7°C, durch den Wasserverlust der 400l Systemwasser mit 23°C, aufgeheizt wurde.
Die Tillies baden jetzt in reinstem Regenwasser, finden das allerdings total doof. Bereits nach dem ersten Austausch des Wassers haben die deutlich stärker geatmet. Wahrscheinlich war das eine Reflex aufgrund des anderen Geschmacks des Wassers und der leicht abgesenkten Temperatur. Ich konnte den Tillies immerhin und ohne Probleme helfen in dem ich 6 Eßlöffel Dolomitkalk in den Pumpensumpf gegeben habe. Nach ca. 30min., während ich die Papprika und Ufos geerntet hatte, war das große Jappsen der Tillies erledigt. 

Der neue PakChoi, übrigens doch kein F1, ist ausgesät und im Ebbe-Flut steckt jetzt die Wurzel einer Stange Porree und eine kleine Rübe vom Rübenacker neben an die bei der Erntemaschine durchs Raster gefallen ist. Ich erkenne eine Steckrübe sehr genau wenn ein Schild im Gemüseladen ist auf dem Steckrübe steht. Keine Ahnung was das für eine Sorte ist, steckte kein Schild am Acker. Am wahrscheinlichsen eine Futterrübe und wenn es eine Steck- oder Zuckerrübe ist werde ich das nicht herausfinden da ich nicht versehentlich Futterrübeneintopf essen möchte.

Soweit mein High-Ligth des heutigen Tages. Ich werde, sobald ich diesen Post hochgeladen habe, einen Kontrollgang machen und schauen ob die Strumpfhose noch an Ort und Stelle ist, mir den Füllstand des Systems sehr genau anschauen und falls dem so ist, nach diesem ganzen Stress beruhigt den Abend genießen.

Fazit: Fisch-Kacke verklebt alles. Oder ganz schlau ausgedrückt: "Der proof of Konzept about klebrige Fish-Kacke is given!"

Gruß
Stephan


RE: Das 1´ste Jahr - Stephan - 25.11.2024

Hallo Zusammen,

ich hatte einen entspannten Abend bzw. andersherum. Die zweite Lösung zur Befestigung des Strumpfs hat funktioniert. Glücklicherweise habe ich diese Strumpfhose in ihren ersten Leben nicht in einem dermaßen gedehnt Zustand gesehen ;-) aber in der AP ist das in Ordnung.

       

Vorhin habe ich die Konstruktion nochmals geprüft und da die Strumpfhose aus Dehn 60 ist und in ihrem ersten Leben die Beine einer Frau mit 1,8m größe bekleidet hat ist der untere Teil bereits auf dem Boden des Sumpftanks angekommen und kann sich dort abstützen. Der obere Teil ist noch ziemlich entspannt und es sollte noch eine ordentliche Ladung verstaut werden können.
In jedem Fall haben die "Kleinen Sumpschnecken" dem Anschein nach einen neuen Lieblingsort gefunden und es ist erkennbar das die Reinigungsaktion den Bestand nicht nennenswert gefährdet hat.

@Konstantin: Wie oft muss ich das Ding reinigen? Aktuell sind es 11 Tillies mit knapp über 500g und 9 Halbstarke. Wie Du gesehen hast kommen die Minies noch nicht in die Wertung.

Der Leitwert ist auf 540µS/cm gesunken und da ab dem nächsten Regen (völlig überraschend sind beide Regen-Fässer leer) nur noch Regenwasser in die AP kommt, komme ich problemlos ohne den Plan B) den Teilwasserwechsel über den Winter.

Aktuell bin ich am überlegen ob ich den Regenwurm-Reaktor wirklich realisieren will. Absolut sicher ist die der Fakt das der Krebstank des selber geschweißten Becken das Ventil des IBC erhalten wird und schräg nach vorne angestellt wird so das sich die Feststoffe vor dem Ventil sammeln und durch ein kurzes öffnen herausspülen lassen. Ich muss nur sicherstellen das ich anschließend keine ventillierten Krebs im Eimer habe die im Eimer sind. Die sollen in den Topf und das klappt nicht wenn die im Eimer sind.
Wahrscheinlich werde ich der Regel gehorchen: "Das Eine tun und das Andere nicht lassen!" In dem Zusammenhang werde ich mich zum Thema Hamburger Matten-Filter einlesen. Ich bin bekennend "Faul!" und irgendwie hört sich der Matten-Filter so an als könnte ich es vermeiden verpampte Hydrokultur zu waschen um dann anschließen die Regenwürmer einzelnd einzusammeln damit die nach der stinkigen Reinigungs-Aktion wieder in ihrer Heimat landen. Eine Prämie, für sachdienliche Hinweise, werde ich nicht ausloben, sinnige Internet-Links zum Aufbau und der Funktion eines "Hamburger Matten-Filter" würde ich dankbar entgegen nehmen und hier im Forum in meiner Link-Sammlung erfassen. Irgendwie kommt mir gerade das Schlagwort "Altwasser Aquarium" in den Sinn, mal schauen was die Suchfunktion hier im Forum ausspuckt.

Die nächste Meldung kommt wenn die Rübsen sprießen oder mir etwas spektakuläreres und berichtenswertes passiert. Könnte auch sein das ich Lust habe dummes Zeug zu schreiben und schauen werde ob noch die mentale Kraft von "Kurz und Dick" und dem "Großen Grauen" in unserem Fischtank gegenwärtig ist, schließlich endet der Kampf gegen das "Es" das "Upps" nie.

Gruß
Stephan