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RE: Kompostheizung - nanayaw - 05.05.2011

Hi Dom

Nach meinen Erfahrungen bisher, würde ich min. 50% Sägemehl dazu geben und das ganze vorher sehr, sehr gut wässern.
Ich hatte zuerst zu wenig Sägemehl so dass der Prozess nicht richtig in die Gänge kam, bei der 2. Füllung stieg die Tempertur in ca. 1 Woche auf 55°C. Da ich dann auch das Problem mit zu schwacher Pumpe hatte und zuerst dachte dass der Schlauch abgeknickt ist, hatte ich den Kompost wieder geöffnet und dann den Schlauch neu eingelegt, dadurch ist aber die Temperatur stetig gefallen.

Werde wenn ich Zeit habe nochmal einen Versuch machen.

Outdoor ist es auf jeden Fall zu empfehlen, da man eine größere Menge ansetzen kann.
Indoor geht auch und muffelt auch nicht wenn es wie oben beschrieben aufgebaut wird.

Der Vorschlag Kompostbeschleuniger und 1 L Pflanzenöl ist super, dann geht es schneller ab.

Gruss

nanayaw


RE: Kompostheizung - Tilapiator - 03.06.2011

Als Alternative zum Holzhackschnitzel müsste eigentlich auch Rindenmulch funktionieren. Das Zeug ist extrem billig - glaube so um die 2 Euro für 50 Liter - und überall zu kaufen.


RE: Kompostheizung - DomWeb - 03.06.2011

Bist du sicher das es damit geht?


RE: Kompostheizung - Tilapiator - 03.06.2011

Nö, sicher bin ich mir nicht, ich habe es auch noch nicht ausprobiert. Aber Rindemulch ist noch nicht kompostierte Baumrinde. Der Kompostierungsvorgang dauert ca. 2 - 3 Jahre. Mischt man das Zeug also mit Sägespänen, kippt nen Liter Pflanzenöl rein und hilft mit einem Kompoststarter nach, müsste es eigentlich funktionieren. Rein theoretisch:angel:


RE: Kompostheizung - nanayaw - 22.08.2012

Hallo Zusammen,

Hatte vor einiger Zeit den Beitrag gestartet, bin aber beruflich nicht mehr wirklich dazu gekommen.

> Wichtig ist die Ermittlung der Kompostmenge die benötigt wird ggf. 2-4 seperat gestartete "Mailier"
> Füllung bin mit Sägemehl und Hackschnitzel gut gefahren, Starter hinzu und Speiseöl obendrauf und los gehts.

Es wird funktionieren nur ist es Zeitintensiv dies zu testen und den besten Weg zu finden, naja Platz brauch man auch. Hatte ich nicht.

Ich hoffe dass sich irgendwann jemand daran macht, ich würde hierzu auch meine Peripherie (200l Tonne mit Komposteinsatz, Schlauch mit Wärmeübertragschliefe im Becken und Temperaturschaltung plus Pumpe gratis dazu geben) aber nur für ERNST gemeinte Interessenten.

Gruß

Nanayaw


RE: Kompostheizung - nanayaw - 18.08.2013

Hi

ich möchte noch weitere Informationen hinzufügen,

Nach dem Öffnen und Entleeren der Kompost Tonne ergab sich folgendes Ergebnis::

> im Inneren war das Kompostgut (Sägespäne / Hackschnitzel) gut zersetzt
> oben (ca. 7 cm) war die Zersetzung nicht so Fortgeschritten.

Fazit:
> Die Wahl der Kompostiermischung ist okay

Empfehlung:
> Für eine Beheizung des Fischtanks mit ca. 200l Inhalt, schätze ich dass ca. 600l Kompostmenge benötigt wird, eventuell sogar mehr.
> Was im Auge behalten werden sollte, ist dass der Kompost feucht bleibt
> Überwachung der Temperatur bezüglich Temperatur abfuhr, da dies die Kompostierung maßgeblich beeinflusst.

Ich hoffe immer noch dass sich jemand an das Thema macht, da es funktioniert.

Gruß

Nanayaw


RE: Kompostheizung - Bugsi - 05.11.2013

Hi,

etwas ähnliches werde ich dieses Jahr noch ausprobieren. In unserem Gewächshaus wollte ich eine Kompostheizung anlegen, dies habe ich aber verworfen nachdem meine Schwester mir geraten hat, doch einfach Pferdemist dort reinzulegen. Pferdemist wird auch Heizermist genannt, erzeugt hohe temperaturen und kann den Raum erhitzen. Hierzu habe ich gelesen, daß Leute damit 18 Grad Temperaturunterschied zwischen Gewächshaus und draußen erreicht haben.

Der Mist kann dann noch ein Jahr verrottet werden und dann als Hochwertiger Humus verwendet werden.

Eine weitere Idee von mir war, den Kompost hinter dem Gewächshaus zu nutzen, um das Gewächshaus zu belüften. Ein Rohr im Sommer vom Gewächshaus durch den Kompost geführt mit einem Knick von 90 Grad nach oben sollte durch die Erwärmung im inneren des Kompostes für einen Schornsteineffekt sorgen und Warme Luft aus dem Gewächshaus absaugen. Dadurch könnte man eine gewisse temperaturregelung erreichen, zusätzlich zu automatischen Fensterhebern.

Beide Ideen habe ich noch nicht umgesetzt, wollte sie einfach mal an dieser Stelle in den Raum werfen :)

Gruss,

Bugs


RE: Kompostheizung - marc - 22.12.2014

hallo

mich würde interessieren ob jetzt jemand mit diesem System erfolg hatte???
ich glaube das es nicht so einfach ist. man bräuchte sicher rießige kompostbehälter und das material müsste sicher auf einmal eingefüllt werden. was ich weiß dauert die heißrotte nur kurze zeit und dann übernehmen andere Lebewesen die Kompostierung. außerdem wird sicher die heißrotte durch den Wärmeaustausch gestört weil ja der Kompost gekühlt wird


RE: Kompostheizung - Albert - 23.12.2014

Hallo zusammen,
Beispiel eines Biomeilers.


RE: Kompostheizung - Komposttee - 17.01.2015

man darf aber schon unterscheiden zwischen den großen Biomeilern welche dafür gebaut werden um über eine Wasserleitung kaltes Wasser in dem Biomeiler auf Temperatur zu bringen und dann zu nutzen.
Bei einem kleinen Biomeiler in dem das Wasser, so wie ich es mir Vorstelle, in einem kleinen Kreislauf aufgewärmt als Heizung benutzt und dann mit einer gewissen Restwärme dem Biomeiler wieder zurückgeführt wird. Der kleine Biomeiler sollte dann aber auch mit Materialien befüllt sein welche eine langer Verweildauer haben, wie halt Rindenmulch. Das Wasser in der Leitung muss auch nicht auf 70 Grad aufgewärmt werden, es reichen hier Temperaturen bis max 55 Grad. Verluste treten eh immer auf und lassen sich selten vermeiden.


RE: Kompostheizung - Komposttee - 21.01.2015

für einen Indoorbetrieb habe ich passende Schläuche gefunden. Von innen 1mm bis 8mm.
Silicon-Schläuche, transparent, Härte: 55 Shore A, temperaturbeständig von -60 bis +180°C, kurzfristig bis +260°C.

25m kosten 30€


RE: Kompostheizung - joe-ponix - 14.09.2015

Ich gebe gerne ein paar Tipps zur Volumenkalkulation einer solchen Anlage.

Angenommen es gibt zwei Kreisläufe
ein Heizkreislauf "Biomeiler - Heizboiler"
und einen Fischkreislauf "Heizboiler - Fischtank"

Mit 2-Thermostatsteuerungen ist es natürlich deluxe
(auch um Biomeiler zu kontrollieren)

Zunächst Wärmebedarf des Fischtanks:
Bedarf Wärme = Volumen m³ x dichte Wasser kg/m³ x Wärmekapazität kj/(kg*K) * Temperaturdifferenz K (soll-ist).
Wärmeverluste der Tanks sollten ebenfalls kalkuliert werden.

Wärmebedarf des Fischtanks muss über Boiler getätigt werden.
Wärmeübergang: Wärmeübergangskoeffizient * Austauschfläche * Temp.Differenz
Dabei ist die Durchstromgeschwindigkeit nicht zu vernachlässigen. Austauschfläche und Tdifferenz dürfen nicht zu klein sein, ansonsten funktioniert das nicht gut.

Würde den Boiler auf Mindestens 40-45°C fahren, wenn ein Fischtank auf 20-25°C gehalten werden muss - somit ist Tdiff. für Wärmeaustausch ca. 20K und die Pumpe transportiert tatsächlich die Wärme effizient in den Fischtank.

Das Volumen des Boilers darf nicht zu klein sein, ansonsten hat man wieder das Problem, dass der Boiler bei Hysterie zu langsam nachheizt und gleichzeitig der Biomeilerkurzzeitig ausgekühlt wird. Der Biomeiler läuft zwischen 3-7 wochen auf 70°C und danach in der 8-14 Woche ca. auf 45 °C wenn kontinuierlich Substrat nachgegeben wird, jedenfalls meine ich das so gelesen zu haben. Auf Schwankungen von mehr als 5 K in kurzer Zeit kommen Bakterienkulturen meist nicht klar. Man sollte Biokulturen immer nur sehr langsamen T-Schwankungen aussetzen. Wenn man diese Werte einigermaßen überschlagen hat, dann berechnet man einfach über kg * Heizwert/kgSubstrat (in der Gährung)/ Dichte des Substrates das nötige Volumen aus, um die erforderliche Wärme zu erzeugen.

Oft ist das problem, dass man keinerlei kontinuerliche Temperaturaufzeichnungen zur Hand hat, sodass dieses alles wirklich nur sehr grobe Kalkulationen sind, die sich nur auf ideale Modelle stützen. Wenn man eine Aquaponik-Anlage schon einmal Temperatur-dokumentiert hat, so sind diese Berechnungen schon weitaus genauer - insbesondere Wärmeverluste der Anlage fallen hierbei vollkommen unter den Tisch. Die Realität kann man immer nur am Standort selber feststellen.


RE: Kompostheizung - kultex - 01.04.2016

nachdem sich ja schon einige zu diesem Thema gedanken gemacht haben, wollte ich mal meine Ideen vorstellen und Eure Gedanken dazu hören.

Steuerung sollte ja relativ leicht mittels Raspberry Pi zu verwirklichen sein

http://www.einplatinencomputer.com/raspberry-pi-433-mhz-funksteckdose-schalten/

http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-tutorial-pilight-433mhz-funksteckdosen-funkdimmer-und-mehr-schalten-und-darstellen

Ich will direkt das Fischwasser heizen - d.h. man braucht wahrscheinlich noch einen Drei Wege Mischer mit Stellmotor wie diesen http://www.heimbaucenter.de/markt/NEHS-Stellmotor-MP-15/2-PS - aber vielleicht gibts ja was einfacheres, damit das Einlaufwasser max. 25 - 30 Grad hat.

Der Biomeiler soll ca. 7 m³ haben und ich möchte im Winter mein geplantes Störbecken 1000 l im Glashaus auf 10° - 14° halten - Das Glashaus bau ich mit Doppelglasscheiben - hat daher einen besseren K-Wert als normale Glashäuser..


RE: Kompostheizung - rodemkay - 03.04.2016

Letztlich muss man sich Gedanken über die Pumpe machen, denn bei einem drucklosen System läuft je nach Standort schnell mal das PE Rohr leer.

Würde mir da aber bezüglich des Einlaufwassers nicht solche Sorgen machen, Ansonsten den Einlauf bis zu 2m ins Becken/Tank reichen lassen, dann kühlt es sich bis zum Austritt schnell genug wieder ab.


RE: Kompostheizung - kultex - 04.04.2016

also bei den Pumpen hab ich an die gedacht....

http://www.maschinen-werkzeug-shop.de/Flojet-RLF122201D

finde ich jetzt vom Verbrauch her akzeptabel - natürlich ein Filter vor der Pumpe

z.B. so was wie der hier - http://www.ebay.at/itm/WISY-Schwimmender-Ansaug-Filter-SAGF-Frei-Haus-/250539977210?pt=DE_Haus_Garten_Garten_Bew

und "Einlauf bis zu 2m ins Becken/Tank reichen lassen" ist eine super Idee - vor allem, wenn der dann noch kleine Löcher hat, dann mischt sich das noch leichter...