Der Abstract liest sich tatsächlich ganz interessant, aber sobald man zur ersten Tabelle gelangt, fällt auf, dass es sich um eine methodisch zumindest zweifelhafte Studie handelt.
Die Erklärung, dass die erhöhte Mortalität auf Behandlungsfehler zurückzuführen sei, mag zwar in gewissem Sinne zutreffen, aber was in der Studie verglichen werden müsste, wäre die produzierte (verkäufliche) Gesamtbiomasse und da muss man verstorbene Tiere als negative Biomasse führen (was eigentlich auch üblich ist). D.h. um überhaupt irgendwelche Aussagen treffen zu können, wären sehr viel mehr Kontrollgruppen vonnöten gewesen. Es ist leider ein weitverbreitetes Merkmal von Studien zur Tilapiazucht, dass meist mehrere %-Wert als Zusatzfütterung getestet werden, aber jeweils nur mit einer Kohorte. Zusätzlich habe ich noch keine Ergebnisse gesehen, in denen mal der gesamte Mastzyklus ab fry/fingerling untersucht worden wäre.
Hier in der Studie wurde ein durchschnittliches Schlachtgewicht von 107 g erreicht. Es kann also nur über einen recht kurzen Zeitraum zugefüttert worden sein. Das Gewicht ist zwar in einigen afrikanischen Ländern durchaus ein übliches Schlachtgewicht für Tilapien, aber von solch einer zeitweiligen Zufütterung (und nur minimaler Vergleichbarkeit, wegen zu weniger Kontrollgruppen) auf die Möglichkeit zur Verwendung bis zu einem Schlachtgewicht von 400 g zu schließen, wie die Autoren es hier tun, halte ich für mutig.
Ich möchte mit meinem Kommentar natürlich nicht die Vorteile, welche die Pflanze eventuell haben könnte, wegdiskutieren. Es handelt sich da um weit verbreitete methodische Mängel, die natürlich nicht dagegen sprechen, dass die Pflanze verwendet werden kann. (nur haben sie das in der Studie nicht überzeugend belegen können)
Die Erklärung, dass die erhöhte Mortalität auf Behandlungsfehler zurückzuführen sei, mag zwar in gewissem Sinne zutreffen, aber was in der Studie verglichen werden müsste, wäre die produzierte (verkäufliche) Gesamtbiomasse und da muss man verstorbene Tiere als negative Biomasse führen (was eigentlich auch üblich ist). D.h. um überhaupt irgendwelche Aussagen treffen zu können, wären sehr viel mehr Kontrollgruppen vonnöten gewesen. Es ist leider ein weitverbreitetes Merkmal von Studien zur Tilapiazucht, dass meist mehrere %-Wert als Zusatzfütterung getestet werden, aber jeweils nur mit einer Kohorte. Zusätzlich habe ich noch keine Ergebnisse gesehen, in denen mal der gesamte Mastzyklus ab fry/fingerling untersucht worden wäre.
Hier in der Studie wurde ein durchschnittliches Schlachtgewicht von 107 g erreicht. Es kann also nur über einen recht kurzen Zeitraum zugefüttert worden sein. Das Gewicht ist zwar in einigen afrikanischen Ländern durchaus ein übliches Schlachtgewicht für Tilapien, aber von solch einer zeitweiligen Zufütterung (und nur minimaler Vergleichbarkeit, wegen zu weniger Kontrollgruppen) auf die Möglichkeit zur Verwendung bis zu einem Schlachtgewicht von 400 g zu schließen, wie die Autoren es hier tun, halte ich für mutig.
Ich möchte mit meinem Kommentar natürlich nicht die Vorteile, welche die Pflanze eventuell haben könnte, wegdiskutieren. Es handelt sich da um weit verbreitete methodische Mängel, die natürlich nicht dagegen sprechen, dass die Pflanze verwendet werden kann. (nur haben sie das in der Studie nicht überzeugend belegen können)