Ich bin seit 2019 hier angemeldet, also nicht mehr ganz sooo frisch. Ich habe enorm viel aufzuholen! Junge, Junge – ich bin froh, dass es das Forum noch gibt.
Hier gelandet bin ich, nachdem ein großes AP-Projekt mit dem EWB aus Karlsruhe leider nicht umgesetzt werden konnte. Hier das Projekt, an dem ich mitgewirkt habe, da keine URL: -> EWB-Karlsruhe / Lankaponics (unter der Kategorie Sri Lanka)
Ich war vorher Mitglied im famosen AP-Verein Deutschland, der sich leider ziemlich schnell wieder aufgelöst hat …
Zu meiner AP-Vergangenheit:
2009 war ich für ein Jahr in Australien. Dort habe ich einen Biologen kennengelernt und mehrere Monate als Couchsurfer mit ihm zusammen gewohnt.
Dieser Typ hatte eine unglaubliche Begeisterung für alles, was wächst und gedeiht. Er hatte eine kleine (aber keineswegs rudimentäre) Anlage in einem alten Pool gebaut.
Das System befand sich in einem zu 90 % leeren Pool und bestand aus ein paar NFT-Röhren, die kontinuierlich durch eine Pumpe bewässert wurden. Das Geniale an dem System war, dass Enten, Gänse, Fische und Flusskrebse in der verbliebenen „Lache“ lebten.
Das war meine erste Erfahrung mit AP. Und wenn man sich die Systeme anschaut, die wir hier so kennen, war das eine der ganzheitlichsten Anlagen, die ich je gesehen habe. Mit minimalem technischem Aufwand hat er Unmengen an Tomaten, Gurken und Salat produziert.
Das alles – gepaart mit seiner unbändigen Begeisterung – hat mich komplett infiziert.
Nach meiner Rückkehr aus Australien habe ich mein Abitur nachgeholt, um Biologie (oder etwas in die Richtung) studieren zu können.
Schlussendlich habe ich Umweltwissenschaften in Landau studiert – mit dem Ziel, so viel wie möglich über bzw. für AP zu lernen. Ich habe mich auf aquatische Ökosysteme spezialisiert und alles mitgenommen, was ging. Parallel habe ich mit Freunden und Gleichgesinnten erste Anlagen gebaut und eigene Erfahrungen gesammelt.
Beim großen Projekt mit dem EWB konnte ich mein Wissen zumindest teilweise in die Praxis umsetzen.
Während meines Studiums habe ich außerdem in Aquakulturen, an der Iffezheimer Fischtreppe und in verschiedenen aquatisch geprägten Projekten mitgearbeitet.
Dann kam Corona – und als Student war das finanziell und organisatorisch eine echt harte Zeit. Das hat ja jeder miterlebt...
Ich habe mehrere Gründungsversuche gestartet, die meist an Platzmangel, Geldmangel – und ein bisschen an eigener Naivität – gescheitert sind. Die Begeisterung hat mich aber nie verlassen.
Inzwischen habe ich etwas Zeit und Kapital, eine kleine Anlage (Bilder folgen, sobald sie nach dem Umbau und Winter mal läuft) und große Pläne und Ideen für zukünftige AP-Systeme 😉
Ich sehe AP als integralen Bestandteil der zukünftigen Versorgungssicherheit in Deutschland. Kaum ein System liefert so umwelt- und ressourcenschonend gesunde und nachhaltige Proteine wie Aquaponik.
Bei Fragen zu meinen Erfahrungen oder sonstigem bin ich mir nie für eine Antwort zu schade. Außerdem habe ich eine recht umfangreiche – wenn auch mittlerweile vielleicht etwas veraltete – Sammlung an Papers, Berichten etc. über AP, die ich gerne teile.
Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Gleichgesinnten!
Ich bin quasi durch Zufall in das Thema AP gestolpert.
Projekt 1:
Wir haben einen alten Schwimmteich, der nicht mehr genutzt wird.
Bis 1,5m tief
Rund 64m²
Ca. 80.000l
Pflanzen unterschiedlicher Art auf der Hälfte der Fläche in verschiedenen Tiefen etabliert (1 Hälfte war Schwimmbereich die ander Pflanzen Bereich).
Nun was soll man damit machen?! - Habe mich etwas eingelesen und beschlossen hier Schleie zu setzen. (100 Stück- 7cm Fische)
Im Idealfall sollen diese einen sich selbsterhaltenen/vermehrenden Bestand begründen.
In 3 Jahren würde ich dann einen Barsch dazu setzen, um die Anzahl von Nachkommen zu regulieren.
Und entsprechend mit dem beangeln beginnen.
Ziel ist es hier mit wenig Aufwand , nachhaltig Fisch für den eigenen Teller zu produzieren.
Wir essen gerne Fisch.
Der Einkauf von Lachs und Co. wiederstrebt mir zu Sehens.
Nun ist noch die Frage ob ich eine kleine Anzahl Karpfen und/oder Karausche dazu setze.
Projekt 2 (Zukunft, noch nicht gestartet)
Durch Projekt 1 bin ich auf AP gestoßen.
Ich habe einen 60m² Kellerraum über. Zur Südseite hat dieser auch ein Fenster von ca. 2m Länge × 0,4m Höhe. Also Licht ist da, aber nicht übermäßig.
Im Sommer kühl 16 bis selten 18°C, im Winter warm ca. 10°C.
Ich würde das Becken nicht heizen wollen. Das ganze soll mit wenig Aufwand von Energie und Manpower betrieben werden.
Welche Kaltwasserfische kann man hier sinnvoll in welcher Beckengröße halten? (Nur Eigenversorgung 4 Personenhaushalt, und wir leben auf dem Land, große. Garten, Hühner, Schafe usw. vorhanden)
Welche Fische kann man günstig und einfach Füttern (z.b. mit Weizen) ohne teures Spezialfutter. ( beim Spezialfutter geht es nicht nur um den Preis, sondern auch die Herkunft. Dann kann ich ja gleich weiter Lachs im Supermarkt kaufen;-) )
Es können gerne auch nicht die klassischen Forellen sein. Karausche? Schleie? Weitere?
Welche Pflanzen baut man im Beet am besten an?
Was macht man im Winter ?
(Die Pflanzen können auch als Viehfutter dienen, wenn sie das Wasser dafür schön sauber halten)
Meine Tilapias sind seit einigen Wochen im Keller ( Fitnessraum ).
Aber irgendwie riecht es nach kurzer Zeit nach Fisch ( wie im Fischladen früher ),die Wasserwerte sind normal.
Es sind 2 Regentonnen mit je 300 Liter für 31 Tilapias, eine Membranpumpe in nur einem Behälter und der Teichfilter der vorher auch am IBContainer arbeitete.
ein neues und spannendes Projekt für Alle die mit machen möchten: Die Bioponic Challange hat das Ziel in einem Hydro-Tower nur Bio-Dünger zu verwenden und jeder der Lust hat kann sich gerne der Challange hier im Forum anschließen. In einer Welt in der die natürlichen Ressourcen immer schneller verbraucht werden haben Thorsten und ich darauf verständigt bei der Challange für uns Beide verschärfte Regeln anzuwenden. Bei Thorsten und mir muss der Dünger aus verfügbaren Ressourcen selber hergestellt sein. Thorsten wird vorraussichtlich versuchen seinen Tower mit dem Mist seiner eigenen Hühner zu betreiben. Ich werde als Hauptdünger den Kompostsaft (auch bekannt als Regenwurmtee) unserer Komposttonne verwenden und das ganze mit Brenneseljauche und Asche ergänzen.
Die minimal Regeln auf die Thorsten und ich uns geeinigt haben sollen vor allendingen dazu führen das wir Alle Spaß haben. Die Regeln werde ich weiter unten in diesem Thema kurz berschreiben und noch das eine oder andere Wort zu unserer Motivation ergänzen.
Wer sind wir:
Thorsten alias "ghost155" ist zwar hier im Forum angemeldet wird seine Posts allerdings überwiegend im Chilli-Forum veröffentlichen. Thorsten ist Chilli-Fan und baut seine Chillies in Kratky-Töpfen bzw. verschiedensten hydroponischen Systemen an. Er hat ebenfalls ein Ebbe-Flut Beet in Hydro- bzw. Bioponic und andere Anbauformen für seine Chilli. Seine gesamten Systeme laufen mit Düngerlösung. Wegen seiner Chilli-Liebe bleibt er mit seinen Posts im Chilli-Forum. Stephan alias "Stephan" das bin ich und ich möchte gerne hier im AP-Forum bleiben. Im Rahmen diese Challange werde ich allerdings in dem Bio-Tower ausdrücklich auf die Nutzung von AP-Wasser und Fischkacke verzichten. Warum werde ich weiter unten noch ausführlich begründen.
Organisatorisch: Um die beiden Foren zusammen zu führen habt Ihr hier: https://chiliforum.hot-pain.de/threads/w...uen.44944/ schon mal den Link zum Chilli-Forum und könnt gerne querlesen. Thorsten war ein wenig schneller als ich und hat seinen Post schon gestartet. Thorsten wird wiederum im Chilli-Forum einen Link auf diesen Artikell einfügen und die Nutzer des Chilli-Forums können hier querlesen. Das mag am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sein wenn ich hier Antworten schreibe die eine Reaktion auf einen Artikell im Chill-Forum sind oder umgekehrt. Ich werde dann jeweils den Link und den # aus dem Chilli-Forum angeben auf den ich antworte. Die Idee ist eh ein wenig schräg und da kommt es auf eine weitere Schräge nicht an.
Die Idee stammt von Thorsten und er hat mich vor 2-3 Wochen angespochen was ich von der Idee halte. Ich war schon irgendwie auf diesem Pfad unterwegs und von daher, wie Ihr vermutet sofort begeistert, schließlich habe ich in unserer AP schon einige Versuche gestartet durch die Zugabe von Bio-Dünger das Pflanzenwachstum, unter Berücksichtigung des Fischwohl, zu fördern. Hier findet Ihr die gesammelten Infos der letzten Jahre: https://aquaponik-forum.de/Thread-Duenge...-AP?page=1
Die minimal Regeln:
1) Die Anbauffläche für das Gemüse bzw. für den Tower ist 0,5m2. Es ist in Ordnung wenn das Gemüse in der Saison durch sein Wachstum etwas mehr Platz als 0,5m2 bekommt. Diese eingeschränkte Grundfläche soll es ermöglichen das auch Teilnehmer mit sehr wenig verfügbarem Platz an dieser Challange teilnehmen können. Die Fläche bzw. der Platzbedarf für die Herstellung des Düngers wird nicht berücksichtigt.
2) Nutzung eines Tomaten-GW: Falls es Teilnehmer gibt die Eins (für den Balkon o. Garten) benötigen ist das völlig in Ordnung. Die 0,5m2 basieren auf der Grundfläche von solch einem Tomaten-GW mit 1m Breite und 0,5m Tiefe. In der Höhe haben wir keine Begrenzung.
3) Gekaufter Bio-Dünger und Phosphor-Säure: Sind erlaubt aber Thorsten und ich werden ausdrücklich, im Sinn der Nachhaltigkeit, auf den gekauften Dünger verzichten und nur selber hergestellten Bio-Dünger verwenden. Ich verzichte ausdrücklich auf die Nutzung von AP-Wasser und Fischkacke aus der AP und werde als Basis nur Regen- o. Brunnenwasser nutzen.
Die Phosphorsäure wird in Hodroponik-Systemen ab und zu für die Regulierung des pH-Wertes der Düngerlösung verwendet, insbesondere wenn das genutzte Gießwasser sehr alkalisch ist. Der gekaufte Bio-Dünger wiederum soll es Teilnehmern, die keinen Garten oder keine Idee zur Herstellung von Bio-Dünger haben, ermöglichen an der Challange teilzunehmen.
4) Drunter-Tomate: Thorsten und ich versuchen mit dem Vergleich der selben Tomatensorte eine Vergleichbarkeit zu erreichen. Falls einer von Euch die Samen haben möchte werde ich sie gerne per Post schicken. Adressen nur über PN direkt an mich oder falls Ihr im Chilli-Forum Eure Heimat habt an Thorsten zur Weiterleitung. Für uns alle gilt: "Die Adressen dürfen nicht veröffentlicht werden!"
Drunter-Tomaten ist meine Wortschöpfung. Bei Drunter-Tomaten handelt es sich um schwarz-rote Tomaten-Pflanzen die max. 50-60cm hoch werden. Ich pflanze die in der AP unter die normel Tomaten mit einer Wuchshöhe von 1,6m bis 3m. Für einen Tower wären Tomaten mit 3m vielleicht ein wenig üppig.
5)Die Challange findet in 2026 statt. Selbstverständlich können z.B. Chilli mit sehr langer Anzucht-Zeit schon in 2025 an den Start gebracht werden. Ich werde im Januar einen Frühstart mit Salat und Löwenzahn (als Salat-Gemüse) versuchen. Ich habe natürlich den Vorteil der Warm-AP und der kostenlosen 600L PV-Fußbodenheizung im GW. (Erkläre ich weiter unten in diesem Post.)
6)Sieger: Über Abstimmung im Forum sobald bei einem Teilnehmer das Wetter (Frost) nicht mehr mitspielt. Es kommt nicht auf den erreichten Ertrag an. Ziel der Challange ist es Spaß zu haben und von den Anderen zu lernen. Wenn ich z. B. mit meinem Kompostsaft eine Bauchlandung hinlege braucht Keiner mehr den selben Versuch zu starten.
7) Es gibt keine System-Vorraussetzungen an den Aufbau und die Technik des Bio-Towers. Hydro- bzw. Pflanz-Tower kaufen ist ebenfalls in Ordnung.
Mit meiner Warm-AP im GW habe ich eine indirekte Heizung und das ist nur so halb ökologisch. Da ich diesen Vorteil habe ist es denkbar Heizstäbe im Tower zu nutzen. Falls ein Teilnehmer den Tower im Keller hat und mit Kunstlicht betreibt wäre das auch ok. Auch beim Thema zu meiner Heizung gibt es unten noch Erklärungen.
8)Die Art der An- Vorzucht der Pflanzen ist nicht festgelegt. Auch gekaufte, vorgezogene Pflanzen sind erlaubt auch wenn die in konventioneller Erde vorgezogen worden sind und für den Tower auf Hydrokultur umgestellt werden. Die Größe spielt ebenfalls keine Rolle wenn es: A) Pflanzen ohne fast reife Früchte gekauft werden und B) der Kauf dieser Pflanzen offen kommuniziert wird.
9) Der Wechsel von einem auf einen anderen Bio-Düngers in der laufenden Saison ist erlaubt. Wir bitten lediglich darum zu berichten welche Probleme zum Wechsel geführt haben und welche neue Idee Ihr zum Dünger habt.
Ich hoffe ich habe die Regeln verständlich erklärt. Wie einleitend geschrieben steht die Nutzung von biologisch prodzuiertem Dünger im Vordergrund. Ziel ist es geeigneten und leicht verfügbaren Ressourcen für selber erstellte Dünger-Mischungen zu finden die zu vernünftigem Pflanzenwachstum und entsprechendem Ertrag führen sollen. Bei Thorsten liegt der Nutzen in seiner Biopinic mit seinen hydroponischen Systemen und bei mir für die aquaponischen Systeme. Somit haben sowohl die Chillies als auch die APler einen Nutzen.
Ein persönliches Beispiel zu Bio-Dünger. Ich habe zum Start der ersten AP Brenneseljauche (BJ) eingesetzt. Die damalige AP hatte ca. 2.500 Liter Wasser das den ganzen Tag mit 900l/h zirkuliert ist und ich habe alle 2-3 Tage 200ml BJ zu gegeben. Was sind schon 200ml auf 2.500.000ml? Das ist ein Mischungsverhältnis von 1:12.500.
Abgesehen davon das es mich aufgrund meiner Unwissenheit fast die Fische gekostet hätte war ein zweiter Effekt das die Tomaten und Gurken rasend schnell sehr groß und besonders lang geworden sind. Das sieht erstmal nach einem Erfolg aus.
Irgendwann ist mir allerdings aufgefallen das die Pflanzen nicht angesetzt haben. Geblüht "Ja", angesetzt "Nein!" Heute weiß ich das BJ zuviel Stickstoff enthält und die Pflanzen einfach nur in die Länge geschossen sind und nicht in den Fruchtansatz. BJ in direkter Anwendung in der AP ist weder für die Fische noch für die Pflanzen sinnvoll. Bei erdgebundenen und stark zehrenden Gemüse-Pflanzen ist die Wirkung von BJ phänomenal. Für die erdgebundenen Gemüse-Pflanzen setze ich im Frühling immer knapp 50 Liter BJ an und habe die am Jahresende verbraucht. Ochsenherz-Tomaten und all die Starkzehrer unter den Gemüse-Sorten lieben BJ und ich die Tomatensoße.
Nun bin ich zu der Stelle angekommen meine Motivation des "Verzicht auf AP-Wasser und Fischkacke" zu erläutern. Im Laufe der Jahre habe ich alles mögliche an Tomaten und Gemüse in den Ebbe-Flut-Beeten der AP gehabt und kann sicher behaupten das die zuvor genannten Ochsenherztomaten aber auch alle anderen großen Tomaten einfach nicht schmecken weil die Systeme wahrscheinlich einseitig von den Pflanzen ausgelaugt werden und es den Tomaten an Nährstoffen / Spurenelementen und somit an Geschmack zu fehlen scheint. Kleine Tomatensorten schmecken super, die großen Sorten sind erdgebunden deutlich schmackhafter. Abgesehen davon schwingt selbstverständlich auch der Kosten-Nutzen Aspekt im Hintergrund mit. Die AP ist für mich ein Hobby aber es gibt keinen Grund den Nutzen nicht zu optimieren und mit der geeigneten Düngermischung kann das funktionieren, sie muss nur erst gefunden werden. In meinem Post "Das 1´ste Jahr auf Seite 26 Antwort #390 https://aquaponik-forum.de/Thread-Das-1%...hr?page=26 habe ich mich schon mal zu dem Thema Kunstdünger und AP ausgelassen.
Ein weiterer Versuch mit BJ war auch nicht so prickelnd. Wir haben seit Jahren wunderschöne Hibiskus als Topfpflanzen auf der Terasse stehen und vor 2 Jahren hatte ich die Idee die nur mit BJ zu düngen. Ab Mitte Juni bin ich auf konventionellen Dünger umgestiegen da die Pflanzen im Vergleich zu den Vorjahren micherig ausgesehen haben. Die Hibiskus waren weder schnell gewachsen und noch wichtiger es hat keinen Blütenansatz gegeben und erst mit gekauftem Blühdünger haben die Pflanzen losgelegt.
Meine Motivation ist es einen Ergänzungsdünger für die AP zu finden der nicht zu den zuvor genannten Probleme führt und den Komposttee erstmal im Tower zu testen erspart den Fischen Stress oder schlimmeres.
Bei mir wird es der Kompostsaft (Regenwurmtee) werden zum Ersten weil in dem Kompostsaft die organischen Stoffe bereits alle umgesetzt wurden und zum Anderen ist der Kompostsaft im pH-Wert nahezu neutral und das ist der Grund warum ich zur BJ greife.
Für die Tower Challange werde ich den pH-Wert auf ca. 5 senken müssen und da unser Brunnenwasser ebenfalls ziemlich stark auf der alkalischen Seite gepuffert ist wird es ein kleiner Schluck mehr. Die Asche werde ich nur zum Anheben des pH-Wertes nutzen wenn A) die Stammlösung zu sauer geraten ist oder B) wenn mir die Nährstofflösung im Tower zu sauer wird. Ich habe keine Ahnung wie so ein Tower funktioniert und schon gar nicht mit der selber hergestellten Nährstoff-Lösung. Ich werde die Basis-Technik verwenden. 60l Spannringfass mit einem 2m hohem Rohr und einer passenden kleinen Pumpe mit der ich die Nährstofflösung einfach in die Runde pumpe. Außerhalb der Challange werde ich parallel ein zweites Rohr an der AP anschließen um einen direkten Vergleich zu bekommen. So rein theoretisch und unter der Vorrasusetzung das ich einen vernünftigen Dünger zusammen dengel müsste der Bio-Tower besser laufen als der AP-Tower da man beim Betrieb einer AP immer den Kompromiss zwischen Fischwohl und Pflanzenwachstum eingehen muss. Bei diesem Kompromiss hat das Fischwohl bei uns immer Vorrang und es wäre schön mit dem Kompostsaft einen d. bezgl. geeigneten Dünger zu finden. Eine AP hat immer das Bestreben in den sauren Berich zu kippen und als APler muss man an der Stelle immer gegensteuern.
Heizung im GW
Die Fische in unserer AP sind Tilapia und benötigen als minimale Temperatur 20°C. Unter 20°C stellen die Fische das Fressen ein und unter 15°C lernen die Rückenschwimmen und wechseln in den himmlischen Teich. Für Euch Chillis zur Erklärung GW-APimGW bedeutet Gewächshaus-Aquaponik im Gewächshaus. Die Mastanlage hat für die Fische doppelwandige Tanks zur Isolation und das Ebbe-Flut-Beet über den Fischtanks hat wiederum seinen eigenen Gewächshaus-Aufbau aus 10mm Stegplatten. Änder aber nichts an der Tatsache das wir im Winter bis zu 8kWh/Tag an Strom für die Heizstäbe im Fischtank investieren müssen und dieser Wärmeverlust ist die ERSTE indirekte Beheizung des GW in dem die GW-APimGW steht. Die ZWEIT Heizung ist ein 600 Liter IBC den ich unter der GW-APimGW verbuddelt habe und dieser 600l IBC wird mit Strom aus unserer PV-Anlage auf dem Dach beheizt. https://aquaponik-forum.de/Thread-Das-1%...hr?page=23 #331 zeigt den Schematischen Aufbau der GW-APimGW.
Ich habe einen Sonnensensor der bei ausreichend Sonnenschein ein Relai freischaltet an dem ein 300W Heizstab in dem IBC installiert ist. Üblicherweise hat der Tank auch im Winter zwischen 14°C bis 25°C und funktioniert wie eine Fußbodenheizung im GW. Dieser kostenlose Strom bzw. die kostenlose Wärme über die PV-Anlage senkt wiederum die Kosten für die Beheizung des Fischtanks. Bilder mit einer Wärmebildkamera zur Fußbodenheizung findet Ihr unter https://aquaponik-forum.de/Thread-Das-1%...hr?page=18 #256
Und weil ich diese Heizungen habe die mir die GW-Saison verlängern gibt es keine Beschränkungen bei der verwendeten Technik für den Tower. Thorsten wiederum hat keinerlei Wärme spendende Technik und wohnt im Hochsauerland, ich wiederum im nord-östlichen Ruhrgebiet mit Wettereinfluß aus der Niederreihn-Ebene und alleine schon aufgrund dieser massiven Unterschiede macht es keinen Sinn bei der Challange auf den Ertrag zu schauen. Bei uns im GW ist die Saison aufgrund der geografischen Lage und der Heizungen im GW locker 2 Monate länger als bei Thorsten und deshalb geht es vor allen Dingen um Spaß und lernen.
Abschließend bitte nicht wundern das die nächsten 2 Antworten bereits ohne Kommentar sind. Die werde ich selber erzeugen um die zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Aufbau des Towers zu füllen. Ich möchte gerne das Forumsleser die später zur Challange stossen auf den ersten 3 Seiten alles über meine Anlage erfahren und einen schnellen Einstieg finden.
Wir freue uns auf Eure Teilnahme. Selbstverständlich auch auf die passive Teilnahme wobei Thorsten und mir die aktive Teilnahme mit Euren Erfahrungen, Ideen und Bildern selbstverständlich lieber wäre. Ihr seid herzlich eingeladen mit zu machen.
Ja die Überschrift ist Programm und so hoffe ich, dass es auch schnell fertig sein wird!
Ich habe mir schon Anfang des Jahres von Andersfarm das 3 IBC- High Performance System gekauft. Und da mein Keller grade mal 1,60m tief war, hab ich das ganze erstmal auf ca. 2,20 ausgegraben, Wände untermauert und eine Betonplatte für meine Anlage betoniert.
Wie erwartet klappt natürlich auch bei der guten Vorplanung natürlich nicht alles und so kommt auch schon die erste Ausbesserung:
Im Plan steht, das man das Mastbecken ruhig 5 cm höher auf XPS-Platten stellen kann, zwecks besserer Isolierung. Nun gut, mein vorgesehener Platz ist ca. 57 cm höher als Der Bio- und Feststofffilter. Hab mich zuerst gefreut, bei näherer Betrachtung ist mir dann aber aufgefallen, dass dann aber genau diese 57 cm dann Schlußendlich meinen Wasserstand im Mastbecken fehlen werden, weil Der Bodenauslauf zum Feststofffilter ja den Ausgleich bildet.
Aus diesem Grund darf / muß ich nun für den Rest genauso eine Erhöhung bauen.
Wie in einem anderen Beitrag schon erwähnt, habe ich nicht wie befürchtet meine Türen rausreissen müssen, sondern lediglich etwas alten Putz runter schlagen, damit ich mit den 1m breiten IBC-Tanks durch meinen Keller zu dem gewünschten Platz komme.
Auf den ersten Blick, sieht das Projekt ja schaffbar aus, bei näherer Betrachtung bin ich gespannt, ob ich es schaffen werde. Kunststoffschweißgerät wurde in der Zwischenzeit beschafft und Probeschweißungen durchgeführt. Ob ich für den Feststofffilter schon gut genug bin, wird sich zeigen.
Ich werd versuchen, nicht nur für die Nachwelt, nein, auch für mich, hier meine Erfahrung beim Aufbau zu schreiben.
Ich bin neu in der Aquaponik, hatte vorher eine Hydropanik Anlage. ( 1000 L IBC )
Wer hat im Raum Schwielowsee ( bei Potsdam ), Tilapia abzugeben?
Meldet euch einfach
Schöne Grüße Sylvio
Habe im Moment einen runden Pool von 9000L mit Tilapias und 50 kleine afrikanische Welse im 500L Tank.
In kürze kommen noch 2-3 Pools hinzu und ca. 300 Welse.
Muss das Ganze noch in Gedanken konstruieren.
Plastikbälle sind auch schon da.
Aktuell bewässere ich verschiedene Bäume etc. wie Avocado, Moringa, Zitronen, Guaven uvm. mit dem Fischwasser und es kommt immer neues Wasser hinzu in den Fischpool.
Pool = so Bestway Pools
Teichfolie oder zementiere Teiche/Pools ist mir da zu teuer.
LG
Wo ich schonmal hier bin, lass ich auch gleich mal einen Gruß da.
Nachdem ich die ersten zwei Jahre (2022/2023) viel gezittert und gelernt habe, letztlich auch abbrechen musste, ging trotzdem weiter.
Letztes Jahr (2024) im Frühling habe ich das System komplett frisch neu gestartet und 30 x 10cm Spiegelkarpfen à 10g eingesetzt. 30 Stück sind eigentlich zu viele, das war mir bewusst denn ich habe Verlust mit eingerechnet.
Jedoch nach 3 Monaten waren immer noch 30 Fische putz munter am Schwimmen und Futtern. 10 habe ich im Angelsee freigelassen wo eh immer Karpfen eingesetzt werden und 2 sind bereits im Dezember in der Pfanne gelandet. Von ca. 10g pro Fisch auf ca. 750g pro Fisch in einer Season. 1200g sind ein gutes Schlachtgewicht.
Die Fische haben draußen im Gewächshaus im isolierten Tank überwintert. 2 x 1m² Ebbe-Flut-Beete liefen die ganze Zeit mit. Sogar der Mangold hat überlebt, trotz das es seit Anfang Dezember kein Futter mehr gab. Der gute alte 300Watt Heizstab hat die Wassertemperatur auf ca. 5°C gehalten.
Ich hatte schon Sorge, weil das Hautbild der Karpfen war etwas blass und teils fleckig wurde.
Jetzt wo die Wassertemperaturen wieder dauerhaft über 13°C sind, gibt's mäßig Futter jenachdem wie sich das Nitrit abbaut. Die Biologie braucht noch etwas Zeit, aber sie kommt. Das Hautbild der Fische sieht nach dem Füttern und einmal Vitaminen wieder top aus. Eisen ist jetzt auch einmal ordentlich drin.
Seit dem Neustart habe ich keinen klassischen Wasserwechsel durchgeführt, sondern immer nur Regenwasser nachgefüllt, um die Verdunstungsverluste auszugleichen. Jetzt frage ich mich schon seit einigen Wochen: Wäre es sinnvoll, das Wasser teilweise durch frisches Regenwasser zu ersetzen?
da dies mein erster Beitrag ist, möchte ich mich erst einmal vorstellen. Ich bin der Tobi, 30 Jahre, und seit zwei Jahren fasziniert von der Aquaponik.
Den Anfang habe ich mit dem Einlesen in die Thematik gemacht, das Buch "Aquaponic Gardening" von Sylvia Bernstein sowie dieses Forum hier waren da sehr hilfreich.
Darauf folgte der erste Testaufbau im alten Gartenteich im Garten. Gestartet habe ich mit Schleien auf der einen Seite und Erdbeeren & Salat auf der Anderen.
Das hat soweit gut funktioniert und für dieses Jahr ist der Umzug der AP-Anlage ins kleine Gewächshaus geplant.
Hier ist auch angedacht, die Umgebungswerte wie z.B. Luft/Wassertemperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichteinfall zu messen und zur späteren Auswertung in eine Datenbank zu speichern.
Auch die Automatisierung von Beleuchtung und Pumpen möchte ich in dem Zusammenhang integrieren.
Um die entsprechenden Werte automatisch zu messen gibt es für Temperatur, Licht etc. bereits etliche Sensoren am Markt.
Bei den chemischen Wasserwerten werde ich weiterhin den altbewährten Teststreifen einsetzten.
Mit einer Ausnahme:
Ich hatte zuvor in meinem AP-System bereits den Eisendünger 6% EDDHA aus dem Let`s Grow Shop, dieser hat auch gut funktioniert und hat bei den Erdbeer- und Salatpflanzen auch zu einer deutlichen Verbesserung des Blattwerks geführt. Der Vorteil hier ist die Einfärbung des Wassers durch den Dünger. Meine Idee war hier die Trübung des Wasser durch die Farbe zu ermitteln um auf den Düngergehalt zu schließen (vorausgesetzt, dass Eisengehalt und Farbe korrelieren). Ein paar Programmcodezeilen und 3D-Drucke später war der erste Prototyp geboren. Dieser misst die Transmission einer spezifischen Wellenlänge durch eine Wasserprobe. Im Betrieb soll einmal täglich das Proberohr automatisch befüllt, Transmission gemessen und anschließend wieder entleert werden.
Im Test konnte der Sensor problemlos in 0,5g/1000L Schritten unterscheiden. Wie es im Praxiseinsatz aussieht, ist noch herauszufinden.
Eine Idee für die Zukunft wäre dann, den Düngergehalt automatisch nachzudosieren, sodass die Pflanzen einen durchgängig (einigermaßen) konstanten Eisengehalt vorfinden.
Wenn das Thema auf Interesse stoßen sollte, kann ich gerne in ein paar Monaten nochmal ein Update dazu geben.