24.05.2026, 20:39
Erstes Resümee,
ich bin etwas näher an der Sechzig als ich von der Fünfzig entfernt bin und Ungedult ist immer noch eine meiner Eigenschaften. Ich habe den Tower schon wieder geschrottet. Wie dürfte klar sein aber eine kurze Beschreibung kommt am Ende. Erstmal ein paar Worte zur Idee und der Technik.
Ganz generell hatte ich erwartet das das Kompostsickerwasser (KS) so eine Art Selbstläufer ist. Die simple Idee: "Das KS auf den richtigen Leitwert verdünnen und die Verdunstungsverluste ausgleichen, fertig." Bei Thorstens Idee mit dem Hühnermist hatte ich die selbe Erwartungshaltung aber auch beim Ihm hat sich gezeigt: "Die Idee ist eher noch ein wenig schlechter." Thorsten hat aktuell einen pH-Wert der bei 8 betoniert ist. Aktuell nutzt Thorsten ebenfalls Essig um den pH zu korrigieren. So einfach wie wir es gedacht hatten ist es nicht.
Meine gedankliche Stollperfall: Im Netz zu lesen das ein Komposter einen pH-Wert von ~8 hat ist eine Sache. Zu wissen das Pflanzen überwiegend einen pH von 5,5 bis 6,5 bevorzugen eine weitere Sache. Die Zuccini, die Gurken usw. die man direkt in den Komposter pflanzen kann waren in diesem Zusammenhang meine gedankliche Stollperfalle. Der PakChoi und der Wirsing waren die ersten Anzeigerpflanzen die mittels Chlorose erkennbar gemacht haben das denen der KS pH Wert von 7,5 nicht gefällt.
Essig war im Sinne der Bioponik-Challange die erste und greifbarste Bio-Idee. Abgesehen davon das ich noch nicht nicht altersweise und geduldig und über das Ziel hinaus geschossen bin, könnte man den Tower mit reglmäßigem messen des pH-Wertes so einigermaßen am Leben erhalten. Gefühlt betreiben Thorsten und ich aktuell eher eine Essig-Challange als eine Bioponik-Challange und genau das gefällt zumindestens mir in keinster Weise. Erschwerend kommt hinzu das die vorbereitete Düngermischung nach dem Ansatz vor einer Woche bei der heutigen pH-Messung wieder bei 7,5 gelegen hat.
Selbstverständlich sind in den gekauften Düngerzusätzen ebenfalls diverse Salze die den pH-Wert bei 5,5 bis 6,5 puffern. Die gibt es sogar als natürlich vorkommende Variante. Zum Beispiel könnten wir gediegenen Schwefel einsetzen. Das wäre eine natürliche Methode, ein natürlich vorkommender Rohstoff, aber am Ende genau wie Phosphat ein Bergbau-Produkt und als Ressource endlich und nicht im Sinne dieser Challange. Der Essig ist wenigstens eine nachhaltige und nachwachsende Ressource und im Sinne dieser Challange eine Bio-Variante und nochmals: "Es gefällt mir nicht!"
Plan C) muss her! Es hat ein wenig gedauert aber es gibt eine Lösung und folgende Frage bei der KI zeigt einen Weg auf: "Ich möchte einen sauren Kompost. Was muss ich nutzen?"
Der Antwort folgend werde ich einen zweiten Komposter anlegen und je nach Verfügbarkeit mit Eichen- Buchen- Kastanienlaub, Nadeln von Nadelbäumen, Kaffe-Pritt, Tee-Pritt, Schalen von Obst, Gemüsereste und Sägespäne von Nadelholz füttern. Glücklicherweise habe ich noch reichlich Sägespäne vom Nadelbrennholz sägen und Kaffee und Tee sind reglmäßige Drogen ;-)
Änderungsanzeige: Bei mir wird es bezgl. des Düngers, sobald das neue saure KS zur Verfügung steht, eine Korrektur geben. Ich werde den zweiten Komposter zusammenstellen und das KS aus diesem sauren Komposter - wenn erforderlich:
Es wird weiter gehen. Es wird mit den vorhandenen Pflanzen weitergehen. Lediglich die leeren und die leer werdenden Positionen werde ich mit Salatpflanzen auffüllen.
Der Bau: Ich hatte zum Beginn der Challange eher Bedenken den Tower vernünftig hinzu bekommen aber das war vergleichsweise einfach. Als nicht so optimal würde ich die vereinfachte Methode der Pflanzloch Erstellung ansehen. Je nachdem wie das Wasser im Tower herabfließt bzw. fällt hat es vereinzelt die Neigung außen am Rohr herab zu fließen und das sieht unschön aus. Diese Erfahrung erklärt warum bei professionellen Towern Rohre in die Pflanzlöcher eingebracht werden, die vermeiden das Austreten des Wassers. Am Ende ist das nicht so schlimm wie es sich anhört da ich in der gesamten Laufzeit - seit dem 28.03.26 - noch keinen kritischen Wasserverlust durch herausspritzen hatte. Im Grunde wäre das Thema - ohne meine pH-Wert Attacken - durch das Wurzel-Wachstum längst erledigt.
Die Pumpe: Im Moment bin ich auch von der Mini-Pumpe begeistert. Ich hatte so meine Bedenken bezgl. dieses winzingen Stückchens Technik und entgegen meinen Bedenken läuft die seit 2 Monaten störungsfrei. Ich könnte, wenn ich wollte sogar den verbrauchte Strom ablesen. Will ich aber nicht da der Strombedarf im Vergleich zur GW-APimGW nicht relevant ist.
Was ist vorgestern im Tower passiert: Nach dem letzten Post waren es nochmals 5 Ladungen Essig 5% a 150ml und die letzte Ladung, am Abend vor dem Hitze-Beginn, hat den Tower auf < 4,5 gebracht. Genau an dem Tag war ich erst sehr spät wieder zu Hause und die Wurzeln der Pflanzen waren durch die Hitze und den pH-Wert verbrannt. Da es sehr spät (fast zu spät) war habe ich als einzige Maßnahme 10l Wasser abgezogen und durch 10l Regenwasser und 1l des alte und abgestandene Kompostsickerwasser ersetzt. Der resultierende pH war am nächsten Tag bei 5,0 und schon fast gut. Mit weiteren 500ml bin ich aktuell auf den Idealwert von ca. 6,4 gekommen. Gestern habe ich den Tower noch abgeschatet aber heute nicht mehr. Die Salate habe ich von welkem Laub befreit so dass nur noch einige wenige Herzblätter geblieben sind aber die haben der Sonne heute Stand gehalten. Der letzte Wirsing und auch der PakChoi sehen ähnlich wie der Salat aus wobei ich bei der Überlebenschance eher kritisch gestimmt bin. Die Snack-Gurke hat von ihren 4 großen Blättern 2 und die Triebspitze eingebüßt aber auch hier besteht noch Hoffnung. Die Erdbeeren sind zäh, mal schauen wie die sich schlagen. Erstaunlich sind die Stecklinge der Dunter-Tomaten, die haben zwar keine Wurzeln aber die sind noch genauso grün wie beim Einsetzen. Tomaten-Stecklinge kann ich als haltbare Schnnittblumen empfehlen ;-) Im Gegensatz zu den genannten Pflanzen sehen die Sweet Palermo Paprika noch sehr gut aus. Die waren zwar hängelig (leicht welk) aber nach dem die Sonne verschwunden war haben die sich wieder erholt.
Ich werde weiter berichten.
Gruß
Stephan
ich bin etwas näher an der Sechzig als ich von der Fünfzig entfernt bin und Ungedult ist immer noch eine meiner Eigenschaften. Ich habe den Tower schon wieder geschrottet. Wie dürfte klar sein aber eine kurze Beschreibung kommt am Ende. Erstmal ein paar Worte zur Idee und der Technik.
Ganz generell hatte ich erwartet das das Kompostsickerwasser (KS) so eine Art Selbstläufer ist. Die simple Idee: "Das KS auf den richtigen Leitwert verdünnen und die Verdunstungsverluste ausgleichen, fertig." Bei Thorstens Idee mit dem Hühnermist hatte ich die selbe Erwartungshaltung aber auch beim Ihm hat sich gezeigt: "Die Idee ist eher noch ein wenig schlechter." Thorsten hat aktuell einen pH-Wert der bei 8 betoniert ist. Aktuell nutzt Thorsten ebenfalls Essig um den pH zu korrigieren. So einfach wie wir es gedacht hatten ist es nicht.
Meine gedankliche Stollperfall: Im Netz zu lesen das ein Komposter einen pH-Wert von ~8 hat ist eine Sache. Zu wissen das Pflanzen überwiegend einen pH von 5,5 bis 6,5 bevorzugen eine weitere Sache. Die Zuccini, die Gurken usw. die man direkt in den Komposter pflanzen kann waren in diesem Zusammenhang meine gedankliche Stollperfalle. Der PakChoi und der Wirsing waren die ersten Anzeigerpflanzen die mittels Chlorose erkennbar gemacht haben das denen der KS pH Wert von 7,5 nicht gefällt.
Essig war im Sinne der Bioponik-Challange die erste und greifbarste Bio-Idee. Abgesehen davon das ich noch nicht nicht altersweise und geduldig und über das Ziel hinaus geschossen bin, könnte man den Tower mit reglmäßigem messen des pH-Wertes so einigermaßen am Leben erhalten. Gefühlt betreiben Thorsten und ich aktuell eher eine Essig-Challange als eine Bioponik-Challange und genau das gefällt zumindestens mir in keinster Weise. Erschwerend kommt hinzu das die vorbereitete Düngermischung nach dem Ansatz vor einer Woche bei der heutigen pH-Messung wieder bei 7,5 gelegen hat.
Selbstverständlich sind in den gekauften Düngerzusätzen ebenfalls diverse Salze die den pH-Wert bei 5,5 bis 6,5 puffern. Die gibt es sogar als natürlich vorkommende Variante. Zum Beispiel könnten wir gediegenen Schwefel einsetzen. Das wäre eine natürliche Methode, ein natürlich vorkommender Rohstoff, aber am Ende genau wie Phosphat ein Bergbau-Produkt und als Ressource endlich und nicht im Sinne dieser Challange. Der Essig ist wenigstens eine nachhaltige und nachwachsende Ressource und im Sinne dieser Challange eine Bio-Variante und nochmals: "Es gefällt mir nicht!"
Plan C) muss her! Es hat ein wenig gedauert aber es gibt eine Lösung und folgende Frage bei der KI zeigt einen Weg auf: "Ich möchte einen sauren Kompost. Was muss ich nutzen?"
Der Antwort folgend werde ich einen zweiten Komposter anlegen und je nach Verfügbarkeit mit Eichen- Buchen- Kastanienlaub, Nadeln von Nadelbäumen, Kaffe-Pritt, Tee-Pritt, Schalen von Obst, Gemüsereste und Sägespäne von Nadelholz füttern. Glücklicherweise habe ich noch reichlich Sägespäne vom Nadelbrennholz sägen und Kaffee und Tee sind reglmäßige Drogen ;-)
Änderungsanzeige: Bei mir wird es bezgl. des Düngers, sobald das neue saure KS zur Verfügung steht, eine Korrektur geben. Ich werde den zweiten Komposter zusammenstellen und das KS aus diesem sauren Komposter - wenn erforderlich:
- Mit Asche auf den gewünschten pH-Wert anheben. Diese Mischung mit Regenwasser auf einen Leitwert (EC) von < 1.500µS/cm verdünnen und in den Tower geben. Oder;
- Mit unserem alkalisch gepuffertem Brunnenwaser auffüllen unter der Voraussetzung das die Mischung mit einem halbwegs brauchbarem Mischungsverhältnis bei EC 1.500 µS/cm liegt.
Es wird weiter gehen. Es wird mit den vorhandenen Pflanzen weitergehen. Lediglich die leeren und die leer werdenden Positionen werde ich mit Salatpflanzen auffüllen.
Der Bau: Ich hatte zum Beginn der Challange eher Bedenken den Tower vernünftig hinzu bekommen aber das war vergleichsweise einfach. Als nicht so optimal würde ich die vereinfachte Methode der Pflanzloch Erstellung ansehen. Je nachdem wie das Wasser im Tower herabfließt bzw. fällt hat es vereinzelt die Neigung außen am Rohr herab zu fließen und das sieht unschön aus. Diese Erfahrung erklärt warum bei professionellen Towern Rohre in die Pflanzlöcher eingebracht werden, die vermeiden das Austreten des Wassers. Am Ende ist das nicht so schlimm wie es sich anhört da ich in der gesamten Laufzeit - seit dem 28.03.26 - noch keinen kritischen Wasserverlust durch herausspritzen hatte. Im Grunde wäre das Thema - ohne meine pH-Wert Attacken - durch das Wurzel-Wachstum längst erledigt.
Die Pumpe: Im Moment bin ich auch von der Mini-Pumpe begeistert. Ich hatte so meine Bedenken bezgl. dieses winzingen Stückchens Technik und entgegen meinen Bedenken läuft die seit 2 Monaten störungsfrei. Ich könnte, wenn ich wollte sogar den verbrauchte Strom ablesen. Will ich aber nicht da der Strombedarf im Vergleich zur GW-APimGW nicht relevant ist.
Was ist vorgestern im Tower passiert: Nach dem letzten Post waren es nochmals 5 Ladungen Essig 5% a 150ml und die letzte Ladung, am Abend vor dem Hitze-Beginn, hat den Tower auf < 4,5 gebracht. Genau an dem Tag war ich erst sehr spät wieder zu Hause und die Wurzeln der Pflanzen waren durch die Hitze und den pH-Wert verbrannt. Da es sehr spät (fast zu spät) war habe ich als einzige Maßnahme 10l Wasser abgezogen und durch 10l Regenwasser und 1l des alte und abgestandene Kompostsickerwasser ersetzt. Der resultierende pH war am nächsten Tag bei 5,0 und schon fast gut. Mit weiteren 500ml bin ich aktuell auf den Idealwert von ca. 6,4 gekommen. Gestern habe ich den Tower noch abgeschatet aber heute nicht mehr. Die Salate habe ich von welkem Laub befreit so dass nur noch einige wenige Herzblätter geblieben sind aber die haben der Sonne heute Stand gehalten. Der letzte Wirsing und auch der PakChoi sehen ähnlich wie der Salat aus wobei ich bei der Überlebenschance eher kritisch gestimmt bin. Die Snack-Gurke hat von ihren 4 großen Blättern 2 und die Triebspitze eingebüßt aber auch hier besteht noch Hoffnung. Die Erdbeeren sind zäh, mal schauen wie die sich schlagen. Erstaunlich sind die Stecklinge der Dunter-Tomaten, die haben zwar keine Wurzeln aber die sind noch genauso grün wie beim Einsetzen. Tomaten-Stecklinge kann ich als haltbare Schnnittblumen empfehlen ;-) Im Gegensatz zu den genannten Pflanzen sehen die Sweet Palermo Paprika noch sehr gut aus. Die waren zwar hängelig (leicht welk) aber nach dem die Sonne verschwunden war haben die sich wieder erholt.
Ich werde weiter berichten.
Gruß
Stephan
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