25.05.2026, 18:54
... auch hier der zweite Post des Tages.
Ich habe mal die www.ecosia.org KI zum Schwitzen gebracht und nachgefragt wie man sauren Kompost am Besten hin bekommt. Die Antwort ist vergleichsweise einfach und selbst Essig ist eine sinvolle Zutat. Voraussetzung ist allerdings eine Essig-Verdünnung von 1:10, es geht nur darum das Sickerwasser sauer zu halten.
Ihr fragt Euch wahrscheinlich was dieser ganze Aufriß soll. Ganz einfach: "Es macht mir Spaß und ich lerne!" Völlig genial ist in diesem Zusammenhang die KI. Auf´s Einfachste findet man ganze Abhandlungen zur Erstellung von Kompost. Gut für mich, nicht ganz so gut für die Autoren von Büchern in denen es um die richtige Art und Weise und die vielen vielen Modifikationen bei der Zusammenstellung von Komposthaufen geht.
Hier mal das ecosia Recherche-Ergebnis der heutigen, im Schatten verbrachten Freizeit. Geeignete Materialien für einen sauren Kompost:
Material pH-Wert Hinweise:
Der Komposter sollte kühl stehen und vor Sauerstoff geschützt sein und morgen werde ich in den Baumarkt fahren, mir einen großen Eimer mit Deckel und einen montagefähigen Kunststoff-Wasserhahn kaufen und den Komposter an den Start bringen.
Auf der verfügbaren Zutaten-Liste stehen: Eine erste Tragschicht aus Lerchen-Anmach-Holz so dass der Wasserhahn im Eimer frei liegt und mein saures Kompostsickerwasser (sKS) abfließen kann. Auf der Tragschicht ein Wurzelfließ gefolgt von Schichtweise unserem gehäckselten Weihnachtsbaum, einer Blaumanntanne und Nadelholzsägespäne, vielleicht besorge ich mir noch Kiefernnadeln. Aufgegossen wird das Ganze mit dem eingeweichtem Kaffeepritt dieses langen Wochenendes. Der Kaffee-Sud sollte bei pH 6,2 bis 6,8 liegen. Um meiner Ungedult Rechenschaft zu leisten werde voraussichtlich noch etwas Sauerkrautwasser aus dem Sauerkrautfass meiner Eltern abzapfen. Die Milchsäure-Bakterien unterdrücken Fäulnis.
Laut Recherche sollte das erste saure Sickerwasser durch den Kaffe-Sud und optional dem Sauerkrautsaft bereits nach 2 Tagen verfügbar sein. So eilig ist es eh nicht da die Pflanzen im Tower erst mal keinen neuen Stress durch geänderte Nährlösung bekommen werden und so richtig sauer ist der Komposter bzw. der sKS eh erst nach 1 bis 2 Wochen.
Immerhin weiß ich das die aktuelle Mischung mit dem normalen KS, so man sie nicht aufgrund von Ungedult mit Essig kleiner pH 4,5 anmischt funktioniert und bis zum ersten sKS bleibte es eben eine Essig-Challange ;-)
Kleiner Nachtrag: Entgegen meiner Aussage heute Morgen (Mittag?) habe ich den Tower wieder abgeschattet. So schnell wachsen die neuen Wurzeln nicht und das heutige Sonnenbrett mit den 29°C ist einfach zu mächtig und die nochmals größeren Hitze im GW trägt Ihr übriges dazu bei. Selbst die scheinbar robusten bzw. sehr säure-toleranten Paprika haben geschwächelt.
Ganz grundsätzlich gibt es die verschiedensten Bakterien und alle haben das Bestreben Irgendwas in Irgendwas zu zersetzen und irgendwie stehen die organischen Säuren auf jedem Bakterien-Speiseplan ganz oben. Die Challange ist eine echte Challange geworden da die pH- und EC-Wert Kontrollen unerläßlich sein werden, im Gegensatz zu den synthetischen Düngern die alle im richtigen pH-Bereich gepuffert sind.
Das Beobachten der Pflanzen ist da fast schon der einfache Teil. Nöhhh ist gelogen! Bei der Zutatenliste kann es schon mal Langzeit-Effekte, beim Wachsen bzw. bei dessem Fehlen, geben die eben nicht so schnell sichtbar werden. Ich denke diese Challange sollte bzw. wird kein Ein-Jahres-Projekt sein.
So nuh kommt der blöde Teil. Den Pflanzen beim Wachsen zusehen und: "Gedult aufbringen!"
Gruß
Stephan
PS. Mittlerweile interessiert mich das Thema ernsthaft und ich bin gespannt wo wir (Thorsten und ich) in diesem Jahr landen werden. Thorsten ist aufgrund seiner größeren Gedult und Gelassenheit echt schon deutlich weiter als ich.
PSS. Auch schön! Ich bin da irgendwie unbedarft dran gegangen und wenn der erste Komposter bezgl. des sKS ausgelaugt ist habe ich eine tollen Dünger für die Hortensien und ganz ganz vielleicht wird das rosa Monster im kommenden Jahr grün-blau, so wie wir die Hortensie ursprünglich gekauft haben.
Ich habe mal die www.ecosia.org KI zum Schwitzen gebracht und nachgefragt wie man sauren Kompost am Besten hin bekommt. Die Antwort ist vergleichsweise einfach und selbst Essig ist eine sinvolle Zutat. Voraussetzung ist allerdings eine Essig-Verdünnung von 1:10, es geht nur darum das Sickerwasser sauer zu halten.
Ihr fragt Euch wahrscheinlich was dieser ganze Aufriß soll. Ganz einfach: "Es macht mir Spaß und ich lerne!" Völlig genial ist in diesem Zusammenhang die KI. Auf´s Einfachste findet man ganze Abhandlungen zur Erstellung von Kompost. Gut für mich, nicht ganz so gut für die Autoren von Büchern in denen es um die richtige Art und Weise und die vielen vielen Modifikationen bei der Zusammenstellung von Komposthaufen geht.
Hier mal das ecosia Recherche-Ergebnis der heutigen, im Schatten verbrachten Freizeit. Geeignete Materialien für einen sauren Kompost:
Material pH-Wert Hinweise:
- Zitrusfrüchte (Schalen) 2,0–4,0 Sehr sauer, aber in Maßen verwenden (kann Schimmel fördern).
- Rhabarberblätter 4,0–5,0 Enthalten Oxalsäure, stark säurebildend.
- Kiefern- oder Fichtennadeln 3,5–4,5 Säurebildend durch Harze und organische Säuren.
- Blaumann-Tannennadeln 4,0–5,0 Enthalten organische Säuren und Harze, ideal für sauren Kompost.
- giftig Thuja-Schnitt (Lebensbaum) 4,0–5,0 Viele Gerbstoffe und organische Säuren, hemmt Verrottung in großen Mengen.
- Eichenblätter 4,0–5,0 Enthalten Gerbstoffe, die den pH-Wert senken.
- Kaffeesatz (getrocknet) 4,5–5,5 Leicht bis mäßig sauer, in größeren Mengen stark säurebildend. Trocknen, Schimmel vermeiden.
- Moos (z. B. Torfmoos) 4,0–5,5 Natürlich sauer, aber schwer verrottbar – besser häckseln.
- Sägespäne (Nadelholz) 4,5–5,5 Säuregrad hängt vom Holz ab, Nadelholz ist saurer.
- Nadelholzhäcksel 4,0–5,5 Ähnlich wie Nadeln, aber schneller verrottbar.
- Apfelreste (Kerne, Schalen) 3,5–5,0 Enthalten organische Säuren.
- Teeblätter (ungesüßt) 5,0–6,0 Leicht säurebildend.
- giftig Pflanzenreste von Rhododendren 5,0–6,0 Passend für saure Komposte, da diese Pflanzen saure Böden bevorzugen.
- Azaleenreste 5,0–6,0 Ähnlich wie Rhododendren.
- Laub (Eiche, Buche, Ahorn) 5,5–6,5 Eichen- und Buchenlaub sind leicht sauer, Ahornlaub neutral.
- Gemüseabfälle (Tomaten, Paprika) 5,5–6,5 Nicht zu viel verwenden, da sie schnell verrotten und den pH-Wert erhöhen können.
- Obstabfälle (außer Zitrus) 5,5–6,5 Äpfel, Birnen oder Beeren sind leicht sauer.
Der Komposter sollte kühl stehen und vor Sauerstoff geschützt sein und morgen werde ich in den Baumarkt fahren, mir einen großen Eimer mit Deckel und einen montagefähigen Kunststoff-Wasserhahn kaufen und den Komposter an den Start bringen.
Auf der verfügbaren Zutaten-Liste stehen: Eine erste Tragschicht aus Lerchen-Anmach-Holz so dass der Wasserhahn im Eimer frei liegt und mein saures Kompostsickerwasser (sKS) abfließen kann. Auf der Tragschicht ein Wurzelfließ gefolgt von Schichtweise unserem gehäckselten Weihnachtsbaum, einer Blaumanntanne und Nadelholzsägespäne, vielleicht besorge ich mir noch Kiefernnadeln. Aufgegossen wird das Ganze mit dem eingeweichtem Kaffeepritt dieses langen Wochenendes. Der Kaffee-Sud sollte bei pH 6,2 bis 6,8 liegen. Um meiner Ungedult Rechenschaft zu leisten werde voraussichtlich noch etwas Sauerkrautwasser aus dem Sauerkrautfass meiner Eltern abzapfen. Die Milchsäure-Bakterien unterdrücken Fäulnis.
Laut Recherche sollte das erste saure Sickerwasser durch den Kaffe-Sud und optional dem Sauerkrautsaft bereits nach 2 Tagen verfügbar sein. So eilig ist es eh nicht da die Pflanzen im Tower erst mal keinen neuen Stress durch geänderte Nährlösung bekommen werden und so richtig sauer ist der Komposter bzw. der sKS eh erst nach 1 bis 2 Wochen.
Immerhin weiß ich das die aktuelle Mischung mit dem normalen KS, so man sie nicht aufgrund von Ungedult mit Essig kleiner pH 4,5 anmischt funktioniert und bis zum ersten sKS bleibte es eben eine Essig-Challange ;-)
Kleiner Nachtrag: Entgegen meiner Aussage heute Morgen (Mittag?) habe ich den Tower wieder abgeschattet. So schnell wachsen die neuen Wurzeln nicht und das heutige Sonnenbrett mit den 29°C ist einfach zu mächtig und die nochmals größeren Hitze im GW trägt Ihr übriges dazu bei. Selbst die scheinbar robusten bzw. sehr säure-toleranten Paprika haben geschwächelt.
Ganz grundsätzlich gibt es die verschiedensten Bakterien und alle haben das Bestreben Irgendwas in Irgendwas zu zersetzen und irgendwie stehen die organischen Säuren auf jedem Bakterien-Speiseplan ganz oben. Die Challange ist eine echte Challange geworden da die pH- und EC-Wert Kontrollen unerläßlich sein werden, im Gegensatz zu den synthetischen Düngern die alle im richtigen pH-Bereich gepuffert sind.
Das Beobachten der Pflanzen ist da fast schon der einfache Teil. Nöhhh ist gelogen! Bei der Zutatenliste kann es schon mal Langzeit-Effekte, beim Wachsen bzw. bei dessem Fehlen, geben die eben nicht so schnell sichtbar werden. Ich denke diese Challange sollte bzw. wird kein Ein-Jahres-Projekt sein.
So nuh kommt der blöde Teil. Den Pflanzen beim Wachsen zusehen und: "Gedult aufbringen!"
Gruß
Stephan
PS. Mittlerweile interessiert mich das Thema ernsthaft und ich bin gespannt wo wir (Thorsten und ich) in diesem Jahr landen werden. Thorsten ist aufgrund seiner größeren Gedult und Gelassenheit echt schon deutlich weiter als ich.
PSS. Auch schön! Ich bin da irgendwie unbedarft dran gegangen und wenn der erste Komposter bezgl. des sKS ausgelaugt ist habe ich eine tollen Dünger für die Hortensien und ganz ganz vielleicht wird das rosa Monster im kommenden Jahr grün-blau, so wie wir die Hortensie ursprünglich gekauft haben.
Auch unter ### www.drehruemchen.de/aquaponik/ ### Über Rückmeldungen zur Verbesserung der Homepage würde ich mich freuen.