Einfach kann Jeder,
ist es aber nicht.
Die Herstellung des sauren Kompostsickerwasser (sKS) hat hervorragend funktioniert. Am 04.06. wie geschrieben angesetzt, am 28.06 abschöpfen und der pH ist 4,5. Erst mal hervorragend! Das Kompostsickerwasser (KS) ist alkalisch und somit kann ich den pH-Wert einstellen. Ich bin lernfähig und selbstverständlich habe ich den sKS + KS am Sonntag in der Gießkanne angemischt um einen pH von 6 zu bekommen: "Keine Versuche im Tower veranstalten" lautet das bisherige Lernergebnis.
Schick den sKS + KS mit Wasser angerührt und bei 38°C in die pralle Sonne gestellt. Schließlich weiß man(n) ja das organische Säuren langsamer als die anorganischen reagieren. Nach 2h hatte ich meinen gewünschten pH auf Anhieb getroffen, super!
20L aus dem Tower abgezogen und die Mischung aus der Gießkanne, EC war übrigens 1886µS/cm, in den Tower verfrachtet und zum guten Schluß den Tower mit Regenwasser aufgefüllt. pH-Wert Gut, Leitwert Gut, alles Gut.
Puste-Kuchen! Schlimm wurde es nach Ablauf von ca. 24h.
Der Blick in den Behälter des Towers.
Die Mischung aus verbliebenen 40l Nicht-Nährlösung in Kombi mit der neuen Mischung aus sKS + KS hat Schleimy ergeben und die Winzpumpe überfordert. Am Montag Abend sah es ein wenig "Bäh!" im Behälter aus und die Pflanzen waren leicht welk. Was auch immer da die Matsche-Pampe erzeugt hat war wenigstens so nett so lange zu warten das ich eingreifen konnte bevor die Pflanzen vertrocknet waren.
Bei der Reinigung ist mir so am Rande aufgefallen das der Tower fast ein Konstruktionsfehler ist. Ein 2m Rohr das in einem 60cm hohem Faß steht bei einer Dachhöhe von 2,4m erzeugt Probleme beim Herausnehmen. Geht aber so gerade eben ohne abstürzende Blumenpöttchen. Das Rohr wird im Herbst gekürzt werden.
Selbstverständlich musste ich das Gährungsschleimy loswerden.
Aktuell ist der Tower ein Regenwasserquell mit Ohne-Alles.
Ich war ein weinig frustriert und habe mich erst mal mit Thorsten per Telefon ans Lagerfeuer gesetzt um Kriegsrat zu halten. In jedem Fall ist Thorsten der Auffassung (und Er hat recht) das ich mich, mit dem Versuch eine Bio-Nährlösung mit passendem pH-Wert herzustellen, ein wenig verrannt habe. Ganz grundsätzlich haben wir in unseren Regeln festgelegt das z.B. Phosphorsäure (H3PO4) ein erlaubtes Hilfsmittel ist. Sein Rat lautete den KS zu nehmen und durch die Zugabe von ein paar Tropfen H3PO4 den pH-Wert Richtung 6 zu korrigieren, mit dem Ziel herauszufinden ob der KS überhaupt eine geeignete Nährlösung ist.
Fast hätte ich Ihm am Telefon-Lagerfeuer zugestimmt. Fast!!! Heute habe ich Ihm folgendes geschrieben.
Zitat: "Beim Tower teile ich Deine Meinung nach wie vor nicht. Ich habe mich möglicherweise verrannt und dennoch möchte nach wie vor auf Säure verzichten und ich habe noch reichlich Jahre zum Üben. Dein Ansatz "Auf jeden Fall was ernten" ist völlig in Ordnung auf Basis Deines Erfolgs und im Rahmen unserer Challange ist das der Nachweis das es Bio-Dünger-Alternativen gibt die funktionieren.
Der erneute Rückschlag bei mir ist war zwar ärgerlich aber noch habe ich Ideen. Ich habe gestern 1l sKS : 1l KS : 3l Regenwasser in einem Eimer gemischt und werde mal schauen was beim pH-Wert passiert. Sollte wieder Pampe entstehen werde ich die einfach mal durch einen Strumpf sieben und dann zugeben. Die Saison ist für mich eh gelaufen und ich werde das restliche Jahr lieber für Versuche verwenden um einen alternativen Lösungsansatz für die kommende Saison zu finden. Das beruht auch auf der Tatsache das es in der AP gut läuft, mit Ausnahme der Kohlweißlingsraupen im Wirsing, werden wir mit der erwartbaren Ernte zufrieden sein."
Und so richtig phänomenal sind die Radieschenschoten ;-)
Gruß
Stephan
ist es aber nicht.
Die Herstellung des sauren Kompostsickerwasser (sKS) hat hervorragend funktioniert. Am 04.06. wie geschrieben angesetzt, am 28.06 abschöpfen und der pH ist 4,5. Erst mal hervorragend! Das Kompostsickerwasser (KS) ist alkalisch und somit kann ich den pH-Wert einstellen. Ich bin lernfähig und selbstverständlich habe ich den sKS + KS am Sonntag in der Gießkanne angemischt um einen pH von 6 zu bekommen: "Keine Versuche im Tower veranstalten" lautet das bisherige Lernergebnis.
Schick den sKS + KS mit Wasser angerührt und bei 38°C in die pralle Sonne gestellt. Schließlich weiß man(n) ja das organische Säuren langsamer als die anorganischen reagieren. Nach 2h hatte ich meinen gewünschten pH auf Anhieb getroffen, super!
20L aus dem Tower abgezogen und die Mischung aus der Gießkanne, EC war übrigens 1886µS/cm, in den Tower verfrachtet und zum guten Schluß den Tower mit Regenwasser aufgefüllt. pH-Wert Gut, Leitwert Gut, alles Gut.
Puste-Kuchen! Schlimm wurde es nach Ablauf von ca. 24h.
Bei der Reinigung ist mir so am Rande aufgefallen das der Tower fast ein Konstruktionsfehler ist. Ein 2m Rohr das in einem 60cm hohem Faß steht bei einer Dachhöhe von 2,4m erzeugt Probleme beim Herausnehmen. Geht aber so gerade eben ohne abstürzende Blumenpöttchen. Das Rohr wird im Herbst gekürzt werden.
Selbstverständlich musste ich das Gährungsschleimy loswerden.
Ich war ein weinig frustriert und habe mich erst mal mit Thorsten per Telefon ans Lagerfeuer gesetzt um Kriegsrat zu halten. In jedem Fall ist Thorsten der Auffassung (und Er hat recht) das ich mich, mit dem Versuch eine Bio-Nährlösung mit passendem pH-Wert herzustellen, ein wenig verrannt habe. Ganz grundsätzlich haben wir in unseren Regeln festgelegt das z.B. Phosphorsäure (H3PO4) ein erlaubtes Hilfsmittel ist. Sein Rat lautete den KS zu nehmen und durch die Zugabe von ein paar Tropfen H3PO4 den pH-Wert Richtung 6 zu korrigieren, mit dem Ziel herauszufinden ob der KS überhaupt eine geeignete Nährlösung ist.
Fast hätte ich Ihm am Telefon-Lagerfeuer zugestimmt. Fast!!! Heute habe ich Ihm folgendes geschrieben.
Zitat: "Beim Tower teile ich Deine Meinung nach wie vor nicht. Ich habe mich möglicherweise verrannt und dennoch möchte nach wie vor auf Säure verzichten und ich habe noch reichlich Jahre zum Üben. Dein Ansatz "Auf jeden Fall was ernten" ist völlig in Ordnung auf Basis Deines Erfolgs und im Rahmen unserer Challange ist das der Nachweis das es Bio-Dünger-Alternativen gibt die funktionieren.
Der erneute Rückschlag bei mir ist war zwar ärgerlich aber noch habe ich Ideen. Ich habe gestern 1l sKS : 1l KS : 3l Regenwasser in einem Eimer gemischt und werde mal schauen was beim pH-Wert passiert. Sollte wieder Pampe entstehen werde ich die einfach mal durch einen Strumpf sieben und dann zugeben. Die Saison ist für mich eh gelaufen und ich werde das restliche Jahr lieber für Versuche verwenden um einen alternativen Lösungsansatz für die kommende Saison zu finden. Das beruht auch auf der Tatsache das es in der AP gut läuft, mit Ausnahme der Kohlweißlingsraupen im Wirsing, werden wir mit der erwartbaren Ernte zufrieden sein."
Und so richtig phänomenal sind die Radieschenschoten ;-)
Gruß
Stephan
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