Aquaponik-Forum

Normale Version: Das 1´ste Jahr
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Wachtel-News und andere Shorts ;-)

Speddy! 

Speedy ist eindeutig die inteligenteste von den Damen vom Amt. Ich habe mir tatsächlich Sorgen um das kleine Hühnchen gemacht.

Warum?

Speedy hat die letzten 10 Tage einfach nur in der Ecke gehockt und mich desinteressiert angeschaut. Ich habe Sie nicht fressen sehen ich habe Sie nicht saufen sehen. Sehr wohl habe ich Ihre Eier gefunden. Die hat mich auflaufen lassen. Heute habe ich Sie fressen sehen und dabei hat die mich total böse angeschaut. Vermutlich hat die Amts-Dame nur gefressen damit ich Sie in Ruhe lassen und nicht wieder in die Hand nehme um zu schauen ob ich irgendwelche Probleme erkennen kann.

So geschehen gestern!

Ich habe Speedy hochgenommen um mir Ihren Schnabel anzuschauen. Es kann passieren das der zu lang wird und so´ner Wachtel das Fressen unmöglich macht, aber auch hier Entwarnung. Der ist nicht zu lang.

Die doofe Tucke hat Juck an den Federkielen und Sie weiß das Sie in die Mauser kommt. Das ist der Grund weshalb die beleidigt in der Ecke hockt. Heute hat Sie mich total böse angeschaut, allerdings gnädigst ein paar Würmchen gefressen und anschließend ein paar Körnchen. Wahrscheinlich nur damit ich Sie in Ruhe lasse.

Hat geklappt!

Bei dem bösen Blick habe ich förmlich den Schnabel in meinen Handflächen inkl. der Löcher in meinen Fingerspitzen gespürt.


Heute habe ich ebenfalls herausgefunden das ich ein Loch in meinem Raum-Zeit-Kontinuum hatte. 

Der Urlaub! 

Gefühlt hatte ich das Wasser in der GW-APimGW erst vor kurzem aufgefüllt und mich heute gewundert warum der Pumpensumpf so leer ist. Da mein Hirn heute wieder auf Warpantrieb geschaltet ist war es nach einer kurzen Sekunde in der Lage mir zu berichten das ich letzten Samstag, nach der Rückkehr aus Griechenland, das letzte mal aktiv war.
Nach dem ich Scotty gebeten hatte noch ein wenig mehr Leistung aus dem Materie-Antmaterie-Antrieb herauszukitzeln hat sich die Raum-Zeit-Verzerrung ein wenig ausgeweitet, die Orangen-Verben ist sekunden-schnell im GW angekommen. Und das! Ohne das ich eine Zerrung spüre.  

So ganz nebenbei habe ich einen Fingerling im Fischtank gesichtet und somit hat sich die Frage nach dem Ausbleiben weiterer Minie-Tillies geklärt. Dieser spezielle Fingerling kann nur aus der ersten Brut diesen Jahres sein und die reichhaltige Ernährung hat den deutlisch schneller wachsen lassen als seine Geschwister in der Kita. 

Gruß
Stephan
Die Fortsetzung der Wachtel-News und anderer Shorts ;-)

Mauser-Diät!

Die Damen vom Amt sind mitten in der Mauser und haben das Fressen zur Staatsaffäre erklärt. Körner? Igitt! Die werden mit einem Blick bedacht, als hätte Birgit und ich Sägemehl serviert. Die Würmchen sind erlaubt, aber nur aus der Hand, nur einzeln und erst nach einer gründlichen Inspektion unserer Finger. Selbst die Fingerspitzen dürfen auf garkeinen Fall oder auch nur ansatzweise seitlich neben einer Amts-Dame sein, wir könnten streicheln wollen. Irgendwie schwierig bei fünf von den ungnädigen Damen. 
Und just in der Sekunde, in der sich wieder ein Federkiel durchschiebt, wird gehackt, geputzt, geplustert und sich beschwert. Danach sieht das Innen-Amt aus wie das Schlachtfeld einer Kissenschlacht, aber die Damen vom Amt sehen keinerlei Zusammenhang zu ihrer eigenen Person. 

Ebenfalls wieder ganz weit vorne im Rennen: „Sand-Baden extrem!“ Es geht ins Sandbad und das ist in der Mauser keine Körperpflege mehr, das ist Extremsport. Die Damen werfen sich in den Sand ud was folgt ist eine Bauchlandung, eine Vollrotation, Flügel auf Anschlag und dann mit Vollgas buddeln bis eine Sandwolke aus dem Innen-Amt wabert. In diesem Zyklon aus Sand und Staub taucht zwischendurch ein zerzauster Kopf aus dem Nebel auf, blinzelt mich an um in derselben Sekunde wieder im Sturm zu verschwimmen.
Mein Verdacht: Federn bestehen fast nur aus Eiweiß und darum ist das Würmchen jetzt das einzige Nahrungsmittel, das Beachtung verdient. Speedy hat das Konzept als Erste verstanden und schaut mich dabei so böse an, als hätte ich es erfunden.

Stachel-Alarm!

Der Brombeerblatt-Tee ist eine tolle Sache, das Rebeln der getrockneten Blätter allerdings nicht. Ich hatte gehofft, dass die Stacheln beim Trocknen im Backofen freundlicherweise die Waffen strecken. Falsch gedacht! Die werden nicht weicher, die werden zu Mini-Kanülen. Wer mit bloßen Fingern rebelt, kann hinterher Akupunktur ohne Termin abrechnen. In jedem Fall wird der Tee bis zum Frühjahr reichen.

Das Ende vom Lied. Ich jetzt zwei Sorten von Löcher in den Fingerspitzen: Die von Speedys bösem Blick und die von den Brombeerblättern ;-)

Paprika-Pflücken für Fortgeschrittene!

Ich musste Paprika ernten. Die Familie war geladen und wir wollten Gyrossuppe kochen. Die Tomaten für die Soße waren nett aber wer glaubt, dass man eine Spitzpaprika einfach pflückt, hat noch nie im Paprikawald gestanden. Der Duft betört die Sinne und irgendwie hängen die Früchte natürlich genau dort, wo man nicht hinkommt: Hinter dem Alu-Profil, unter den Weißen Fliegen oder drei Etagen unter dem Pumpensumpf. 
Die Stiele halten eisern fest, und wenn ich ziehe, kommt nicht die Paprika, sondern der ganze Ast. Ein sauberer Schnitt wäre die Lösung, aber die Schere liegt selbstverständlich irgendwo im GW und ich hänge halb verrenkt im Beet der GW-APimGW und mitten im Wald.

Immerhin: Die Ausbeute stimmt. Die Sweetys machen ihrem Namen alle Ehre, und die Damen vom Amt bekommen die krummen Exemplare. Fressen tun sie die selbstverständlich erst dann, wenn ich nicht hinschaue.

So richtig witzig. Mein Schwager mag scharfe Chillis und wollte gerne unsere scharfen Chilli mit nach Hause nehmen. Beim Essen habe ich fix zwei "Sibirische Hauspaprika" aus dem GW geholt und Ihm zum Testen auf den teller gelegt. Ich glaube nach der Ersten hat er auf die Frage seines Sohnes: Sind die scharf? Erstmal mal nach Luft schnappen müssen, sich den Schweiß abgetupft und mit einem knappen "Ja" geantwortet um dann beim Essen eine Pause einzulegen. In jedem Fall haben wir die zweite Schote nach dem Essen noch auf seinem Teller gefunden und wir haben keine Erinnerung erhalten das wir doch Bitte die Chillis für Ihn ernten sollten ;-)

Gruß
Stephan
Alles K..cke ;-)

Ein Rotkelchen ist echt super niedlich und süß, aber das kann mit den Schwanzfedern wippen, losfliegen und gleichzeitig einen Sch..ss auf der Gartenstuhl-Auflage hinterlassen!
Die Damen vom Wachtel-Amt sind schlimmer!!! Die können mit den Schwanzfedern wippen, so tun als ob Sie losfliegen, gleichzeitig einen Sch..ss im Innen-Amt hinterlassen und parallel einen Pu....s entfleuchen lassen. Das Rotkelchen ist im Freien und selbst wenn es pu....st ist der so klein das eine menschliche Nase den nicht riechen kann. Ganz im Gegensatz zu der Amts-Damen-Kombi-Hinterlassenschaft im Innen-Amt.

Die Ringeltauben können das vermutlich auch! Habe ich aber noch nicht gesehen. ABER!!! Die Fressen die heruntergefallenen Andenbeeren von der Terasse und die Andenbeeren-Mahlzeit wiederum scheint für die Tauben ein darm-technisches Aphrodisiakum zu sein. Das gehorcht in jedem Fal der Regel: "Tausche Andenbeere gegen Tauben-Sch...ss auf der Terasse" oder anders ausgedrückt "Jedes Böhnchen macht ein Tönchen, jede Andenbeere einen Terassen-Sch..ss!"

Da lobe ich mir die Tillies. Mit dem Strumpf als Grobfilter und der wöchentlichen Entleerung der Flüssig-Phase gibt es keine olfaktorische Belästigung. In den Eimer geflutscht, fix die Minie-Tillies raus-gesiebt, ab in den Kompost und die im Strumpf versammelten Sch..sse ist entsorgt. Ich wollte erst schreiben: "Der Dropps ist gelutscht!" Klare Anweisung an mein Hirn: "Kopf-Kino AUS!"
Ein echter Erfolg in diesem Zusammenhang war die Korrektur des Notüberlaufs im Fischtank. Nach der Erhöhung der Überlaufkante gelangt - bei Flut im System - kein Futter mehr in den Strumpf. Das war schon fast Verschwendung und die Konstantin-Regel lautet: "Das Futter muss durch den Fisch!" 

Ansonsten!
Am Samstag werde ich den Pumpensumpf seiner jährlichen Grundreinigung unterziehen. Leerpumpen, Feststoffe (die ehemalige Fisch-K..cke) vom Sumpfboden schöpfen und die 400l System-Wasser durch Regenwasser ersetzen. Es geht mit großen Schritten in den Herbst und ich möchte wie jedes Jahr den EC-Wert minimieren um dem Plan A) dem Teilwasseraustausch im Laufe des kommenden Winters zu umgehen. Es wird zwar noch dauern bis die Sweetys in der GW-APimGW eingehaust werden und das Laub verlieren aber der größte Teil der Paprika ist bald erntereif und die Nachzügler sind auch als kleine grüne Sweetys lecker. So viel Dünger wird nicht mehr verbraucht.
Für Sonntag ist dann mal wieder Tomaten-Ernte angesagt. Die schönen Tomaten werden gewaschen, poliert und verschenkt. Die weniger schönen werden die Menge an Tomaten-Soße in der Truhe anheben bzw. wieder auffüllen. Die Gyros-Suppe des letzten Wochenendes hat die Menge an Tomatensoße von 10 auf beängstigend minimale 8l reduziert. Wäre doch absolut undenkar mit weniger als 10l in den Winter zu gehen ;-(

Übrigens ist die letzte Paprika-Sorte aus dem Überraschungs-Paket mit Paprikasamen eine schnöde Block-Paprika. Wäre schön gewesen wenn die Pflanze etwas schneller gewesen wäre um herauszufinden ob es eine rote oder gelbe Sorte ist, aber am Ende ist das nicht wirklich wichtig. Die letzten offenen Fragen: Wie viele Kartoffeln stecken in dem ausgebeulten Pflanzpott und die wichtigste Frage überhaupt: Wie schmeckt Yacon.

In diesem Sinn wünsche ich Euch: "Ein schönes Wochenende!"

Gruß
Stephan
Hallo Zusammen,

der Pumpensumpf ist sauber.

[attachment=3861] Zum Glück hatte sich kein Minie-Tillie in den Pumpensumf verirrt und die Reinigung konnte ohne vorgeschaltete Minie-Tillie-Jagt beginnen. Mit dem Rest Wasser in dem Tank waren das ca. 40l Wasser und 3-4kg Schlamm den ich entfernen musste. Der Geruch war nicht ganz so nett, insbesondere wenn man auf den Knien hockt und sich herunterbeugen muss den Tank auszuschöpfen. Der Tank ist in der Erde eingelassen und ca. 50cm tief. Das war völlig unspektakulär. 20min. leerpumpen, 15min. ausschöpfen, den Schlauch vom Regenfaß in den Pumpen-Sumpf legen, ansaugen, laufen lassen und fertig. Um das Regenwasser schnell auf Temp. zu bekommen habe ich noch lediglich 3x 10l kochendes Wasser zugegeben und nach 2,5h war der Spuk gestern durch.  
Die Heckenpflanzen wird es gefreut haben so viele Mineralien geliefert zu bekommen. Die Tillies haben sich an den neuen Geschmack des Wassers gewöhnt und fressen wieder.

Übrigens ist Speedy seit gestern wieder ganz die Alte, schmolt nicht mehr und macht Ihrem Namen alle Ehre. Insgesamt scheint die zweite Mauser den Damen vom Amt nicht ganz so stark zuzusetzen. Wir haben immer noch durchschnittlich 3-5 Eier/Tag und das ist völlig ausreichend.

Die heutige Tomaten-Ernte 3,5 kg von 5 kg sind wie angekündigt zu den Nachbarn gewandert. So voll lästig ist der Amts-Damen-Staub! 5kg Tomaten zu waschen und zu polieren ist echt super lästig. Allerdings konnte ich so richtig schöne Angeber-Tomaten verschenken. Die Mischung in den Frisch-Gemüse-Pöttchen sieht einfach klasse aus. Das Beste daran! Es sind nur 500g Tomatensoße in die Truhe gewandert da ich 1 kg sofort zu einem griechischen Eintopf verarbeitet den Birgit und ich uns gleich munden lassen werden.

Gruß
Stephan
Ein Spätsommertag,

heute beim Aufstehen waren kleine Nebelgespenster im Garten, nur um sich ab 11:00Uhr ganz schnell ein Versteck zu suchen. Die Sonne luckte über den Zaun und hat den Garten mit ihrem goldenen Glanz überzogen. Die unglücklicheren der kleinen Gespensterchen sind ins GW gehuscht. Kann nicht anders sein! Nur Gespensternebel kann so hartnäckig an der Dachverglasung des GW hängen bleiben und den gesamten wunderschönen Sommertag dort verweilen. Jedes Jahr um diese Zeit überlege ich mir ob es einen Sinn ergibt die kleinen Gespensterchen mit einem Ventilator vom GW-Dach zu verscheuchen und jedes Jahr um diese Jahreszeit komme ich zu der Erkenntnis das ich mit der Ernte zufrieden bin und es nicht wirklich dramatisch ist wenn die eine oder andere Tomate nicht mehr abreift.
Entgegen meiner Routine habe ich bereits heute die Tomaten geerntet und 4kg zusammen bekommen. Ich hätte auch 6kg pflücken können aber die verbliebenen 2 kg werden erst am Mittwoch gepflückt und wir werden sie meinen Eltern bringen. Wie seit dem Eintreffen der Damen vom Amt üblich (notwendig) werden die Tomaten gewaschen und poliert, die weniger schönen Tomaten werden zu Soße verarbeitet und der Rest wird verschenkt. Die heutigen Tomaten sind bereits gewaschen, poliert und liegen auf Tellern darpiert in der Küche herum. Morgen kommen die in die zur Wiederverwendung gesammelten Plastik-Obstschalen aus dem Supermarkt. Und selbstverständlich wandern die Tomaten, die bis morgen noch platzen oder einfach nicht mehr schön aussehen in die Soße.
Bleiben noch die Paprika-Pflanzen, aber dieses wie letztes Jahr scheinen die Paprikapflanzen sich nicht am Gespensternebel des GW-Dach zu stören und somit wäre der Einsatz eines Ventilators einfach nur Stromverschwendung.

Heute morgen haben wir der Sonne Ihre Zeit gelassen, um auf der Sonnen warmen Terasse ein gemütliches Frühstück zu genießen. Anschließend haben wir ohne Eile diesem schönen Sommertag seinen Lauf zu lassen. Der Garten ist seit dem Formschnitt der Hecken einfach nur nett zu uns und die Topfblumen stehen noch in voller blühte, so dass die Terasse ein schöner Platz ist um sich dort wohlzufühlen.
Irgendwann im Laufe des Tages und ohne Hektick zu verspüren habe ich bei den Tillies den pH-Wert geprüft und der hat angezeigt das mein Eindruck zum Fressverhalten der Tillies stimmte, so dass ich beim Auffüllen des Pumpensumpfs noch ein wenig KOH zugegeben habe um den Wert von 6 anzuheben. In den vergangenen, genau wie in diesem Sommer, habe ich ohne Ausnahme den Eindruck gehabt das es ein Loch oder eine Undichtigkeit im AP-System geben müsse und immer im Herbst zeigt sich das das eine Fehlannahme war. Der Wasserverbrauch ist dieser Tage, genau wie all die Jahre im Herbst, auf ein niedriegeres Niveau zurückgekehrt und so musste ich heute nur 50L Regenwasser nachfüllen.

Die Wildblumenwiese sieht seit 2h aus als hätten wir einen Minie-Maulwurf zu besuch. Wir haben Tulpen- und Narzissen-Zwiebeln gesetzt und dafür mit einem Pflanzlochstecher viele kleine Löcher gestochen. Die Zwiebeln eingesetzt, eine wenig unreifen Kompost darauf gegeben und mit kleinen Hügeln von reifem Kompost abgedeckt. Der fleißige kleine Maulwurf hat 10 Hügel im Garten aufgeworfen und der unreife Kompost in den Löchern wird Regenwürmer anlocken. Die Regenwürmer wiederum werden dafür sorgen das die Wurzeln der Zwiebeln im kommenden Frühjahr in den Regenwurmröhren schön tief verwurzeln können. 

Um noch mal auf das Frühstück zurück zu kommen. Wir ernten überraschender Weise immer noch Mini-Schlangengurken von den im Frühjahr gezogenen Pflanze. Aktuell sind noch 4 Gurken an der Pflanze in der Kalt-AP und selbst die Pflanze in der GW-APimGW, obwohl vor 3 Wochen bis auf 40cm zurückgeschnitten, ist aktuell wieder am Durchtreiben und Blühen. Wir werden uns überraschen lassen ob vielleicht noch eine Gurke zu erwarten steht. Die Spätzünder-Überraschungs-Paprikapflanze hat, bedingt durch das gute Wetter, Gas gegeben und möglicherweis finden wir die Farbe der Paprika auch noch heraus.

Fast hätte ich heute meiner Neugierde statt gegeben, die rankende Weiße-Bohne aus den schwarzen Buschbohnen vorzeitig geerntet nur um herauszufinden wie viele Kartoffeln in dem Pflanzpott stecken. Fast!!!

Gruß
Stephan
Hallo Zusammen,

irgendwie hatte ich gestern meinen Rosamund Pillcher Tag und war kurz davor eine Liebesbeziehung zwischen Minie-Maulwürfen und den Regenwürmern zu erfinden, aber das wäre doch arg übertrieben gewesen ;-) Heute mal eine kurze Statusmeldung mit Fakten.

Ich habe die Fußbodenheizung im GW unter der der GW-APimGW gestartet. Infos auf Seite 18 / Antwort #256 dieses Posts. Kurz zur Erklärung. Die Fussbodenheizung ist ein 600l IBC mit einer Licht gesteuerten Steckdose. Scheint die Sonne schaltet die Steckdose frei und ein 300Watt Heizstab nimmt seine Arbeit in dem 600l IBC, gefüllt mit Wasser, auf und aufgrund des PV-Strom von unserem Dach ist diese Fußbodenheizung bzw. der Strom kostenfrei. So ganz genau kann man die Stromeinsparung nicht beziffern aber es hat den Anschein das wir in der Übergangszeit die Stromkosten für die direkte Beheizung des Fischtanks ca. halbieren können. Bei Frost bleiben von den 50% Einparung noch ca. 30% übrig wobei das echt klasse ist. In der Übergangszeit 50% von ca. 5-7kWh/Tag oder 30% von 8-12 kWh/Tag kann sich sehen lassen.

Der pH-Wert in der GW-APimGW war gestern noch nicht so ganz super und ich musste nochmals KOH zugeben. Im Gegensatz zu vorgestern habe ich indes daran gedacht den EC zu messen und der ist durch die Reinigung des Pumpensumpf bzw. das Auffüllen mit Regenwasser bei 753 µS/cm gelandet und für den Start in den Winter schon sehr brauchbar. Solange die Sweetys noch wachsen wird der weiter sinken. Lediglich die "Tochter der durchgeknallten Physalies" kann aktuell nur sehr begrenzt helfen da ich die 20cm über dem Granulat abgeschnitten habe.

Gruß
Stephan
Hallo Zusammen,

die Saison ist fast durch und ich hatte mal wieder Lust auf Geschichten tippeln (so ganz ohne Tomaten) und dafür musste ich einen Fisch zum Charakter-Tier erheben. Es ist der Sonnenbarsch den Ihr mit Bild auf Seite 26 Antwort #389 findet; aber die damalige Einschätzung musste ich korrigieren und den Fisch umtaufen. Im selben Beitrag kommen die Pocahontas ebenfalls erstmalig und mit Bild vor.

So ganz grundlegende Sachen wie Drunter-Tomaten, AP-Wachtel, GW-APimGW, ...usw. sind auf Seite 27 Antwort #404 übersetzt. Es gibt, so glaube ich, ein paar neue Begriffe, die habe ich aber nicht mehr so ganz im Überblick. Stimmt natürlich nicht. Ich weiß genau was ich schreibe, bin nur gerade zu faul darüber nachzudenken :-)
 
Damit Ihr die Amts-Damen besser kennenlernt empfehle ich Euch die Seite 28 Antworten #318 bis #320 und jetzt gehts los. Viel Spaß!


Krumm-Maul und das Erbe von „Upps“

I von IV. Das Verschwinden in die Strumpfhausen-Finsternis

Die Anfänge der Geschichte findet Ihr in den Beiträge vom 27.04.24 Seite 19 #271, 09.06.2025 Seite 26 #389 und 31.07.2025 Seite 29 Antwort #432

Es war ein nebliger Morgen in den Tiefen des Tillie-Tanks, als Krumm-Maul aus der Dunkelheit hinter dem Luftheber aufstieg um den Sonnenaufgang durch die seltsame senkrechte Wasseroberfläche zu begrüßen. Seine Schuppen Gold glänzend, sein Maul, von unzähligen Kämpfen mit zähen Futterpellets schiefgezogen, gab ihm das Aussehen eines ewig Grollenden, und genau das war er auch. Krumm-Maul war der letzte Schamane seiner Linie, Enkel im Geiste von „Kurz und Dick", und er trug die alten Geschichten wie andere Fische ihre Schuppen: fest, Gold glänzend, und bei genauem Hinsehen doch voller Narben.
Die Minies, so erzählte man sich im Schwarm, verschwanden manchmal spurlos. Eben noch paddelten sie übermütig mit Eilnachrichten am Fuß des Steigrohrs, suchten Schutz vor den Halbstarken, die mit zwölf Zentimetern Körperlänge bereits zu echten Jägern geworden waren - und dann, ein Wirbel, ein Sog, und sie waren fort. Hinaufgerissen durch das große schwarze Rohr, hinein in die Oben-Welt, von der die Alten nur flüsterten.

Krumm-Maul kannte die Wahrheit, denn er hatte sie selbst erlebt, vor Monden, als er noch keinen Namen trug. „Es gibt einen Ort", pflegte er zu sagen, wenn die Jungfische sich um Ihn scharten und der Ort heißt "Strumpfhausen". "Dort ist es dunkel, das Wasser steht still, und man hört nur das eigene Herz schlagen gegen eine schwarze weiche Wand."
Monate waren seinerzeit vergangen, ehe Krumm-Maul aus dieser Finsternis zurückkehrte - durchgeschüttelt, durchgesiebt, in einer Hand gehalten, die ihn durch das Licht gehoben hatte, ehe sie ihn zurück ins Wasser der Babystation und dann zurück an den Ort seiner Geburt entlassen hatte.
Und noch heute, wenn ein Fingerling zu tief unter dem Fuß des Steigrohrs schwimmt, erinnern sich die Alten: Der Sog - die Strömung zog, und dann: Stille. Dunkelheit. Das leise rascheln der Schuppen von Artgenossen, die genauso ratlos waren wie man selbst. "Das ist keine Strafe", brummte Krumm-Maul dann mit grollender Stimme. „Das ist eine Prüfung. Wer aus Strumpfhausen zurückkehrt, der kennt die Dunkelheit - und fürchtet sie nie wieder."

II von IV. Die Erinnerung an das „Upps“

Der Anfang ist im Beitrag vom 13.05.2024 zu finden. Seite 19 Antwort #275

Es gab im Schwarm nur einen Namen, der mit noch größerer Ehrfurcht geflüstert wurde als Strumpfhausen, und das war das „Upps“.
Krumm-Maul hatte die Geschichte tausendmal gehört, von seinem Vater, und der wiederum von „Kurz und Dick“ höchst persönlich, in den Tagen, als der pH-Wert fiel wie ein Stein und das Wasser bitter schmeckte. Sechs Mutige hatten sich damals dem vermeintlich Bösen genähert, von acht Seiten zugleich, Kurz und Dick von vorne-mitte-rechts, der Große Graue von vorne-mitte-links und seine Double von allen anderen Seiten. Und das Böse - mit seiner Schuppenstruktur, den schwarzen Rändern - hatte nur geblubbert. Nicht gezuckt. Nicht geantwortet.
Da hatte Kurz und Dick es begriffen, und er hatte es allen gesagt, hinter vorgehaltener Flosse, ganz leise: Es war nicht das Böse mit seiner Schuppenstruktur und den schwarzen Rändern. Es gibt auch das „Upps“.
„Das „Upps“ lebt in der Oben-Welt", erklärte Krumm-Maul den Minies im Flüsterton, während er gemächlich seine Kreis zog. Dort, wo das Wasser herkommt. Es sammelt die Pupse der Fische, hortet sie in der Stille unter den Steinen, und wenn es genug gesammelt hat, lässt es sie frei. Dann färbt sich das Wasser hellgrün, dann gelb, und das Atmen fällt schwer." Die Minie-Tillies zuckten unweigerlich mit den Flossen, wenn sie das hörten. „Deshalb", knurrte Krumm-Maul, „Es muss beobachtet werden. Immer! Das Zeichen im Schlamm muss ausgewaschen werden, ehe „Es" es liest." Nie wieder sollte ein Tillie den Namen des eigentlichen Bösen aussprechen - denn das echte Böse war nicht die Schuppenkreatur in der Ecke des Tanks. Das echte Böse kam immer von oben, unsichtbar, geduldig, und sein Name war „Verschleiß der Pumpe.“

Wie Ihr sehen konntet sind das die ersten beiden Geschichten. III von IV und IV von IV folgen in Kürze. Ich tippel noch.

Gruß
Stephan
Hallo Zusammen,

bevor ich es vor lauter geschichtengetippel vergesse. Aufgrund des sonnigen Wetters war die Bodenheizung in der AP bereits am Mittwoch auf 32,6°C und die kleinen Nebelgespenster verschwinden ziemlich zeitnah vom GW-Dach.

Die Fortsetzungen:

III von IV. Pocahontas und Schwestern

Der Anfang ist im Beitrag vom 09.06.2025 Seite 26 #389

Wenn Krumm-Maul von den Müttern des Schwarms sprach, wurde seine Stimme sanfter, fast andächtig und seine goldenen Schuppen erweckten den Anschein als leuchteten sie von innen heraus. Die brütenden Damen, die ihre Eier wochenlang im Maul trugen, ohne selbst zu fressen, erkannte man schon von Weitem: an einem dunklen Streifen, der sich in leichtem Abwärtsbogen von einem Auge zum anderen zog, ungewohnt, wie gemalt von einer unsichtbaren Hand. „Sie tragen das Zeichen der Pocahonta", sagte Krumm-Maul, „der ersten großen Mutter, von der man nicht wusste, ob sie es wirklich war oder schon die Zweite oder gar die Dritte, denn das Geheimnis der Mäuler ist, dass sie sich alle gleichen und doch jede ihre eigene Geschichte trägt."

Hundert Eier pro hundert Gramm Körpergewicht, so wisperte man sich im Schwarm zu, und bei einer stattlichen Dame von fünfzehn Zentimetern konnten das leicht vierzig bis sechzig kleine Seelen sein, die im Dunkel des Mauls auf ihre Stunde warteten. Wochenlang verzichtete eine Pocahonta auf die Nahrung, bewachte ihre Brut mit geschlossenem Maul, bis die Minies endlich bereit waren - und manchmal, wenn die Mutter sich erschrak, spuckte sie alle auf einmal aus nur um die Minies ganz schnell wieder in ihrem Maul zu versammeln und zu beschützen und der ganze Schwarm geriet in helle Aufregung.

IV von IV. Krumm-Maul und Speedy - Ein Gespräch unter Legenden

Lesen und genießen! Das hier ist vielleicht der Anfang weiterer Geschichten. Wenn Ihr bis hier hin gelesen habt bleibt es für Euch spannend ;-)

Es geschah an einem jener Tage, an denen das Wasser im Tank besonders klar stand, so ein richtiger Rosamunde Pillcher Tag, dass eine Stimme von oben durch die Wasseroberfläche des Tillie-Tanks drang. Es war Speedy, die klügste der Damen vom Amt, die sich über den Rand des Stalls hinweg zum Fischtank vorgewagt hatte.

„Du da unten, mit den Gold glänzenden Stummel-Feder“ flüsterte Speedy in den Tank, „warum leuchten Deine Stummel-Federn so schön in der Morgensonne? Du leuchtest bis ins Innen-Amt.“

Ich war im Garten und dachte das Alwin mein Nachbar hinter dem Zaun heute irgendwie eine Fistelstimme hat. „Hoffentlich ist der nicht krank“ murmelte ich so vor mich hin.

Krumm-Maul kannte diese Stimme die immer begleitet wurde von eiligem Getrippel. Er stieg hinter dem Luftheber, seinem Lieblingsplatz herauf. „Du hast Glück eilige Dame. Wärest Du nicht die schlaueste von den Amts-Damen, ich wäre hinter dem Luftheber geblieben und hätte weiter den warmen Wasserstrom genossen. Und nein! Das sind keine Stummel-Federn, das sind Schuppen. Tauche ins Wasser und wenn Deine Lang-Schuppen nass geworden sind werden sie wie meine glänzen“ sprachs und verschwand wieder in den Tiefen des Tanks.

„Ich bin doch keine Ente“ rief Speedy empört.

„Irgendwas ist wirklich nicht richtig mit Alwins Stimme“ dachte ich, „erst krächzt der dann brummt er wie ein Pubertierender, fehlt nur noch das sich gleich seine Stimme überschlägt“ und ich wusste nicht ob ich lachen oder mir Sorgen machen sollte.

„Du da unten, mit dem schiefen Maul", rief Speedy auf einmal herab. Die Ente längst vergessend und begierig Ihre Neugierde zu befriedigen, „man erzählt sich, deine Weibchen würden ihre Eier einfach schlucken. Ist das nicht ein wenig... geizig?"

In dieser Sekunde kam ich mit der Gießkanne ins GW und blieb wie angewurzelt stehen. Redeten unsere Tiere jetzt miteinander? Rasch zog ich mich hinter das Alu-Profil der GW-AP zurück (ja ich bin so schlank), stellte die Kanne lautlos ab und spähte nur noch mit halbem Kopf um das Profil der GW-APimGW herum, aus Angst, die Beiden könnten verstummen, sobald sie mich entdeckten.

Krumm-Maul hob gemächlich den Blick. „Geizig nennst du das, gefiederte Freundin? Meine Damen tragen ihre Brut im eigenen Maul, wochenlang, ohne einen Bissen zu nehmen, bis die Minies schwimmen können. Das nennt man Fürsorge, nicht Geiz." Grollte er aus der Tiefe.
„Bei uns", entgegnete Speedy und plusterte sich stolz, „plöppt man die Eier einfach aus, fertig, die Nächste bitte. Keine Umstände, kein Theater."

„Und wer wärmt die Eier dann?", fragte Krumm-Maul spöttisch. „Wer beschützt sie vor dem „Upps“?"

„Es gibt kein „Upps“ bei uns", sagte Speedy würdevoll. „Es gibt nur den Marder, und gegen den hilft kein Maul, sondern eine solide Stalltür und ein Zaun."

Ich musste mir die Hand vor den Mund halten, um nicht laut loszuprusten. Dass der Fisch mit dem krummen Maul ernsthaft über das „Upps““ dozierte, war an sich schon komisch, aber dass die Wachtel ihm in nichts nachstand, machte es perfekt. Und bei dem Wort „Upps“ musste ich unwillkürlich an „Kurz und Dick“ denken, der damals, als der pH-Wert abstürzte, als Erster begriffen hatte, dass es nicht das Böse in der Ecke war, sondern das unsichtbare „Upps“ von oben. Ich hatte diesen tapferen Dickwanst immer für die größte Seele im ganzen Tank gehalten, und offenbar hielt Krumm-Maul es ähnlich, sonst würde er nicht seinen Namen nennen. Neu war mir allerdings die Tatsache das ein Marder um das Außen-Amt geschlichen war.

„Und wie lange dauert so eine... Maul-Schwangerschaft?", wollte Speedy wissen.

„Zwei bis drei Wochen", antwortete Krumm-Maul, „je nach Wassertemperatur."

Ich nickte unwillkürlich, hinter meinem Profil kauernd. Stimmt, dachte ich, genauso hatte ich es selbst beobachtet: Je wärmer das Wasser im GW, desto öfter und in ungezählter Menge Spukten die Minies durch die Baby-Station.

„Und wie oft legt so eine Dame?", fragte Speedy weiter.

„Alle vier bis sechs Wochen, ihr ganzes Leben lang", sagte Krumm-Maul. „Manche nennen das einen Fluch, ich nenne es Fleiß."
Eine stiller bestätigender Seufzer, den ich tunlichst für mich behielt, wäre mir fast entfleucht, denn genau dieser Fleiß war der Grund, warum ich regelmäßig Minies verschenken wollte.

„Dafür", setzte Krumm-Maul nach, „müsst ihr nicht drei Wochen hungern wie meine Damen. Die verlieren in der Brutzeit sichtbar an Gewicht, weil sie keinen Bissen anrühren."

Ich erinnerte mich sofort an die mageren Pocahontas die ich schon öfter beobachtet hatte, und nickte lautlos hinter meinem Alu-Profil, bemüht, kein Geräusch zu machen. Die Beiden hatten scheinbar wirklich keine Ahnung, dass ich zuhörte.

Speedy schüttelte nachdenklich ihr Gefieder. „Wir legen vielleicht zweihundert Eier im Jahr, du sagst, deine Weibchen tragen sechzig auf einmal im Maul, alle paar Wochen. Das klingt nach echter Arbeit."

„Dann", sagte Speedy schließlich mit einem letzten stolzen Flügelschlag, „bin ich froh, eine Wachtel zu sein und keine Tillie. Aber Respekt, Krumm-Maul. Respekt."

Und damit verschwand Speedy, sich eine Fliege schnappend, wieder Richtung Sandbad. Ich wartete noch einen Moment in meinem Versteck, ehe ich mich vorsichtig aufrichtete und nach der Gießkanne griff - genau in diesem Augenblick drehte sich Krumm-Maul im Wasser. Ganz langsam und sah mich direkt an. Kein Erschrecken, kein Davonschießen, nur dieser eine, ruhige, wissende Blick, als hätte er die ganze Zeit genau gewusst, dass ich dort hinter dem Profil kauerte und jedes Wort mitgehört hatte (ok ich bin nicht ganz so schlank wie ein Alu-Profil). Ich erwiderte den Blick, ehe sich Krumm-Maul zurück in den Schatten des Steigrohrs sinken ließ, und fragte mich, wie viel dieser Fisch eigentlich wirklich wusste.

Gruß
Stephan
Hallo Zusammen,

heute gibt es mal ein kurzes Update zum Yacon. So richtig ärgerlich ist der Umstand das die Tastatur von meinem Tablett den Geist aufgeben hat. Bei der reinen Tablett Nutzung mit Bildschirmtastatur stelle ich mich vergleichsweise unbeholfen an.

[attachment=3863] Schaut Euch diese gewaltige Planze an. Mittlerweile haben die 4 Pflanze alle eine Höhe vo +2m. Ich bin echt super gespannt auf die Ernte.

[attachment=3862] Im Gegensatz zur Größe der Pflanze sind die Blüten vergleichsweise zierlich. Mal schauen ob die Blütenblätter noch größer werden. Meine Hand im Hintergrund liefert Euch einen ungefähren Maßstab.

Gruß
Stephan
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