ich möchte euch einen Gedanken vorstellen, und hoffe auf Erfahrungswerte von den "alten Hasen".
Ich habe 25 Tilapia, die ich mit Schwimmfutter (3mm) von lets-grow füttere, tolles und günstiges Futter (Danke Dominik).
Mein System filtert wenig Feststoffe aus dem Wasser. Diese werden in einem, ich nenne es mal "Vorfilterpflanzbecken", dass recht klein ist durch Regenwürmer verarbeitet. Starkzehrer sollen zudem helfen.
Das klappt bisher wunderbar seit nun 13 Monaten. Der Grund ist, ich möchte kein "Hydroponiksystem mit Fischen" betreiben sondern möglichst alles was geht Rückgewinnen. Mit dem kleinen Fischbesatz glaube ich das auch zu schaffen, aktuell zu etwa 90%. Bei größerem Fischbestand würde ich einen Teil rausfiltern oder anders skalieren, da die anaeroben Prozesse vermutlich zum Problem werden. Aber das ist Zukunftsmusik.
Meine Idee: 1/3 Futter ersetzen durch Haferflocken (muss kein Alnatura sein, Futterhafer geht auch :-) ). Hafer enthält viel gutes Zeug, vor allem interessiert mich aber der große Anteil an Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium, Magnesium und (ich habe viele Tomaten im System). Ein Teil dieser Inhaltsstoffe werden früher oder später wieder im Wasserkreislauf landen und ich muss dauerhaft nix reinkippen, so mein Wunsch. Man muss natürlich durch Messungen kontrollieren ob die Verhältnisse passen, würde aber mit 1/3 mal anfangen.
Gibt es Erfahrungswerte, Anregungen, Bedenken dazu?
Geschrieben von: Stephan - 27.09.2021, 11:21 - Forum: Dein Projekt
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Hallo Hans,
herzlich willkommen im Forum.
Ich habe mal dieses Thema eröffnet um Dich zu fragen wie Du Dich mit AP beschäftigst? Es scheint das Du beruflich damit zu tun hast oder Du hast Dich als Hobby sehr in diesem Thema vertieft. Wie sieht Deine AP aus? Welche Fische hast Du?
Schon lange überlege ich mir ein Aquaponik System zu bauen und habe mich daher seit etwa einem Jahr auf vielen Quellen darüber informiert. Jetzt habe ich den ersten Schritt gemacht und die erste ( kleine ) Anlage steht.
Ganz einfach mit Pumpe und einem Bell Siphon für ein Ebbe Flut System.
System : 200 Liter Fass in 70/30 zerteilt für Becken und Beet
Zwei Wochen bevor die Fische kamen, habe ich das System anlaufen lassen. Es wurden Startbakterien hinzugegeben und die ersten Pflanzen gezogen.
Standort : Badezimmer ( davon haben wir drei )
Pflanzen : Basilikum, Minze, Schnittlauch, Kresse
Ein Thermometer machte sich auch hilfreich und stellte klar, dass es ohne Heizung nicht ausreicht. Also Diese auch noch gekauft.
Das Wasser hat nun stabile 28 Grad und heute kamen die Fische
Fische : 20 x afrikanischer Raubwels ( noch Babys )
Die Tiere kamen munter an und haben auch sofort gefressen.
Futter : Raubwelsfutter 3mm schwimmend
Zur Überwachung habe ich mir noch ein paar Teststreifen gegönnt. Hier fehlen mir aber noch sämtliche Erfahrungen auf was zu achten ist.
Ich hoffe ihr könnt euch das soweit vorstellen.
Man möchte natürlich nichts falsch machen und vielleicht erfahre ich hier im Laufe der Zeit ja noch den ein oder anderen hilfreichen Tip.
Im Frühjahr soll dann alles in ein Gewächshaus umziehen und dafür stehen schon IBC Container bereit.
So. Nun mal zu meinen Befürchtungen.
Die Pflanzen sind noch sehr klein und daher weiß ich nicht ob dies schon ausreichend ist um den Kreislauf zu erhalten.
Zur Sicherheit habe ich mal noch einen Aquarium Innenfilter besorgt um gegenzusteuern.
Also Mädels und Jungs, was meint ihr? Laufen lassen und schauen wie sich alles entwickelt oder gibt es schon Stoppunkte wo ich eingreifen sollte?
Für eure Hilfe bin ich schonmal dankbar.
Gruß Daniel
Edit : Dank Stephan klappt es nun mit den Bildern. Ich hab mal paar angehängt damit ihr euch meine Konfiguration auch vorstellen könnt.
ich möchte die Pflanzbehälter nur mit Blähton und einen Ablauf ausstatten. (kein siphon, einfach nur einen Ablauf in bestimmter Höhe)
Hat jemand da schon Erfahrungen wie hoch der Wasserstand sein sollte, das der Blähton bis oben hin durchfeuchtet?
ich habe mein System (2 Growbeds à 1300 Liter, 2 Fischtanks à 1000 Liter, 1 Sumptank, Ebbe-Flut-System) vor ca. einem Monat fischlos gecycled und habe vor 2 Wochen 100 Setzlinge Regenbogenforellen eingesetzt. Eine Woche lang ging alles gut, nach 2 Tagen haben die Fische gierig gefressen. Seit ca. einer Woche fressen sie nicht mehr und ich habe inzwischen 15 Verluste.
An zuwenig Sauerstoff kann es m.E. nicht liegen, da ich jeweils eine mit Luft betriebene Gegenstromanlage (Airlift-System) eingebaut habe, da sprudelt es ohne Ende. Kann es sein, dass Regenbogenforellen zuviel Sauerstoff bekommen?
Der Ph-Wert liegt bei 7,6, was wohl daran liegt, dass das Gesprudel das CO2 aus dem Wasser transportiert. Wie ich im Internet gelesen habe, gibt es einen mathematischen Zusammenhang zwischen ph, Wasserhärte und CO2-Gehalt (wenig CO2 = niedrige Härte = hoher Ph). Ich kompensiere mit CO2-Sprudlern, reicht aber wohl nicht. Aber am Anfang eines Systems soll der ph-Wert meistens eh zu hoch sein.
Die sonstigen Werte: Nitrat 15, Nitrit: 0,05 - 0,1, Ammonia: <0,01. Wobei ich sowohl JBL-Proscan als auch JBL-Pro Aquatest mit Farbskala benutze. Dabei gibt es seit Beginn eine systematische Abweichung bei Nitrit zwischen Proscann (0,25) und Aquatest (die meiste Zeit, seit Fische drin sind < 0,05). Ich nehme an, dass letztere exakter ist. Proscann zeigt mir auch Chlorwerte an, obwohl ich ausschließlich Brunnenwasser benutze.
Das Wasser wird konstant bei 18 Grad gehalten (Kühlung durch Brunnenwasser, wenn die Temperatur steigt).
Hallo Leute, wie ich in meiner Vorstellung bereits erwähnt habe, möchte ich mit meinem Wissen nicht hinterm Berg bleiben und stelle euch hier nun eine ganz besondere Salmoniden Art vor, nämlich die BORN Forelle. Wie der Name schon sagt, stammt diese Forellen Art aus der Region Born am Darß. Diese Forelle wurde dort vor runde 60 Jahren entdeckt und wird seit dem Erforscht im dort ansässigem Institut für Brackwasser Biologie. Dort sind auch Zander, Hechte und Co. Aber nun wieder zu dieser besonderen Forelle. Im Gegensatz zu anderen Forellen oder Salmoniden laicht diese Forellenart dort in diesem brackig trüben Wasser und übersteht Stressfrei auch höhere und länger anhaltende Sommertemperaturen bis 28 ° C !!! Diese einheimische und Regionale Forellenart sollte mittlerweile schon in vielen Aquakulturen kultiviert werden, jedoch wächst die Hybride Regenbogenforelle wie wir sie alle kennen etwas schneller als die einheimische Art und wurde daher nie kultiviert bis auf die paar 1000 Stück die im Institut leben. Jetzt denkt ihr alle so......denn macht es eh keinen Sinn, doch ich habe mit dem Leiter vom Institut gesprochen und er würde zu gewissen Zeiten im Jahr auch welche rausrücken und meinte man bekommt die wohl auch in Teichen zum laichen und wenn einer unter euch etwas Geschick dafür hat, kann er es ja versuchen und eventuell für andere Aquaponiker den Fisch der Fische kultivieren, denn das ist sie zweifellos unsere kleine regionale BORN-Forelle :)
ich bin ganz neu im Forum und habe mich angemeldet um euch meinen Entwurf für ein Aquaponiksystem vorzustellen und zu diskutieren.
Kurz zu mir:
Ich heise Henrik, bin 28 Jahre alt und lebe in der Südpfalz in der Rheinebene. Ich habe jahrelange Erfahrung im Bereich Aquaristik, allerdings wenig Erfahrung im Gärtnern. Außerdem bin ich Angler seit ich 13 Jahre alt bin, habe das Hobby aber in den letzten Jahren vernachlässigt. Ich verstehe also was von Fischen und weiß wie man mit ihnen umgeht.
Ich habe eine ungenutze kleine Garage, und hintendran Richtung Südwesten noch etwas Platz wo ich ein Gewächshaus anbauen kann. Die Garage ist in der Mitte geteilt, die vordere Hälfte könnte ich für die Anlage nutzen.
Nun zu meinem ersten Entwurf:
Das Fischbecken soll aus einem IBC-Behälter bestehen, der nur oben aufgeschnitten ist, um das maximale Volumen nutzen zu können.
Ein weiterer IBC-Container soll 70/30 geteilt werden, der größere Teil dient als Filterbecken und teilweise auch als Sumpf.
Fischbecken und Filter sollen in der Garage platziert werden (durch Glasziegel herrscht dort einigermaßen Tageslicht). Zwecks Wärmeregulierung (Winter frostfrei halten, Sommer kühlen) wird der Fischtank 60cm und der Filter 40cm tief in den Boden eingelassen, ohne Wärmedämmung zum Erdreich. Die Oberkante des Fischtanks befindet sich jetzt 10cm höher als die Oberkante des Filterbeckens. Ein Überlaufrohr begrenzt den Wasserstand im Fischbecken auf 90cm, wobei der Einlass des Überlaufs am Boden des Fischtanks ist, um Feststoffe dort anzusaugen. Der Überlauf müdet über dem Filterbecken.
Das Filterbecken wird mit zwei Zwischenwänden derart gedrittelt, dass das Wasser in der ersten Kammer abwärts fliesst durch einen mechanischen Filter (Filterschwamm, Metallsieb), in der zweiten Kammer wieder aufwärts und in der dritten wieder abwärts zu den Pumpen. Die zweite und dritte Kammer sollen mit Helix oä gefüllt werden. Ein kleiner Kompressor soll im Filterbecken (evtl. auch im Fischbecken) über Ausströmersteine das Wasser belüften. Zwei Pumpen fördern parallel (Redundanz falls eine den Geist aufgibt) Wasser zurück in den Fischtank, eine dritte Pumpe fördert das Wasser für das Gewächshaus.
Das Gewächshaus wird auf Bodenniveau mit "DeepWaterContainern" bestückt. Sie werden über Rohre (kommunizierende Röhren) alle miteinander verbunden und münden schließlich im Filterbecken. Im Filterbecken und den DWC`s herrscht also überall der gleiche Wasserstand. Die Rohre werden in Bodennähe kontaktiert, sodass möglichst viel Volumen als Vorrat für den Filter/Sumpf wirkt (überhalb der Rohre), und ein Restvolumen im Notfall dafür sorgt, dass die DWC`s nicht komplett leerlaufen. Über den DWC`s wird der obere Teil des IBC-Containers (was vom Filterbecken übrig ist) als Growbed mit Ebbe/Flutsystem angebracht. Der Ablauf des Growbeds mündet im hintersten DWC. Über dem Growbed sollen "RainTowers" (oder wie man die Wasserrohre mit eingesteckten Netztöpfen nennt?) angebracht werden. Die dritte Pumpe soll Wasser vom Filterbecken zu den oberen Enden der RT`s pumpen, von wo aus es sich seinen Weg zurück durch die RT`s, das Growbed und die DWC`s in das Filterbecken bahnt.
Das Gewächshaus an sich soll erstmal eine einfache Konstruktion aus Vierkanthölzern, Dachlatten und Gartenfolie werden.
Ich möchte das ganze als 24V-System aufbauen, Mit einem Schaltnetzteil und Pufferbatterien. Sinn dahinter ist, dass ich nach einer hoffentlich erfolgreichen ersten Saison das System mit Photovoltaik/Windkraft erweitere, um das Schaltnetzteil nur als Notstromversorgung zu nutzen.
So weit erstmal von mir, ich habe noch einige Fragen, aber erstmal will ich eure Kritik zum Systementwurf hören, besonders wenn ihr Fehler findet die von vornerein zum Scheitern führen. Ich freu mich auf eure Rückmeldungen!
Ich habe so ein Komposter (https://www.biohort.com/shop/en/composter.html), Heute habe ich gesehen das da drinnen ganz viele Larven sind (Black SoldierFly Larven) genau gleiche wie in dem Video 0:54.
Hat jemand schon probiert so ein System selber zu bauen wie in Video gezeigt ist? In 2:13 ist ein System gezeigt wie erwaschene Larven selber nach oben klettern und in ein Behälter rein fallen...
- Auf was muss man aufpassen??
- Wie hoch kann ganze System sein?
-....