Hallo,
vielleicht haben manche den Youtube-Kanal "Lucas macht den Fisch" schon angeschaut.
Dort stellt Lucas in der Schweiz eine Variante der Aquaponik vor, die er Ökoponik genannt hat.
Finde ich sehr faszinierend.
Es geht darum, die Natur walten zu lassen für bessere Systemstabilität. Also Pflanzenbeete als wildes Ökosystem, mit Schnecken und Würmern.
Da ich sowas Ähnliches sowieso mache (bin aus Zeit/Lust - Gründen aus der klassischen Aquaponik ausgestiegen, siehe auch Thema
Zitat:Meine neueste, besonders faule Anlage
, plane ich jetzt auch eine Ökoponik.
Argumente:
Eine Anlage muss auch mal ohne Pannen stabil vor sich hin laufen.
Gemüse und Salat zu produzieren ist mühsam, man muss es als teures Hobby verstehen. Der Anblick eines schönen Ökosystems ist wertvoller.
Fische zu produzieren lohnt sich nur in grossem Massstab. Als Hobby wiederum ist es nicht notwendig, viele Fische zu mästen, da reichen wenige.
Was meint ihr?
Hier im Forum war ich nun 10 Jahre, aber meine Anlage hat sich vom IBC soweit weg entwickelt, dass es nicht mehr passt.
Somit werde ich wohl von hier aus dem Forum umziehen nach www.oekoponik.ch
nachdem ich Probleme mit einem fallenden PH-Wert Ende April hatte ist er nun seit Zugabe von Asche (300g / 4.200l) soweit stabil bei 6.7 (vorher 5,7)
Jetzt sehen die neuen Werte und das aktuelle Blattgrün wie folgt aus:
Links oben, das ist eine Gurke... das neue große Blatt ist ziemlich gelb, daneben die beiden das ist Feldsalat, sieht auch nicht gesund aus (evtl. durch nasse Füße?),
Links unten bekommt mein Schnittlauch gelbe Stengel, dann Petersilie ganz gut und recht mein auch recht gelber Rucola.
Komischer Weise ist mein Eisenwert trotz gestriger Zugabe von 6g/4200l Eisenchelat noch niedriger als vorher? Was meint ihr dazu?
ich bin neu in der Aquaponik Szene. Hab mir zig Videos etc schon reingezogen. Ich bin aktuell mit meiner Frau in Planung unseren Hühnerstall (aussen) in eine Aquaponik anlage umzubauen. Dazu hab ich schon erste Modelle (siehe Anhang) erstellt. Die Anlage soll aus ingesamt 5 Fischtanks (1k IBC) und 6 Planzenbecken (1k halb IBC Tank) siehe Bild bestehen. Dazu kommen natürlich Filtertonnen und Pumpenanlage. Würde das gerne mit unserer alten Teichpumpe "gereinigt" (WDF 10000 UV 11) betreiben. In die Fischtanks kommen kleine Pumpen die das Wassser in den Filterbereich bringen. Im Allgemeinen würde ich die Pflanzen- und Fischtanks Kaskadenförmig aufbauen um Energie zu sparen. Die große Teichpumpe wird zum Hochpumpen nach der Filterung genutzt.
Meine Fragen die ich mir aktuell stelle, sind:
- welchen Richtwert hat man beim Durchlauf des Wassers durch die Anlage. Bzw. Wie soll ich die Pumpen auslegen? (Bsp.: wenn ihr grundsätzlich sagt das wasser muss 2x / h die Anlage komplett durchlaufen o.ä. lege ich die Pumpen entsprechend aus. Insgesamt habe ich ca. 13k -15k Liter in der Anlage.
- wie muss ich meine Grobfilteranlage auslegen bei 5 Fischtanks. Was sind eure Erfahrungswerte wieviel (Kot) fällt an. Geplant sind Tilapia.
ich habe diese Saison zum ersten Mal (vor 7 Wochen) Jungfische ins System gesetzt: 5 Schleien und 10 Karpfen um die 6-8cm groß.
Auch wachsen nun einige Salate, Petersilie, Schnittlauch, Mangold, Sauerampfer, Rucola, Koriander, Gurken, Speisechrysanthemen und rote Beete. Bald kommt noch eine Menge Basilikum dazu.
Zum Thema PH-Wert hatte mir Stephan schon nebenbei einen interessanten Tipp gegeben, deshalb fasse das aber nochmal hier fokussiert meinen Weg den PH-Wert anzuheben zusammen, da ich gern die optimalste Lösung herausfinden möchte:
Wasserwerte vom 23.4. (vor 9 Tagen) Temperatur: 17°C PH: 6,3 O2: 10 Co2: 28 KH: 3? (die Farbmuster von JBL sind schrecklich, daher bin ich mir da etwas unsicher) GH: 13 EC: 1 FE: 0,1 NH4+: <0,05 NO2: 0,1 NO3: 80
Systemgröße Growbeds 4x 328 l = 1.312 l Sumpftank 1 = 698 l Sumpftank 2 = 375 l Fischtank = 1.445 l Filter = 330 l = 4.160 l
PH-Wert anheben mit Asche Da der PH-Wert immer weiter sinkt (Fische bekommen aktuell nur je 1 Tl Futter, morgens und abends) wollte ich auf möglichst natürliche Art und Weise etwas dagegen tun. Im wissenschaftlichen Post von Wolfgang wird Kaliumhydroxid empfohlen, weil es auch Nährstoffe bereitstellt. Frage ist, was beim Kauf zu beachten ist. Kann ich da das günstigste, was man finden kann kaufen, was man z.B. für ca. 7,50€ das kg eimerweise bei Amazon bekommen kann?
Stephan gab mir den Tipp Holzasche zu nehmen, die ich aus soweit gutem und selbst gemachtem Holz im Kamin selbst produziere. PH-Werte 30. April: 6.3 > habe ca. 15-20 Eierschalen von meinen Hühnern gesammelt, kleingemixt und über nach im Topf mit Wasser liegen lassen. Dann nur das Wasser ins System gekippt... 01. Mai: 6.0 > 30g Holzasche hinzu 02. Mai: 5.7 > 140g Holzasche hinzu, Wasser war dann erstmal entsprechend trüb, aber am nächsten Morgen wieder klar und Fische wohlauf 03. Mai: 6.1 > 130g, sodass ich dann auf insges. 300g Asche auf ca. 4.200l komme...
Da nach Zugabe von 30g Asche der PH-Wert am nächsten Tag noch weiter nach unten ging und ich nicht wie Stephan bei nur 400l damit den PH-Wert anheben wollte, dachte ich, dass ich da auch gut das 10-fache nehmen kann, da ich ja über 4.000l in meinem System habe. Morgen müsste er dann evtl. bei 6.5 sein.
Ich kann NEEM-Öl mit Emulgator zur Schädlingsbekämpfung nur wärmstens empfehlen, da es als Natur-Mittel gegen alle möglichen Schädlinge sehr gut wirkt und dem Aquaponik-System nichts anhaben sollte!
Das Azadirachtin im Neemöl wirkt hemmend auf den Fraß und stört die Häutung von Schädlingen (es stört die Synthese von Chitin, wodurch die Larven sich nicht weiterentwickeln können). In Asien ist wird es auch zur Hautpflege und als Heilmittel gegen allerlei Parasiten äußerlich und auch innerlich angewendet. Auch wirkt es stärkend auf Wurzeln und wird als Dünger genutzt.
Es riecht etwas, aber besprühte Blätter schmecken, dann trotzdem nicht danach.
Wer hat bereits Erfahrungen mit Nützlingen gemacht? Läuse mögen meinen Spinat am liebsten, waren nach dem Einsprühen aber auch schnell unter Kontrolle... nur der Spinat hatte dann gekräuselte Blätter.
Es sollte wohl auch präventiv gesprüht werden... soweit meine Erfahrung zu Schädlingen.
p.s. Ich dachte erst, dass Ameisen die Läuse aussaugen und bei der Bekämpfung helfen... aber sie verteidigen wohl die Läuse gegen z.B. Marienkäfer und andere Nützlinge, um sich die Zuckerquelle zu erhalten... daher denke ich dass man mit Neem-Öl am besten fährt... oder helfen Marienkäfer die ganze Saison vor Blattlausbefall etc.?
ich bin neu hier und mich würde eure Meinung zu den Wasserwerten meines Systems interessieren. Anbei ein Foto, wie es aussieht und eine Tabelle mit den Werten.
Wasserwerte
Temperatur: 17°C
PH: 6,3
O2: 10
Co2: 28
KH: 3? (die Farbmuster von JBL sind schrecklich, daher bin ich mir da etwas unsicher)
GH: 13
EC: 1
FE: 0,1
NH4+: <0,05
NO2: 0,1
NO3: 80
System
Growbeds 4x 328 l = 1.312 l
Sumpftank 1 = 698 l
Sumpftank 2 = 375 l
Fischtank = 1.445 l (mit Jungfischen: 10 Karpfen und 5 Schleien ca. 6-8cm klein...)
Filter = 330 l
= 4.160 l
Welche Tipps habt ihr für diesen Zustand? Da der PH-Wert langsam etwas niedrig wird, habe ich eine Menge Eierschalen fein gemalen und in Wasser eingelegt. Das soll ja die Karbonhärte anheben und damit den PH-Wert. Bin ich da auf dem richtigen Weg?
Dann dachte ich noch etwas Eisenchelat hinzuzufügen bis ich bei max. 0,4 angelangt bin?
hat hier jemand Erfahrung mit Zitronenmelisse im System und deren Wirkung auf Tilapia? Bei Menschen wird geschrieben das man Zitronenmelisse nicht vor langen Autfahrten trinken soll da der Tee schläfrig macht und ganz allg. eine beruhigende Wirkung bei Dauerstreß entfaltet.
Irgendwie habe ich die Vermutung das die Melisse im Hydrokultur-Beet eine ähnliche Wirkung auf die illies hat. Im Vergleich zum letzten Jahr sind unsere Tillies extrem ruhig und tiefen-entspannt.
Vielleicht kann ja mal Einer von Euch Zitronenmelisse in sein System Pflanzen und berichten. Fände ich super spannend. Vielleicht finden wir ja die Super-Boost-Pflanze für Tillies. Bei afrikanischem Wels soll das ja Basilikum sein.
Der einzige denkbare unterschied zum Vorjahr ist, wir hatten 20 Tillies in 800l und dieses Jahr 40 Tillies in 300l, es war zwar unser Ziel den Schwarm-Effekt zu nutzen, aber hat das so eine entscheidende Wirkung?
Ich will zwar nicht die Bambule vom letzten Jahr mit den Super-Stänkern, aber das die Tillies sich wie Goldfische benehmen wundert uns total.
Besten Dank für Eure Antworten, so denn eine kommt.
der Bericht basiert auf meinen selber gemachten Erfahrungen und ich setze nach wie vor sowohl Asch als auch Brenneseljauche (BJ) in der AP als Dünger ein. Ob Ihr diesen Weg wählt ist Eure Entscheidung und Ihr müst für Euch selbst entscheiden wie Ihr mit den folgenden Infos umgeht.
Wenn Ihr diese Dünger-Varianten einsetzt lest Euch zusätzliches Wissen im Internet an, seid vorsichtig und das wichtigste:
Bis Ihr genügend Erfahrung mit der Düngung habt ganz egal ob BJ, Asche oder konventionelle Dünger bitte immer die wichtigsten Parameter mit Tests überprüfen. Meiner Meinung nach sollten mindestens Amonium, Nitit, Nitrat und Phosphat überprüft werden.
in meinem Post: „Das 1´ste Jahr“ https://aquaponik-forum.de/Thread-Das-1%C2%B4ste-Jahr hatte ich berichtet das ich mit Brennnessel-Jauch (BJ) mehr Schaden als Nutzen angerichtet hatte. Das Thema Bio-Dünger in der AP hat mich nicht mehr los gelassen und außerdem wollte ich wissen warum die BJ nicht geeignet ist.
Eine normale Suchmaschinen-Anfrage ergibt zur Zusammensetzung von BJ keine Ergebnisse, ich mußte erst auf die Idee kommen BJ Zusammensetzung auf Französisch übersetzen zu lassen und siehe da, das BJ-Verbot der Französischen Regierung hat zu umfassenden Ergebnissen geführt.
Vorgehensweise:
Falls Ihr BJ einsetzten wollt diese min. 1:10 verdünnen und dem System gleichmäßig verteilt zugeben und nicht direkt zu den Fischen.
Zusammensetzung von Dünger:
NPK bedeutet N=Stickstoff – P = Phosphat – K = Kalium
Volldünger: NPK 7-4-6
BJ: NPK 7-0,24-7,4
Jetzt ist mir klar warum die Fische dem Tod nahe waren: „Viel viel viel zu viel Ammonium, Nitrit, aber auch Nitrat!“ Ich habe die kleinen Viecher fast vergiftet und den Ausscheidungen der Fische noch zusätzlich Ammonium und Nitrit hinzugefügt.
Für die Pflanzen war das ebenfalls zu viel Stickstoff und sie sind nur ins Grün geschossen und hatten zu wenig Phosphat für Blüte und Fruchtansatz.
Also wie düngen? Meine Werte laufen aktuell gegen Null da ich zu viele stark zehrenden Pflanzen habe und das obwohl ich noch nicht alle Pflanzen im System habe.
Bei unseren Erdbeere sehen auf Grund der extrem hell-grünen Blätter das ganz eindeutig etwas fehlt. Ich habe auf Eisen-Mangel getippt, mir einen Test besorgt und tatsächlich kein Eisen nachgewiesen. Also Celatisiertes Eisen gekauft und zugesetzt, der Wert liegt jetzt seit einer Woche stabil bei 0,2 mg/l, aber kein sichtbarer Effekt. (Alles über 0,5 mg/l schadet den Fischen.)
Asche als Dünger:
In einem AP-Video bei YT habe ich dann als Lösung Holzasche gefunden. Die Zusammensetzung ist nahezu ideal:
Asche: NPK: 0-4-9
Calciumcarbonat - 17 g
Calciumsilicat - 16,5 g
Calciumsulfat - 14 g
Calciumchlorid - 12 g
Kaliumorthophosphat - 13 g
Magnesiumcarbonat - 4 g
Magnesiumsilicat - 4 g
Magnesiumsulfat - 4 g
Natriumorthophosphat - 15 g
Natriumchlorid - 0,5 g
Vorgehensweise:
1. Die Asche muß mit einem feinen Küchen-Sieb gesiebt werden, so daß überwiegend die feine weise Asche zur Verfügung steht.
2. Die feine weise Asche in Wasser einweichen und möglichst gleichmäßig verteilt im System einbringen.
3. Nicht direkt zu den Fischen
Ideal ist das kein Ammonium, Nitrit und Nitrat vorhanden sind, davon produzieren die Tillies ja reichlich. Die Stickstoff-Verbindungen verbrennen einfach und somit ist Asche ein reiner Phosphat und Alkali Dünger.
Besser noch: Asche ist in Wasser gelöst alkalisch und hebt den pH-Wert an, der in einer AP meisten Richtung sauer wandert.
(Bitte Vorsicht bei der Verwendung von Asche! Die entstehende Lauge beim Einweichen der Asche ist alkalisch ätzend!!!)
Ja, ja, ja! Ja und!
Jetzt kommen wieder die Argumente von wegen Schwermetallen in der Asche, daher ein paar Fakten warum ich damit leben kann:
- Sahara-Staub ist ein wichtiger Dünger für den Amazonas, das heißt der Sahara-Staub fliegt einmal um die halbe Welt.
- Es wurde Feinstaub von Auto-Reifen in der Antarktis und auf dem Himalaya gefunden
Und wenn Staub so weit fliegen kann, wo finde ich überhaupt das unbelastete Brenn-Holz? Die A45 geht quer durch das Sauerland.
Weiter geht’s:
- Ich wohne direkt am Kamener-Kreuz und wenn ich die 1,5 km bis zur A2 wandere, wandere ich durch Getreide-Felder. Ich könnte ein Foto des Getreides machen und im Hintergrund würdet Ihr die Autobahn sehen.
- Wenn Ihr das nächste mal Autobahn fahrt dann schaut was sich hauptsächlich rechts und links der Autobahn befindet. Ab dem Kamener-Kreuz auf der A1 bis in den hohen Norden nur Ackerflächen. Lecker!
- Es gab in den 80´igern den Sauer-Regen
- Durch Tschernobyl und Fukushima ist der Grenzwert für die sogenannte atomare Hintergrundstrahlung jeweils nach oben korrigiert worden
- Dieser Frühling ist viel zu kalt und somit - wie von den Meteorologen angekündigt haben - ein Wetterextrem basierend auf der Klimaerwärmung.
- …usw.
Werde berichten ob die Erdbeer-Ernte mit Asche noch zu retten war.