Da ich neu bin, ganz kurz zu meine Rahmenbedingungen: Niederbayer, 40 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, dzt. 15 Hühnertiere, 8 Gänse, 2 Lamas, rund 40 Tomatenstauden und 50 Salatköpfe und noch bisschen mehr Grünzeug :-)
Um nun auch im Winter etwas Feldsalat und Spinat zu bekommen, den Speiseplan mit Fisch aufzubessern und auch an reinem Interesse an der Sache dachte ich mir ein Aquaponicsystem anzuschaffen. Mein Ansatz wäre nun folgender:
- System im Keller
- 1000l-Selbstbauset von Lets-Grow
- da keine 1000l IBC durch die Tür passen (81cm) Verwendung von 645l IBC bzw. die 1000l bei 800l abschneiden
- als Fische Karpfen
- Beet aus zwei Teilen eines IBC, ca. 2qm.
- Künstliche Beleuchtung für Pflanzen
Die Vorteile die ich sehe:
- 365 Tage im Jahr in Betrieb, dadurch kein jährliches neues Anfahren bzw. Probleme mit Frost
- kein Problem mit Algen
- Fische sind im Dunkeln
- keine Schädlinge
- keine "extremen" Wassertemperaturen
Nachteile:
- erhöhter Stromverbrauch wg. Beleuchtung, aber Strom vorhanden über PV
- Leckage lässt Keller absaufen
- Probleme mit höherer Luftfeuchtigkeit im Keller
- Lärmbelästigung durch Pumpen/Wasser
- und eine ganze Menge die ich mir als Anfänger nicht vorstellen kann ;-)
Was für mich gegen eine Außenanlage spricht:
- habe kein Gewächshaus => IBC eingraben und evtl. heizen => auch hohe Stromkosten
- im Winter wenig/kein Ertrag
Nun zu meinen konkreten Fragen.
- Welche weiteren Probleme ergeben sich bei solch einer Indoor-Anlage? Ist insbesodere die Luftfeuchtigkeit ein Problem?
- Vermehren sich die Karpfen im IBC oder muss immer neuer Besatz zugekauft werden?
- Und zu dem Selbstbauset: hat damit schon jemand Erfahrung gesammelt? Im Netz habe ich schon eine Menge einfacherer Systeme gefunden, bestehend aus einem aufgeschnittenen IBC, unten Fische und oben Pflanzen. Welche Vorteile hat das Set genau?
Hallo rundrum! Ich bin zwar schon länger angemeldet, hatte aber bisher nie was zu fragen, daher stelle ich mich jetzt mal vor. Ich wohne mit Anhang und relativ frischem AP in einem Haus mit kleinem Garten, es wächst schon gut mit einigen Karpfen, verschiedenen anderen Fischen und Krebsen, ich brauche aber wohl recht bald noch ein paar mehr. Wir haben eine Mischung aus GB, NFT und Raft, im und um ein kleines Gewächshaus drumrum. Mehr fält mir gerade nicht ein. Viele Grüße! undefined
nachdem ich das Wochenende damit verbracht habe, meine Anlage weiter aufzubauen ist mir folgendes aufgefallen.
In sämtlichen Youtube Videos schießt das Wasser förmlich aus den dicken PVC Rohren in die Beete und Fischtanks, daher frage ich mich was für Pumpen die Leute verwenden?
Nachdem ich meine Siphons gebaut und getestet habe, wurden diese in die Pflanzkästen montiert.
Ich habe mir eine 20w Pumpe besorgt, die ca 1000L/h pumpt. Da der Sumpf allerdings etwas im Boden versenkt wurde, habe ich evtl eine Pumpleistung von ca 300-400 Litern (Pi * Daumen). Soweit so gut, da es sich dabei um eine sehr kleine Testanlage im Garten handelt.
Nun habe ich allerdings das Problem, dass die Glocken-Siphons mit einem Rohrdurchmesser von 2cm aufgrund des geringen Wasserflusses nicht starten. Ich habe testweise mit einem Trichter auf dem Standrohr gearbeitet, das hat teilweise funktioniert, aber nicht zuverlässig.
Ich habe nun folgende Ideen weiterzumachen:
1. stärkere Pumpe (bestellt - SUNSUN CTP 4800)
2. Trichter auf das Standrohr montieren (ausstehend)
3. Standrohrdurchmesser auf 1cm reduzieren
Leider habe ich bereits in sämtlichen kleinen Pflanzkästen (5 Stk) die Verrohrung etc vorgenommen, sodass ich diese nun nicht mehr so einfach austauschen kann.
Was für Rohrdurchmesser im Siphon und Pumpen verwendet ihr? Wie verteilt ihr den Wasserfluss, mehrere T-Stücke, in Reihe?
Es war auf jeden Fall ein erkenntnisreiches Wochenende, bei dem ich die Funktionsweise/Abhängigkeiten eines Glocken-Siphons besser kennenlernen durfte. Durchmesser des Standrohres muss unbedingt auf die Pumpleistung bzw. den ankommenden Fluss im Beet abgestimmt sein.
Wie sind Eure Erfahrungen gewesen, was meint ihr? Tipps/Änderungsvorschläge?
ich beschreibe zuerst kurz mein Aquaponic-System:
Flood/Drain mit Glockensiphon, insg. ca 350Liter (Ganzjährig im Innenbereich)
30L Swirl-Filter, Filterschwamm am Eingang zum Pflanzenbecken.
Blähtongranulat ca 280L, Pumpleistung derzeit ca. 200L/h.
Wassertemperatur anfangs 28°, dann langsam reduziert auf ca. 26°.
LED 400Watt Beleuchtung.
Sauerstoffzufuhr nur tagsüber, ca 14-16h/Tag. Flood/Drain-Pumpe läuft aber durchgängig.
Läuft seit ca 3-4 Monaten. Zuerst eingefahren mit 2 Goldfischen ca. 2Monate, danach 16 afrik. Welse seit ca 5 Wochen (ca. 10cm, jetzt ca. 15-17cm).
Seitdem ich die Welse habe füttere ich wesentlich mehr als vorher, und seitdem habe ich erhöhte Nitritwerte. Deshalb habe ich die Fütterung ca. 2 Wochen lang reduziert auf ca. 15g/Tag. Der Nitritwert ist dann so um 0.1ppm. Wenn ich normal füttere (soviel sie fressen, ca. 30g/Tag) dann erhöht sich der Wert schon mal auf 0.2ppm. Dann mache ich ca. 100Liter Wasserwechsel und reduziere die Fütterung wieder. Der Wert geht aber nie unter 0.1ppm außer ich füttere noch weniger. Würde aber gerne so viel füttern wie gefressen wird!
Ich verstehe nicht dass nach 5 Wochen nicht genug Bakterien da sind. NH3/NH4 ist immer um 0, bzw. nur ganz minimal erhöht. Nitrate sind genug da, meistens 10-15ppm.
Pflanzenwachstum ist sehr gut. Angefangen mit Salat, Basilikum. Jetzt wachsende Setzlinge von Erdbeeren, Gurken, Karotten, Paprika, Zucchini.
Die Fische sind sehr lebendig und sehr hungrig. Allerdings wohl auch etwas gestresst. Entweder wegen dem NO2 oder evt. auch vom öfteren Wasserwechsel, oder auch sozialer Stress (da so wenig Fische). Vereinzelt etwas weiße Punkte. Ich vermute Aeromonaden. Allerdings verbessert sich das wieder, und taucht dann aber wieder auf.
Kann mir jemand Erfahrungen oder Tipps dazu geben?
Geschrieben von: jjimp - 15.05.2017, 17:32 - Forum: Neu hier?
- Keine Antworten
Hallo zusammen,
ich bin Matthias aus Eschweiler (ein paar Meter östlich von Aachen) und bin bereits vor bald 10 Jahren (bei Quarks & Co., oder wo war das damals...?) auf Aquaponik gestossen. Schon damals war ich sehr fasziniert, habe mich jedoch lange nur gedanklich damit auseinander gesetzt, aber jetzt möchte ich es endlich versuchen.
So wie ich mich kenne, würde es mir jedoch sehr helfen, wenn ich bereits von Anfang an Mitstreiter in der Nähe hätte, die mit planen, mit anpacken, mit leiden und mit Erfolge feiern.
Mein Traum wäre in ein paar Jahren eine große Anlage, das nur als Hinweis für den ein oder anderen Visionär, der hier in der Region ähnliche Pläne hat und das vielleicht gemeinsam angehen möchte ;-)
VG
M.
ich habe mich letztens den "Engineers Without Borders Karlsruhe e.V" angeschlossen. (http://ewb-karlsruhe.de/)
(auf der Internetseite steht noch nichts davon, da sich das Projekt in der Projektplanung befindet)
Wir planen eine Aquaponik-Anlage zu bauen, um eine Schule zu versorgen, damit die Kinder nicht nur von Mais und Bohnen leben müssen.
Wegen Einseitiger- bzw. Mangelernährung geht es den Leuten Vorort sehr schlecht und selbst die Eltern schämen sich ihre die Kinder in die Schule zu schicken, da sie ihnen nichts zu Essen mitgeben können.
Aber jetzt komm ich mal zum Punkt:
- Wir sind eine Reihe von überwiegend Bauingenieuren und besitzen noch nicht die Feinfühligkeiten und Aquaponik-KnowHow. Das die Anlage nicht einfach super duper Gemüse produziert ist uns bekannt und wir werden in den nächsten Monaten anfangen uns dort einzuarbeiten.
- Dennoch habe ich jetzt schon eine "dringende" Frage die sich uns stellt:
TL;DR: Müssen wir den Tank zu irgendeiner Zeit komplett leeren und das Wasser tauschen (komplett), z.B wenn wir einen neuen Fischbesatz in die Anlage geben?
Vllt könnte jemand einmal kurz runterbrechen, wie der Fischkreislauf aussieht:
Also hinsichtlich, Fische paaren sich, essen aber ihre kleinen, wie ist da die Handhabung? Benötige ich immer andere Fische aus anderen Anlagen wegen des Gen-pools oder ähnlichem?
am 18.Mai ab 9:30 Uhr findet in der VillaMedia das erste Vernetzungstreffen Aquaponik NRW statt.
Veranstaltet von den beiden gemeinnützigen Vereinen "Aufbruch am Arrenberg" (Wuppertal) und "Die Urbanisten" (Dortmund), unterstützt vom Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen (Soest).
Ziel der Veranstaltung ist es, wesentliche Akteure für das Thema miteinander bekannt zu machen und relevante Informationen für die Realisierung größerer Projekte zu präsentieren. Neben Fachvorträgen zu den Themen integrierter Pflanzenschutz, Fischgesundheit, Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und Urban Agriculture Fortbildung werden Aquaponikprojekte und Firmen Gelegenheit haben sich vorzustellen.
Für Projekt- und Firmenpräsentationen stehen Stellwände zur Verfügung. Projektsteckbriefe und -Poster sind herzlich willkommen. Kurzpräsentationen von Firmen und Projekten sind ggf. auch noch möglich, sprecht uns bei Bedarf bitte an.
Für die Verpflegung wird ein Kostenbeitrag von 15€ erhoben. Es ist möglich, diesen Betrag vor Ort quittiert zu bekommen (Für Rückerstattungen durch Arbeitgeber).
mein Name ist Paul, ich bin 29 und komme aus Darmstadt. Ich bin letzte Woche auf Aquaponik gestoßen und total fasziniert. Aus diesem Grund würde ich mir auch gerne eine Anlage bauen. Da bei mir aber nur ein Balkon zur Verfügung steht wird es ein kleines System (näheres dazu dann im entsprechenden Thread). Aktuell bin ich noch in der schlau-mach-Phase und werde mich dann sicher hier und dort nochmal melden!
ich bin ein großer Fan und war bis gerade stiller Mitleser. Nun geht mein eigenes Projekt aber auf die Zielgerade und eine relativ teure Entscheidung steht ins Haus. Was mich dazu bewogen hat, mein Dasein als stiller Leser aufzugeben und zum nervigen Fragesteller zu werden :P
Ich brauche in etwa 2000 Liter Blähton (8-16 Körnung) um meine Growbeds zu befüllen. Wer die Preise dafür kennt, wird jetzt im Kopf bei ca. 700 € landen. Für das Geld bekomme ich 40 Säcke a 50 Liter vom Hersteller Lamstedt. 100 Liter von Lamstedt sind in meinem Probeaufbau bereits vorhanden und funktionieren... sofern man rumliegen und nass werden als erfolgreiche Funktion ansieht... ;)
Nun hat mir ein Baustoffhändler vor der Tür ein Angebot für 2100 Liter Blähton (10-20 Körnung) für 480 € gemacht. Der Blähton wird auch in der Produktion von Kellersteinen verwendet, ich vermute das dieser Blähton nicht die selben Eigenschaften wie der Lamstedt Blähton hat. Allerdings hat er das Preisargument ganz klar auf seiner Seite.
Nun ist die Frage als erstes zur Körnung zu stellen. Es wird viel von einer 8-16 Körnung geschrieben, wäre eine 10-20 Körnung noch vertretbar oder in den sauren Apfel beißen und Lamstedt 8-16 Kaufen?
Und natürlich noch die Frage überhaupt... Kann man diesen Baublähton überhaupt für die Aquaponik nutzen oder hat der gänzlich andere Eigenschaften und eine andere Zusammensetzung die vielleicht sogar schädlich ist?